Islam und vorislamische Kultur


Der Islam kennt nur Verachtung für Vorislamische Kultur. Diese Epoche wird in den islamischen Geschichtsbüchern als Zeit der Jayhliah bezeichnet, d.h. Zeit der Ignoranz. Sie findet keinerlei Beachtung. Nach den Islamischen Eroberungen werden üblicherweise die zentralen Kultstätten der besiegten Völker zerstört und an Ihrer Stelle ein islamisches Gotteshaus errichtet. Das bekannteste Beispiel ist natürlich der jüdische Tempel in Jerusalem, Zentrum des Jüdischen Glaubens, an dessen Stelle die Al Aqsar Moschee errichtet wurde. Die Hagia Sophia in Konstantinopel, Zentrum des orthodoxen Christentums, die in eine Moschee umgewidment und von Minaretten umstellt wurde. Der Islam ist also nicht nur eine Religion sondern auch eine Form von Kulturimperialismus. Die einzig göttliche Sprache ist Arabisch, die in jedem Gottesdienst rezitiert werden muss. Die Gläubigen verbeugen sich fünf mal am Tag nach Mekkah, zum Zentrum Arabiens hin. Erst wenn die ganze Welt Arabisch spricht und sich nach Arabien verbeugt, erst dann ist der Auftrag Allahs an seine Gläubigen erfüllt.

Die Geschichte Ägyptens zeigt diese Geschichte beispielhaft auf:

Die muslimischen Ägypter lebten weitgehend desinteressiert jahrhundertelang zwischen Pyramiden und Hyroglyphen. Bis auf Grabplünderung wurde diesen Gegenständen keinerlei Interesse geschenkt. Mehr noch, der Altägyptische Polytheismus (Schirk!) wurde von der einfachen Bevölkerung zutiefst verachtet.

Dann kamen die bösen Europäischen Kolonialisten und die Orientalisten. Ein Volk von Eroberern und Unterdrückern, die nichts als Ausbeutung und Verachtung für das arme ägyptische Volk hatten. Ja, der Begriff Orientalismus, ursprünglich eine Bezeichnung für die Wissenschaft vom Orient, wurde zu einem Schimpfwort. Seit Edward Said ist Orientalismus zum Synonym für Kulturchauvinismus, Eurozentrismus, Rassismus und Islamophobie geworden.

Diese bösen und niederträchtigen Orientalisten haben dann die Kunstschätze ausgegraben und bewahrt. Am 15. Juli 1799 wurde der Stein von Rosetta von einem napoleonischen Offizier entdeckt. 20 Jahre später hatte Jean-Francois Champollion die Ägyptischen Hyroglyphen entziffert. Eine Leistung, die die Ägypter in 1100 Jahren Leben zwischen den Hyroglyphen nicht gelungen ist. Entweder das Volk der Ägypter ist als tausendfach dümmer als Jean-Francois Champollion oder vollkommen desinteressiert an ihrem vorislamischen Kulturerbe. Eine andere Erklärung für diesen Sachverhalt kann es nicht geben.

Es waren tatsächlich die bösen und niederträchtigen Europäischen Kolonialisten, die den Völkern des Orients Ihre Vorislamische Geschichte und Kultur wiederentdeckt, ausgegraben und konserviert haben. Denn die gleiche Geschichte hat sich in der Türkei, Syrien, Persien,... abgespielt.

Zur Entdeckung und Bewahrung dieser Kunstschätze haben diese Völker so gut wie nichts beigetragen. Sie wären alle samt und sonders vergraben oder zerstört. Aber jetzt, wo sie meinen damit Devisen erwirtschaften zu können, wird geradezu frech die Rückgabe von legal erworbenen Kunstschätzen als Ihr Kulturerbe gefordert. Wenn überhaupt jemand ein Anrecht auf diese Gegenstände hat, dann sind es diejenigen, die sie für die Menschheit entdeckt und bewahrt haben. Die Liebe und Begeisterung für fremde Kulturen ist ein westliches Erbe. Diese Geisteshaltung ist den muslimischen Völkern bis heute weitgehend fremd.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen