Islamistenpropaganda im Spiegel


http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,777123,00.html

"Agentenausbildung mit islamfeindlicher Schlagseite"

Das ist der Titel des Artikels, in dem die Ausbildung von FBI-Agenten kritisiert wird. Begründet wird die islamfeindliche Schlagseite, mit folgenden Zitaten aus dem Ausbildungsmaterial:

"keine Trennung zwischen Kirche und Staat"

Das ist absolut zutreffend. Der Islam regelt das Staatswesen, insbesondere das Rechtssystem, Scharia genannt. In Deutschland geht alle Staatsgewalt, insbesondere die Gesetzgebung vom Volke aus. Im Islam ist der Koran das Grundgesetz.

 "der Islam für Westler nur schwer verständlich"

Vielleicht darf ich das an einem Beispiel illustrieren. Die Steinigung von Ehebrechern ist islamisches Gesetz. Für Westler ist das sehr schwer verständlich, weil bei uns Ehebruch ein Kavaliersdelikt ist, dessen Ahndung den Ehepartnern überlassen ist.

"die Kultur eines Landes nach Art des 7. Jahrhunderts in Arabien transformiert"

Der Islam stammt - jedenfalls laut islamischer Geschichtsschreibung - aus dem Arabien des 7. Jahrunderts. Zu dieser Zeit soll Mohammed, der Prophet des Islam, seine Botschaft verkündet haben. Es ist Ziel des Islam, sein Wertesystem zu implementieren. Damit transformiert der Islam eine Gesellschaft in ein Land mit einem Wertesystem und Rechtssystem aus dem 7. Jahrhundert, jedenfalls dann wenn der Islam erfolgreich ist.

"es für den arabischen Geist charakteristisch sei, eher von Worten als von Ideen und eher von Ideen als von Fakten beeinflusst zu werden"

Das hat mit der Prägung der arabischen Welt durch den Islam zu tun. Der Koran repräsentiert die direkte Rede von Allah an Mohammed. Das ist ein zentrales Dogma des Islam. Die Worte des Koran an sich sind heilig und dürfen folglich beim Gebet nicht übersetzt werden. Hier steht also das Wort selber über dessen Inhalt. Wenn es nur auf den Inhalt ankäme, so wäre ein Übersetzung legitim.

Dass die Ideen über die Fakten gestellt werden, entstammt der Islamischen Theologie. Der Islam ist die Religion der Wahrheit. Die göttlichen Wahrheiten, die Ideen des Koran, stehen vor und über den menschlichen Erkenntnissen. Al Gazhali hat dieses Dogma aufgestellt. Daraus ergibt sich auch die wissenschaftliche Rückständigkeit der islamischen Welt.

Zutreffend ist, dass es für die Scharia "eine riesige Bandbreite in Anwendung und Interpretation in den heutigen muslimischen Gesellschaften gibt" Aber das sollte beispielsweise nicht den Blick darauf vernebeln, dass die Scharia oberstes Gesetz ist und Apostasie unisono mit dem Tode bestraft wird.

Alle Aussagen des Pamphletes sind absolut zutreffend. Wenn es islamfeindlich ist, die Wahrheit über den Islam zu verkünden, dann muss es wohl ein Problem mit dem Islam geben. Die Schulnote sollte revidiert werden von 6 auf 1. Alles richtig!

Entweder der Autor hat keine Ahnung vom Islam oder er versucht offenkundig Unwahrheiten zu verbreiten. Diese Vorgehensweise wird Taqqyah genannt.

Schließlich möchte ich zu den Büchern Robert Spencers etwas sagen: Sie sind hervorragend! Schmissig geschrieben, leicht zu verstehen, wissenschaftlich exakt, alle Aussagen werden durch Quellenangaben belegt.

"Wer hätte das gedacht: Muhammed hat keineswegs Frieden und Toleranz gepredigt!" Auch absolut zutreffend. Mohammed hat die Verbreitung des Islam als Gesellschaftssystem mit dem Schwert betrieben und er hat es auch gepredigt. Das sagen uns die islamischen Quellen.

"Der Gründer der intolerantesten Religion der Welt" Auch das ist absolut zutreffend. Keine andere Religionsgemeinschaft tötet Menschen, die sich einem anderen Glauben zuwenden. Die Apostasie hat Mohammed unter die Todesstrafe gestellt. Das sagen uns die muslimischen Quellen.

Das "islamistische Standardwerk "Meilensteine" von Sayyid Qutb" wird zur Lektüre empfohlen. Sie haben Recht, das ist die Bibel der modernen Islamisten. Sayyid Qutb war der geistige Führer bzw. Chefideologe der Muslimbruderschaft in Ägypten. Jeder FBI-Agent, der sich mit dem Islamismus beschäftigt, sollte das Buch gelesen haben. Vielleicht hätte man noch Maududi empfehlen sollen.

Der Vergleich zwischen Qutb und dem Kukluxklan ist vollkommen abwegig. Die Muslimbruderschaft gilt als "gemäßigt"; sie ist die größte Oppositionspartei in Ägypten und stellt mit Yussuf Al Qaradawi den derzeit berühmtesten Islamgelehrten weltweit.

Wenn unserer Verfassungsschutz ähnlich ausgebildet wird, wie das FBI, dann können wir ruhig schlafen. Wenn aber der Spiegel sich zum Presseorgan für islamistische Unwahrheitenverkünder und Rede- und Denkverbotedurchsetzer macht, dann ist das eine Gefahr für die Demokratie.


Der erste Teil meiner Replik, der sich inhaltlich mit den vermeintlich anstößigen oder falschen Aussagen des FBI auseinandersetzt, wird seltsamerweise nicht veröffentlicht. Ich zeige darin, dass keine dieser Aussagen falsch ist. Ich kann das auch hieb- und stichfest beweisen.

Der Artikel von Herrn Musharbash enthält folglich kein Körnchen Wahrheit. Die Agentenausbildung des FBI ist offensichtlich hochprofessionell und vor allem wahrheitsgemäß. Aber diese Wahrheit ist unbequem.

Yassin Musharbash, geboren 1975, ist Sohn eines jordanischstämmigen Vaters und einer deutschen Mutter. Laut Spiegelimpressum hat Herr Musharbash Arabistik studiert. Das Studium erfolgte unter anderem an der Bir Zeit-University in den Palästinensischen Gebieten. Ich darf also unterstellen, dass er Grundkenntnisse des Islam hat. Jedenfalls spielt er sich als Islamlehrer auf, indem er Noten über Islamkenntnisse verteilt. Er gibt also selber vor Islamkenntnisse zu besitzen.

Vor diesem Hintergrund meine ich, dass der von Ihm veröffentlichte Artikel Lügenpropaganda ist. Er ist eine Lüge, weil der Autor wissentlich die Unwahrheit sagt und die Öffentlichkeit täuscht.

"Man muss nicht allzu weit blättern, um das erste Mal mit dem Kopf zu schütteln: Was hat man von einem "Grundkurs Islam" zu halten, in dem den Zuhörern vermittelt wird, dass es im Islam "keine Trennung zwischen Kirche und Staat" gebe und "der Islam für Westler nur schwer verständlich" sei?"

Hiermit soll die Öffentlichkeit getäuscht werden. Das Kopfschütteln des Autors insinuiert, dass seine Frage rethorisch gemeint ist. Denn der Islam kenne die Trennung zwischen Kirche und Staat. Fals er sich mit den Unterschied zwischen Kirche und Moschee herausreden will, kann man ihm auch keine redlichen Absichten unterstellen. Jeder Leser unterstellt hier, dass mit Kirche hier lediglich ein Gotteshaus gemeint ist. Der Täuschungsversuch ist eindeutig. Diese Form der Manipulation nennt man Kitman: Etwas nach außen verkünden mit einer Täuschungsabsicht aber innerlich etwas anderes meinen.

Schließlich handelt es sich um Propaganda, weil es eine zur Beeinflussung und Manipulation der Öffentlichkeit eingesetzte Werbetechnik ist, mit dem Ziel der Herrschaftssicherung. Der Schutz unseres Staates beruht vor allem auf der Effektivität der Staatsgewalt, die im Landesinneren von den Polizeidiensten und dem Verfassungsschutz gewährleistet wird. Hier soll also Einfluss auf den Verfassungsschutz und die Bundespolizei eines befreundeten Staates, der USA genommen werden.

Die Ausbildung der Staatsorgane soll derart manipuliert werden, dass ein effektiver Schutz vor islamistischen Staatsfeinden konterkariert wird. Der Schutz setzt nämlich Kenntnisse der Ideologie der Staatsfeinde voraus. Die Öffentlichkeit soll nunmehr durch Fehlinformationen dazu manipuliert werden, im Sinne der Islamisten, die Ausbildung der Staatsorgane zu sabotieren.


Lieber Spiegel, ich möchte Ihnen empfehlen, keine weiteren Artikel von diesem Autoren zu veröffentlichen. Neben den inhaltlichen Fehlern ist er auch sprachlich vollkommen misslungen.

"Islamkunde? Sechs, setzen!"

In dieser Sprache kanzeln Penäler einander ab. Das ist kindisch. Was mit dem folgenden Zitat bestätigt wird:

"Sollte es sich um das Referat eines Grundschülers handeln, ..."

Die Geisteshaltung des Autoren ist nicht nur kindisch, sie ist meiner Meinung nach auch bedenklich. So mockiert er sich über die:

"die Paten des Dschihad"

Er setzt das in Anführungszeichen, um anzudeuten, dass er mit dieser Charakterisierung der genannten Personen nicht einverstanden ist. Ich möchte sie bitten, zu recherchieren, um wen es sich dabei handelt:

Hassan Al Banna,
Abdullah Azam,
Sayed Qutb und
Sayyid Maududi.

Die Bezeichnung "Paten des Jihad" haben sich diese Autoren redlich verdient.

Mir ist dann noch die folgende Formulierung negativ augestoßen:

"Stattdessen das islamistische Standardwerk "Meilensteine" von Sayyid Qutb, das ohne Kontextliteratur im Grunde nicht einzuordnen ist."

Ich wüsste nicht, weshalb ein FBI-Agent das islamistische Standardwerk Sayed Qutbs nicht ohne die "Kontextliteratur" lesen darf;-) Auch hier erfolgt keine klare Distanzierung des Autors von den Werken. Dass es sich dabei nicht, um einen Standardkommentar des Koran sondern das Propagandawerk eines Jihadisten handelt, ergibt sich ja bereits aus der Einordnung Qutbs als Paten des Jihad.

Dahinter steht offenbar der Wunsch durch "Einordnung" des Werkes, einen bestimmten Eindruck oder ein bestimmtes Verständnis zu vermitteln. Der Wunsch, die Gedanken des Lesers zu manipulieren, tritt hier offen zu Tage. Eine klare Distanzierung von den Inhalten des Werkes sieht anders aus. Im Gegenteil, die "Einordnung" dient offenbar der Apologetik.

Der Autor Qutb hat seine Propagandaschrift so geschrieben, dass sie für sich wirken kann und soll. "Meilensteine" soll die Strategie dafür erklären, dass der Islam wieder zu alter Stärke und altem Ruhm aufersteht. Es ist eines der einflussreichsten und meistgelesenen Bücher der islamischen Welt.

LG


Diracdamm

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