Abzug aus Afghanistan?

Yukikaze: Immer dieses Gerede vom Abzug... Was sind denn Ihre Alternativen? Ich will den Krieg nicht Gutheissen aber alle abziehen und dann Däumchen drehen bis der Kindergarten um die Ecke in die Luft fliegt ist wohl keine Lösung. Zu hoffen, das nach einem Abzug religiöse Fanatiker wie die Taliban plötzlich zur Besinnung kommen und sich entscheiden den "Westen" doch zu mögen, halte ich für naiv. Man sollte dabei auch an Menschen wie die vom WTC denken. Die haben auch niemandem etwas getan - nicht alles ist Lüge...

Ich bin für den Abzug, obwohl ich Ihre Analyse Teilen. Die Taliban werden auch in Zukunft Krieg und Terror verbreiten. Das gebietet Ihnen Ihre Religion. Ob wir in Afghanistan sind oder nicht hat damit nichts zu tun.

Aus meiner Sicht ist die Präsenz in Afghanistan auch keinerlei Gewähr gegen Terroranschläge. Die kommmen sowieso. Wir verschleudern damit unglaublich viele Menschenleben und Ressourcen für einen Krieg, der nicht zu gewinnen ist.

Pakistan = Taliban

Es wurde vorgeschlagen aus Afghanistan abzuziehen und alle afghanischen Frauen und Kinder nach Europa zu holen, die mit Gewalt bedroht werden. Ich bin dagegen. Hier sind meine Gründe:

Unter der Schariah werden alle Frauen mit Gewalt bedroht. Es sind ja schon unzählige Mädchenschulen von den Taliban zerstört worden. Nicht zuletzt gebietet Sure 4, Vers 34 den Koranschülern (Taliban heißt Islamschüler) Frauen zu schlagen, wenn sie Ihren Männern nicht gehorchen. Das ist eine universelle Gewaltandrohung gegen Frauen.

Es gibt im Islam übrigens auch eine universelles Gewaltgebot gegen ungehorsame Nicht-Muslime - sowohl gegen Mushrikun (Sure 9, Vers 5) als auch gegen die Anhänger der Buchreligionen (Sure 9, Vers 29).

Die Mehrheit der Muslima aus Afghanistan sind gläubige Muslime, d.h. sie wollen die Herrschaft des Islam. Das Ziel des Islam ist die Errichtung eines Staates, in dem Allah oberster Gesetzgeber ist. Damit einher geht die Abschaffung des Schutzes universeller Menschenrechte und die Abschaffung der Demokratie. Davor sollten wir uns hüten.

Ja, der Einsatz in Afghanistan ist zum Scheitern verurteilt. Das liegt daran, dass wir gar keine ehrlichen Verbündeten in diesem Land haben. Sowohl für die Taliban als auch für die Regierung Karsai und Ihre Anhänger sind wir Europäer / Amerikaner kuffar und damit Feinde des Islam.

Pakistan ist mit den sunitischen Taliban verbündet. Iran ist ein schiitischer Gottesstaat. Wir können nur hoffen, dass der Konflikt zwischen den islamischen Sekten verhindert, dass der Jihad und Terror aus diesen Ländern auf unsere Territorien ausgeweitet wird. Aber dazu sollten wir diese Länder vollkommen isolieren.

Erst wenn der Islam als totalitäres Gesellschaftssystem scheitert und zwar ohne, dass das Scheitern dem Westen angelastet werden kann, erst dann können wir auf ein Ende des Konfliktes hoffen. Dazu bedarf es einer vollkommen anderen Strategie.

Die Strategie muss militärisch defensiv sein. Sobald ein Nicht-Islamischer Staat durch Terror und Krieg angegriffen wird, müssen wir Ihn verteidigen, um die Ausbreitung des Islam zu verhindern. Aber ein Einmarsch in islamische Gottesstaaten ist ein aussichtsloses Unterfangen.

Die Strategie muss wirtschaftlich und technisch isolationistisch sein. Der Handel mit diesen Staaten muss weitgehend eingefroren werden. Das schließt den Handel mit Erdöl ein.

Schließlich muss die Strategie propagandistisch offensiv sein. Das heißt, dass den Muslimen in den islamischen Gottesstaaten via Fernsehen, Internet, Radio und Zeitschriften - unter Umgehung der islamischen Zensur - eine rationale Alternative zum Islam geboten werden muss. Der Islam selber muss in den Fokus der Kritik geraten.