weltliches vs. religiöses Gesetz im Islam

Westliches Verständnis:

Man kann nur als Mensch die Gesetze achten und das ist ziemlich unreligiöser Natur. Religiös achtet man nur den Glauben, nicht andere Gesetze.

Islamische Antwort:

Sie wenden hier ein westliches Verständnis von Religion an. Im Islam sind Religion und Staat nicht getrennt. Die Glaubenssätze des Islam sind religiöses und weltliches Gesetz zugleich. Ein gläubiger Moslem wird Ihre Antwort wahrscheinlich überhaupt nicht verstehen, weil die Unterscheidung zwischen weltlichem und religiösem Gesetz dem Islam vollkommen fremd ist.

Sofern also ein Moslem die weltlichen Gesetze achtet, dann nur, weil ihm die Schariah das gebietet. Das Gesetz Gottes, die Schariah, steht über den Gesetzen des Menschen

Ich möchte Ihnen das exemplarisch an der Kairoer Erklärung der Menschenrechte klarmachen. Die Islamischen Mitgliedstaaten in der UNO erkennen die UNO-Menschenrechtserklärung nicht an, weil sie mit der Schariah unvereinbar ist. Statt dessen haben sie eine eigene Erklärung verfasst, die unter dem Vorbehalt der Schariah steht. D.h. Menschenrechte gibt es nur, wenn sie schariahkonform sind.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kairoer_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte_im_Islam

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