Der Felsendom und Wikipedia

Ich möchte nur eine Diskussion zwischen Wikipedia-Usern über die Bedeutung der Inschrift im Felsendom archivieren. Die Wikipedia weigert sich den Forschungsstand über dessen Bedeutung auch nur zu diskutieren. Auch hier scheint die "Political Correctness" oder auch islamophile Geschichtskliterung vor der Wahrheit zu stehen. Jedenfalls wurden rationale Argumente nicht erwidert. Statt dessen wurden der Useraccount gesperrt ohne jegliche Begründung:










Bedeutung der Inschrift [Bearbeiten]

Ich möchte fragen, ob es sinnvoll wäre, neueste Forschungen zum Felsendom in den Artikel einzufügen. Es gibt eine neue Übersetzung der Inschrift von Christoph Luxenberg, die von der hier dargestellten in zwei wichtigen Details abweicht. Ferner gibt es weitere archäologische und numismatische Forschungsergebnisse, die eine andere Interpretation nahelegen. Ich berufe mich auf dieses Buch: http://www.amazon.de/Islam-historisch-kritische-Rekonstruktion-zeitgen%C3%B6ssischer-Quellen/dp/3899300904 -- Zt3hnuio 15:40, 21. Aug. 2011 (CEST)
So wie ich den Orientalisten kenne, werden wissenschaftliche Forschungsergebnisse nicht berücksichtigt, wenn sie von seinem Weltbild abweichen. Dass in der Inschrift im Felsendom mehrfach der Prophet des Islam angerufen werde, ist eine unfundierte Behauptung. Wer der "Muhammad" seien soll ist vollkommen unklar. Über irgendwelche biographische Daten Mohammeds erfahren wir auch nichts, gar nicht, NULLKOMMANICHTS!!
Allerdings erfahren wir eine Menge über Jesus Sohn der Maria. Er wird auch zweimal ausdrücklich als Rassoul (Bote) benannt. Es scheint auch recht widersinnig, dass sich eine islamische Inschrift theologisch ausschließlich mit der Natur Jesu beschäftigt. Denn das ist das Thema der Felseninschrift. Die zentrale Inschrift eines islamischen Baues müsste sich mit den zentralen Glaubensinhalten des Islam befassen. Jesus ist zwar auch ein Prophet im Islam, aber die zentrale Figur ist Mohammed Bin Abdallah. Man sollte auch irgendetwas von dem Religionsgründer erfahren. Das tun wir nicht. Wer mehr dazu erfahren möchte, der möge sich dieses Video auf Youtube anschauen. http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=lUhoZFTNE9g; Zt3hnuio 19:32, 30. Dez. 2011 (CET)
weder mein "Weltbild" ist hier gefragt, noch irgendweche Hypothesen von Leuten, wie Ohlig, der nicht mal Arabisch lesen kann. Die zentrale Inschrift beschäftigt sich sehr wohl mit den grundsätzlichen Glaubensinhalten des Islam. Das ist Tauhid - und eine Polemik gegen die christliche Umgebung. Den Art. muß man dann schon genau lesen. Youtube ist keine Quelle und wird in der Zukunft auch nicht sein. Nachtrag: auf den bull## von Ohlig&Luxenberg braucht man nicht einzugehen. "Muḥammadun" ist für sie nur ein Part. Passiv: "gelobt ist..." und kein Eigenname. Anschließend Subjekt: rasūlu ʾllāhi /ʿabdu ʾllāhi. Die Wortfolge ist syntaktisch nicht nachvollziehbar. Nach dem Geschmack dieser Titanen müßte es heißen: rasūlu ʾllāhi /ʿabdu ʾllāhi muḥammadun.(Der Gesandte Gottes/der Diener Gottes ist gelobt) Das steht aber nicht dort. Aber Blinden (die Arabisch nicht können) hier die Farben zu erklären, wäre sinnlos.--Orientalist 22:40, 30. Dez. 2011 (CET)
Die Hypothese stammt aber nicht von Ohlig sondern von Christoph Luxenberg, der nicht nur Arabisch sondern auch aramäisch nahezu perfekt beherrscht. Die Inschrift im Felsendom beschäftigt sich theologisch ausschließlich mit der Natur Christi. Das ist für den Islam absolut sekundär. Die Zentrale Figur des Islam ist Mohammed Bin Abdallah. Von dieser Person erfahren wir NullKOMMANICHTS aus der Inschrift im Felsendom. Bitte nennen sie mir ein Lebensdatum oder Ereignis aus Mohammeds leben, das wir aus dem Felsendom erfahren? Nichts! Von Jesus erfahren wir, dass er der Sohn der Maria ist, dass er der Messias und Gesandte Gottes ist. Dass er gestorben und von den Toten auferstanden ist. Die Inschrift im Felsendom richtet sich auch nicht an Muslime sondern an Christen: "Ya 'hl-l-Kitab!!", Oh Leute des Buches. Muslime werden überhaupt nicht angesprochen. Die Wortfolge ist syntaktisch sehr wohl nachvollziehbar, aber dazu bedarf es Grundkenntnisse in arabischer Grammatik, die sie offensichtlich nicht besitzen. Ich zitiere deshalb mal gerne die Erwiderung auf diesen Eiwand. "Tilman Nagel behauptet, dass eine Form wie muhammad niemals am Anfang eines Satzes als Prädikatsnomen stehen könne, wie man es schon im arabischen Elementarunterricht lerne. Hätte Nagel noch einen Forbildungskurs im Arabischen genommen, hätter er auch gelernt, dass solche gerundivisch zu verstehenden Partizipien durchaus am Anfang eines Satzes stehen können, wenn sie besonders betont sind. z.B. in der arabischen Version des "Gegrüßest seist du, Maria..." mubarakatum anti bayna n-nisai'i" Jetzt sind sie wahrscheinlich mit Ihrem Latein (Arabisch) am Ende, werter Orientalist. Aber ich erwarte von Ihnen keine Einsichtsfähigkeit. Ich erwarte von Ihnen wissenschaftlichen Anstand, der es gebietet, diese wissenschaftlich fundierte Interpretation zumindest in diesem Artikel zu diskutieren.-- Zt3hnuio 16:03, 31. Dez. 2011 (CET)
Lehn dich mal einfach nicht zu weit aus dem Fenster. --Marcela Miniauge2.gif 16:21, 31. Dez. 2011 (CET)
erstens: man diskutiert im Art. keine ungelegten Eier, die vom Stand der Forschung nicht anerkannt sind. Ohlig/Luxenberg zwei Seiten einer Medaille. zweitens: mubarakatum anti bayna n-nisai'i" ist sehr fehelrhaft geschrieben und es heißt nicht: "Gegrüßest seist du, Maria..." Definitiv nicht. drittens: die Satzkonstruktion ist anders als Muhammadun ʿabdu ʾllāhi. viertens: wo steht ein solcher Satz? Koran ist es nicht. Also: überflüssiges ergoogeltes "Wissen". --Orientalist 17:00, 31. Dez. 2011 (CET)
Was verstehen sie unter ungelegten Eiern? Die Eier sind gelegt und seit Jahren hat noch niemand das wissenschaftlich widerlegen können.Vielleicht lesen einmal eine arabische Bibelübersetzung, da werden sie im Markusevangelium lesen: "mubarakun al-ati bi-smi -r-rabb" Wollen sie weitere Nachweise haben, oder reicht das? Im Übrigen können sie auch problemlos übersetzen, Der Gepriesene (mohammed) ist der Diener und Bote Gottes. Sie behaupten, es handele sich bei dem Gepriesenen um den Mohammed, geboren in Mekkah, emigriert nach Medina, als Krieger erfolgreich nach Mekka zurückgekehrt usw........ Der Text des Felsendoms gibt aber keinerlei Anhaltspunkt dafür. Es wird aber gleich zweimal klargestellt, um wen es sich handelt. Ich zitiere: "Denn der Messias, Jesus, Sohn der Maria, ist der Gesandte Gottes." und noch eine Stelle: "Allah, segne deinen Gesandten und Knecht Jesus, _Sohn der Maria." Hier wird sogar die exakte Formulierung wieder aufgegriffen und der Knecht (Abdallah) und Bote (Rassoul) mit Jesus gleichgesetzt. Sie können natürlich Ihre Augen davor verschließen, aber sich zu weigern diese Interpretation auch nur zu berücksichtigen, widerspricht wissenschaftlichem Anstand und wissenschaftlicher Fairness.-- Zt3hnuio 17:15, 31. Dez. 2011 (CET)
es ist Silvester - aber noch zu früh. Hast Du was schon getrunken? Weißt Du wie es im Arabischen mit Kopula funktioniert? Offenbar nicht. Guten Rutsch! Nichts für Ungut.--Orientalist 18:03, 31. Dez. 2011 (CET)
Und da verschwand der Orientalist, ohne eine sinnvolle Replik;-) Man merke sich: Es kommt nicht darauf an, Argumente zu haben; denn Argumente hat er keine. Ich wiederhole noch einmal den zentralen Einwand: "So wie ich den Orientalisten kenne, werden wissenschaftliche Forschungsergebnisse nicht berücksichtigt, wenn sie von seinem Weltbild abweichen. Dass in der Inschrift im Felsendom mehrfach der Prophet des Islam angerufen werde, ist eine unfundierte Behauptung. Wer der "Muhammad" seien soll ist vollkommen unklar. Über irgendwelche biographische Daten Mohammeds erfahren wir auch nichts, gar nicht, NULLKOMMANICHTS!!" Das blieb im Wesentlichen unwidersprochen. Er hat keinerlei Argument dafür angeführt, weshalb es sich bei Mohammed um den Mohammed der islamischen Legende handelt, dessen biographische Daten erst in Bücher aus dem frühen 9.ten Jahrhundert bekannt sind. Aus dem Koran erfahren wir nichts aus dem Leben Mohammeds. Ich habe meine Meinung im Gegensatz dazu fundiert. Guten Rutsch;-) Nehmen sie einen tiefen Schluck aus der Flasche, damit Sie Ihre Nachtruhe finden. -- Zt3hnuio 18:20, 31. Dez. 2011 (CET)
ich habe eine bescheidene Frage nach der Funktion der Kopula im Arabischen gefragt. Sehr konkret und aus guten Gründen. O-Ton: Aus dem Koran erfahren wir nichts aus dem Leben Mohammeds - das ist dummes Zeug! --Orientalist 18:37, 31. Dez. 2011 (CET)
Was sollen diese Kopulamätzchen? Bestreiten sie das Mohammed der Gepriesene heißt? A propos Mohammed und der Koran: Steht im Koran, wo Mohammed geboren wurde? Steht im Koran, wer sein Vater, wer seine Mutter war? Steht im Koran, wann er geboren wurde? Steht im Koran, dass Mohammed nach Medina emigriert ist?.... Was steht überhaupt im Koran über das Leben Mohammeds? Schlagen sie das Buch auf und lesen sie kritisch. Aber schielen sie nicht in die Sira! Die Biographischen Daten Mohammeds stammen letztlich alle aus der Sira. Schreiben sie mal eine Biographie Mohammeds ohne Rückgriff auf die Sira. Das ist noch niemandem gelungen, auch nicht Herrn Nagel und Ihnen wird es erst recht nicht gelingen.-- Zt3hnuio 18:44, 31. Dez. 2011 (CET)
so: bei so viel bullshit durch den unbekannten user kann diese Seite archiviert werden. EOD. --Orientalist 18:47, 31. Dez. 2011 (CET)
Na bitte, das ist die endgültige Kapitulation des Orientalisten. Jetzt muss die Seite sogar entfernt werden, damit niemand sieht, wie er sich blamiert hat. Das spricht für sich und gegen den Orientalisten. Er bestätigt genau das, was ich Eingangs erwähnt habe. Er lässt nur seine Meinung gelten und keine andere, selbst wenn sie wissenschaftlich fundiert ist und von international renommierten Wissenschaftlern vertreten werden. -- Zt3hnuio 18:51, 31. Dez. 2011 (CET)
Wieso kommt mir dieser destruktive Diskussionsstil so verdammt bekannt vor? Wer sich hier blamiert, das steht auch auf einem anderen Blatt. --Marcela Miniauge2.gif 19:55, 31. Dez. 2011 (CET)
Fragen sie mal den Orientalisten, weshalb er hier nicht konstruktiv argumentiert. Ich habe hier bereits eine Ausführliche Begründung nebst Verweisen auf wissenschaftliche Literatur geliefert. Ich habe auch seinen Einwand hinsichtlich der Satzposition "mohammed" klar beantwortet und zwar in zweifacher Weise. Der Orientalist hat auf keine meiner Einwände geantwortet. Statt dessen spricht er von Dummen Zeug und Ähnlichem. Wieso? Weil er keine Argumente hat. Dabei ist es gar nicht seine Aufgabe hier seine Meinung durchzudrücken. Der Artikel soll den Wissensstand zur der Interpretation der Inschrift aufzeigen. Die Interpration des Orientalisten ist nicht unumstritten und es gibt eine Gruppe international rennomierter Wissenschaftler, dessen Meinung er nicht respektiert.-- Zt3hnuio 20:06, 31. Dez. 2011 (CET)
es ist von Orientalist nicht akzeptabel, diese Diskussion für beendet zu erklären. Ist sie nämlich nicht.--Tscharmaut 20:18, 31. Dez. 2011 (CET)
Ich zitiere jetzt einmal den niederländischen Orientalisten Hans Jansen über Mohammed und den Koran: "Buchstäblich alles, was über Mohammed bekannt ist, geht auf ein Buch eines gewissen Ibn Ishaq("der Sohn des Isaak, 704-767) zurück, der in Medina geboren wurde, eine Zeit in Kufa verbrachte und in Bagdad starb. Dieses Werk wurde wahrscheinlich gegen 750 im Irak geschrieben. Alle entyklopädischen Artikel und akademischen, erbaulichen oder populären Beschreibungen von Mohammeds leben gehen, im Westen wie im Osten, ohne Ausnahme auf Ibn Ishaq zurück. Auch die Koranverse, die als Hinweise auf Ereignisse aus dem Leben des Propheten betrachtet werden, sind das nur, weil Ibn Ishaq es sagt. Die fraglichen Koranverse könnten sonst auch ganz anders verstanden werden. ..." Hans Jansen, Mohammed eine Biographie, Seite 19. Aber weil der Orientalist das für Unfug hält, muss es Unfug sein. Denn wer ist schon Hans Jansen im Vergleich zum Orientalisten? Gelle? Hier sollen keine Glaubensdogmen breitgetreten werden, sondern der wissenschaftliche Kenntnnisstand gehört hier rein. Das wird aber systematisch vom Orientalisten konterkariert, weil er sein Glaubensbekenntnis in die Wikipedia schreiben will. -- Zt3hnuio 20:44, 31. Dez. 2011 (CET)
Noch eine kleine Anmerkung von mir: Die Biographie des Ibn Ishaq liegt uns lediglich in einer bearbeiten Versionen vor, nämlich von Ibn Isham, gestobren 830 und Tabari, gestorben ca. 930. Das sind die ältesten Zeugnisse des Propheten Mohammed. Sie sind 200 Jahre oder mehr nach seinem Tod aufgezeichnet worden. Ob es diesen Ibn Ishaq wirklich gegeben hat ist auch fraglich, denn das Werk erscheint nicht aus einem Guss geschrieben sondern wie der Koran eine Textsammlung zu sein. Auch sein alttestamentarischer Name Sohn des Isaak scheint darauf hinzudeuten, dass dieser Mann eher der Legende als der Wirklichkeit zuzuordnen ist. -- Zt3hnuio 20:52, 31. Dez. 2011 (CET)
auch dieser Abschnitt kann wegen Unfugs archiviert werden. Eindeutiges Vandalenbenehmen. EOD--Orientalist 21:07, 31. Dez. 2011 (CET)
Bitte erläutern sie, was daran Vandalismus seien soll, denn ich zitiere wissenschaftliche Literatur.-- Zt3hnuio 21:09, 31. Dez. 2011 (CET)
Ich fasse jetzt einmal die inhaltlichen Diskussionsbeiträge des Orientalisten zusammen. 1. Mohammed kann als Prädikat nicht am Satzanfang stehen. Das ist nachweislich falsch und man muss Mohammed auch nicht als Prädikatsnomen auffassen. 2. Dummes Zeug. 3. Unfug. 4. Bullshit, 5. Vandalismus... Ich glaube, wenn das so weiter geht, dann sollte man sich fragen, ob der Orientalist die geeignete Person zu Verwaltung von Wikipedia-Artikeln ist.-- Zt3hnuio 21:15, 31. Dez. 2011 (CET)
bitte weitergehen, es gibt nichts zu sehen. --Marcela Miniauge2.gif 21:20, 31. Dez. 2011 (CET)
Dieser Abschnitt kann archiviert werden. Marcela Miniauge2.gif 21:20, 31. Dez. 2011 (CET)
Kann er nicht; eine inhaltliche Diskussion wird von Orientalist verhindert.--Tscharmaut 21:35, 31. Dez. 2011 (CET)
doch, doch, das kann man: nach diesem Mist hier: nämlich von Ibn Isham, gestobren 830 und Tabari, gestorben ca. 930. Das sind die ältesten Zeugnisse des Propheten Mohammed. Sie sind 200 Jahre oder mehr nach seinem Tod aufgezeichnet worden. Ob es diesen Ibn Ishaq wirklich gegeben hat ist auch fraglich, usw.
so ein bull# gehört nicht mal auf die Diskuseite. Hier diskutieren zwei Sockenpuppen miteinander....Solange dies auf der Artikelseite nicht merkbar wird...sei es drum...aber hier sind solche unterirdischen Positionen inhaltlich genausowenig vertretbar, denn diese Disku- Vandalen haben vom isl. Überlieferungswesen keine Ahnung.
also wie oben. weg damit, archivieren--Orientalist 23:05, 31. Dez. 2011 (CET)
Wieder verweigert sich der Orientalist einer inhaltlichen Diskussion und wird ausfallend. Ich habe den Artikel in keiner Weise berührt, sondern eine inhaltliche Diskussion angestoßen. Deshalb ist der Vorwurf "Vandalismus" an den Haaren herbeigezogen. Ich zitiere nur einmal sein Vokabular: "Mist, Bullshit, Sockenpuppe, Disku-Vandale, unterirdisch". Wer so ausfallend wird, der sollte jetzt ein Schluck Bier nehmen und sich beruhigen. Aber ein inhaltlicher Diskurs ist mit dem Orientalisten in diesem Zustand unmöglich. Offenbar habe ich Ihn zutiefst verletzt, was aber nicht meine Absicht ist oder war. Ich möchte einen Wikipedia-Artikel der die neuesten Forschungsergebnisse zum Felsendom zumindest berücksichtigt. Ach ja, vielleicht schaut der Orientalist noch einmal genauer in den Dom, da findet er in der Dekoration die verhassten Luxenbergischen Weintrauben. -- Zt3hnuio 23:15, 31. Dez. 2011 (CET)
EOD. Bitte beachten: EOD.--Orientalist 23:21, 31. Dez. 2011 (CET)
Ich verstehe nicht, was sie meinen. Was heißt EOD? Ich finde, dass ein respektvoller Umgang auch auf den Diskussionsseiten geboten ist. Sie weichen durch Ihre Sprache und Ihre persönlichen Angriffe von dieser Maxime ab.-- Zt3hnuio 23:28, 31. Dez. 2011 (CET)
Nachdem hier so einiges wiederum als Mist bezeichnet wurde, was ich gesagt habe, zitiere ich jetzt die Wikipedia in dieser Hinsicht:"Ibn Hischām, ... (* in Basra; † 8. Mai 829 oder 834 in Fustat), war ein arabischer Historiker, Grammatiker und Genealoge." http://de.wikipedia.org/wiki/Ibn_Hisch%C4%81m Mit dem Jahr 830 als Todesjahr liege ich wohl nicht ganz falsch. Die Angaben der Wikipedia umfassen die Jahre 829 bis 834 als Todesjahr. Wie war das mit Tabari? "Abû Dscha'far Muhammad Ibn Dscharīr Ibn Yazīd at-Tabarī,... genannt at-Tabarī (* 839 in Amol, Tabaristân; † 19. Januar 923 in Bagdad), war ein bedeutender islamischer Historiker und Gelehrter persischer Abstammung. Über sein Leben sind nur wenige Daten erhalten." http://de.wikipedia.org/wiki/Tabari Also mit der Angabe CA. 930 als Todesjahr scheine ich auch nicht ganz falsch gelegen zu haben. Ich habe also nachweislich keinen "Mist" erzählt. Entscheidend ist auch nicht, ob die Autoren 200 oder 250 Jahre nach dem vermeintlichen Tode Mohammeds geschrieben haben. Entscheidend ist, dass der zeitlich Abstand ganz erheblich ist und ich habe die Größenordnung dieses zeitlichen Abstandes richtig benannt. Der zeitliche Abstand ist so groß, dass diese Quellen als historische Quellen nahezu wertlos sind. Aber auf diese Quellen muss sich der Orientalist berufen, um zu begründen, dass die Inschrift des Felsendoms dem Mohammed der islamischen Legende anspricht. Luxenbergs Interpretation beruht allein auf der Inschrift selber. Das sollte übrigens der Ausgangspunkt jeder Textinterpretation sein, nämlich der Urtext selber und nicht irgendwelche Dokumente, die jahrhunderte später geschrieben wurden. Das ist das Einmaleins der Textexegese. Ich kann auch nicht verstehen, weshalb der Orientalist hier so um sich schlägt. Ich werde mir von Ihm auch nicht den Mund verbieten lassen, falls er das mit EOD (End of discussion?) meint. Die Wikipedia steht nicht für Zensur sondern für Meinungsfreiheit. Auf den Diskussionsseiten soll man sachliche über den Artikel diskutieren und Verbesserungsvorschläge bringen. Genau das tue ich. Als Reaktion werde ich hier aufs übelste beschimpft und die Diskussion soll beendet werden, weil ich mich dem Orientalisten nicht unterwerfe. Auf sachliche Fragen und Einwände meinerseits antwortet er einfach nicht. Beiträge meinerseits werden als Bullshit bezeichnet, obwohl ich sie anhand von wissenschaftlichen Quellen untermauere. Auch der flehentliche Hinweis, dass hier nichts zu sehen gäbe, scheint mir mit einer freiheitlichen und demokratischen Gesinnung unvereinbar zu sein. Dieser Gesinnungsterror hat in der Wikipedia nichts zu suchen. Es muss möglich sein, hier rational über einen Text zu diskutieren. -- Zt3hnuio 00:33, 1. Jan. 2012 (CET)
Ich wünsche Euch allen ein gutes neues Jahr 2012. Und Du, Zt3hnuio, such Dir bitte irgendwo anders ein Diskussionsforum, es gibt genügend davon im http://www. -- ⅃ƎƏOV ИITЯAM WW 01:16, 1. Jan. 2012 (CET)
Ja Danke, ebenfalls frohes neues. Ich lasse mir von Ihnen übrigens nicht den Mund verbieten. Diese Diskussionsseite ist dazu da, rational über den vorliegenden Artikel zu diskutieren und Verbesserungen vorzuschlagen. Genau das tue ich. Was nehmen sie sich hier heraus sich als Zensurbehörde aufzuführen? Ist das ein sachlicher Beitrag? Nein! -- Zt3hnuio 01:23, 1. Jan. 2012 (CET)
Das interessante ist, dass ich hier der einzige bin, der hier Quellen zitiert. Ich habe die Wikipedia selber zitiert. Ich habe Hans Jansen zitiert, ich habe Christoph Luxenberg zitiert und ich habe aus einem gemoeinschaftlichen Artikel der Autoren Groß, Ohlig, Popp und Puin zitiert, nämlich aus em Einleitungskaptiel von "Vom Koran zum Islam"; Schriften zur Frühgeschichte und zum Koran. Das war das erste Zitat betraf die Wortstellung von "Mohammed". Ich berufe mich also insgesamt auf 6 verschiedene wissenschaftliche Autoren. Als Reaktion schmettert man mir entgegen: Dummes Zeug, Unfug, Bullshit, Vandalismus, EOD (End of Discussion = Halts Maul) und schließlich 6. Hau ab! Das ist Wikipedia 2012, frohes Neues!-- Zt3hnuio 01:39, 1. Jan. 2012 (CET)
Ach, Zt3hnuio. Hier bezweifelst du die Existenz von Ibn Ishaq und berufst dich dabei auf einen Luxenberg, den es mit Sicherheit nicht gibt. Es gibt da einen Anonymus, der sich so nennt und gerade mal soviel Arabisch kann wie ich, also kaum etwas. Sowas ist keine ernstzunehmende Quelle. Unser Orientalist kann Arabisch, wesentlich besser als du und ich, und ist wirklicher Fachmann auf seinem Gebiet. Wo ich dir recht geben muss, ist, dass er häufig mit unschönen Worten um sich wirft, weswegen ich mich auch schon oft über ihn geärgert habe. Aber in deinem Falle hat er recht, auch wenn man das freundlicher ausdrücken könnte. -- ⅃ƎƏOV ИITЯAM WW 03:34, 1. Jan. 2012 (CET) Übrigens: mit EOD liegst du in deiner Vermutung richtig.
Ach so, weil der Mann um sein Leben fürchtet und deshalb unter einem Pseudonym veröffentlicht, gibt es Ihn nicht? Das wird ja immer toller hier! Ibn Warraq gibt es dann wohl auch nicht, obwohl er auch unter einem Pseudonym veröffentlicht aus demselben Grunde. Der Rest sind persönliche Angriffe auf Luxenberg, die in keiner Weise fundiert sind. Wiederum hast du keinerlei Belege für Deine Behauptungen! Wenn du dich an der Diskussion beteiligen willst, dann zitiere die wissenschaftliche Literatur. Ich habe das hier getan. Was der Orientalist kann oder nicht kann, kann man dieser Diskussionsseite entnehmen. Einen sachlichen Dialog kann er jedenfalls nicht führen. Er hat sich nicht nur unfreundlich ausgedrückt, er war absolut unverschämt und ich habe Ihn gleich mehrfach fachlich widerlegt!-- Zt3hnuio 03:47, 1. Jan. 2012 (CET)
So, ich geh jetzt ins Bett. Dass ich mich in der Sylvesternacht überhaupt mit so etwas beschäftige ... -- ⅃ƎƏOV ИITЯAM WW 04:00, 1. Jan. 2012 (CET)
A propos Ibn Ishaq:
Lediglich eine Frage habe ich bei Jansen vermisst: Wie auch sonst üblich wird der Behauptung Ibn Hischams Glauben geschenkt, er habe eine viel ältere Vorlage eines Abu Ishâqs benutzt. Muss aber nicht diese These als literarischer und theologischer Topos angesehen werden, um der eigenen Geschichtensammlung und –produktion (im 9. Jahrhundert) ein höheres Alter und damit eine größere Autorität und Glaubwürdigkeit zu verleihen? Nach dem Zeugnis der zeitgenössischen Quellen aber kann um 750, die von Jansen angenommene Abfassungszeit von Abu Ishâq, diese bunte Fülle von Mohammedgeschichten noch nicht vorgelegen haben.
http://www.inarah.de/cms/rezension-zu-hans-jansen-mohammed-eine-biographie.html -- Zt3hnuio 04:06, 1. Jan. 2012 (CET)
Das, was hier abläuft, das wird ein Nachspiel haben, das verspreche ich Euch! -- Zt3hnuio 04:12, 1. Jan. 2012 (CET)
Und noch einmal eine Breitseite für unseren (Pseudo)Orientalisten:
http://www.inarah.de/cms/anmerkungen-zur-kritik-an-inarah.html
"3.4 Zum Terminus „Muḥammad“ als Epitheton für Jesus
Auch das nach Ansicht der Autoren ursprünglich als Epitheton für Jesus verwendete Partizip Perfekt bzw. Gerundivum „muḥammad – der zu Lobende, der Gepriesene“ werden von Daniel Birnstiel und Tilman Nagel anders gesehen. Letzterer behauptet13, dass eine Form wie muḥammad niemals am Anfang eines Satzes als Prädikatsnomen stehen könne, wie man es schon „im arabischen Elementarunterricht“ lerne.
Hätte Nagel noch einen Fortbildungskurs im Arabischen genommen, hätte er auch gelernt, dass solche gerundivisch zu verstehenden Partizipien durchaus am Anfang eines Satzes stehen können, wenn sie besonders betont sind, z.B. in der arabischen Version des „Gegrüßet seist du, Maria ...“:
mubārakatun anti bayna n-nisāʾi eine gesegnete (bist) du unter den Frauen
Da gerade die Verwendung der Form muḥammad als Epitheton für Jesus das größte kritische Echo in der Fachwelt ausgelöst hat, folgt noch einmal eine kurze Zusammenfassung der Belege aus dem Felsendom14:
Hier findet man folgende Wortfügungen15:
محمد عبد اللـه ورسوله
muḥammad(un) ʿabd(u) llāh(i) wa-rasūluh(u)
Zu loben ist (gelobt sei) der Knecht Gottes und sein Gesandter
also: der zu Lobende (muḥammad) = der Knecht Gottes (ʿabd allāh) = der Gesandte (rasūl)


انما المسيح عيسى ابن مريم رسول اللـه
in(na)mā l-Masīḥ(u) ʿĪsā bn(u) Maryam rasūl(u) llāh(i)
Denn Christus Jesus, Sohn der Maria, ist der Gesandte Gottes


also: Christus Jesus, Sohn der Maria (Masīḥ(u) ʿĪsā bn(u) Maryam) = der Gesandte (rasūl)


لن يستنكف المسيح ان يكون عبد اللـه
lan yastankif(a) l-Masīḥ(u) an yakūn(a) ʿabd(a) llāhi (= Sure 4:172).
Christus wird es nicht missachten, Gottes Knecht zu sein


also: der Messias (Masīḥ) = der Knecht Gottes (ʿabd(a) llāhi)
Ein ähnlicher Wortlaut findet sich in Sure 19:30:
„Er (Jesus) sprach: Ich bin der Knecht Gottes, er gab mir die Schrift und machte mich zum Propheten .“


اللهم صلي على رسولك وعبدك عيسى ابن مريم
allāh(u)m ṣallī ʿalā rasūl(i)k(a) wa-ʿabd(i)k(a) ʿĪsā (i)bn(i) Maryam
Herrgott, segne deinen Gesandten und Knecht Jesus, Sohn der Maria
also: der Gesandte (rasūl) = dein Knecht (ʿabd(i)k(a)) = Jesus, Sohn der Maria (ʿĪsā (i)bn(i) Maryam)


Wir rekapitulieren also die Gleichsetzungen:
der zu Lobende (muḥammad) = Knecht Gottes (ʿabd allāh) = der Gesandte (rasūl)
   Christus Jesus, Sohn der Maria (Masīḥ(u) ʿĪsā bn(u) Maryam) = der Gesandte (rasūl)
   der Messias (Masīḥ) = der Knecht Gottes (ʿabd(a) llāhi)
   der Gesandte (rasūl) = dein (d.h. Gottes) Knecht (ʿabd(i)k(a)) = Jesus, Sohn der Maria (ʿĪsā (i)bn(i) Maryam)


Wendet man unvoreingenommen die Grundregeln der Aussagenlogik an, so kommt man zu einem einfachen Ergebnis:
Die Epitheta betreffen alle ein und dieselbe Person, nämlich Jesus." -- Zt3hnuio 04:56, 1. Jan. 2012 (CET)
Jetzt kommen wir der Sache näher, denn der Stil wird immer "Lysozymer" und "Phoenixer". Der Hobbyorientalist kann es nicht lassen. Ich dachte zunächst, das wäre ein anderer. Aber die Ausdrücke wie "Mund verbieten lassen" u.ä. ist der echte Zungenschlag.
nocheinmal: m.E. Sperrumgeher. Die Seite archivieren. Evtl. user nachprüfen.--Orientalist 09:13, 1. Jan. 2012 (CET)
Sie irren sich. Ich habe weder mit Lysozymer noch mit Phoenixer irgendetwas zu tun. Ich habe auch nicht die Meinung von Hobbyorientalisten, wie Sie einer sind, kundgetan sondern von international renommierten Forschern auf dem Gebiet. Aber ich lasse mir von Ihnen tatsächlich nicht den Mund verbieten, denn genau das ist Ihr Ziel! Eine Ihaltliche Debatte soll mit allen Mitteln verhindert werden, weil sie sie fürchten. Die Wikipedia verkommt so zu einer Zensurbehörde, in der nicht sachlich diskutiert werden darf, sondern in der ein paar User Gesinnungsterror ausüben. -- Zt3hnuio 11:49, 1. Jan. 2012 (CET)
Ach ja, und noch ein schönes Schnipsel von mir: Die Felseninschrift sei eine "Polemik gegen die christliche Umgebung" und ein islamisches Gottshaus. In eine solches Gotteshaus haben Christen in der Regel überhaupt keinen Zutritt! Es ergibt überhaupt keinen Sinn, sich polemisch gegen die Christen zu wenden, wenn die Christen diese Polemik überhaupt nicht rezipieren können: yā ahla l-kitābi; Oh, Leute des Buches!". Dieser Ausruf ist folglich absurd, da die Leute des Buches Ihn niemals zu hören bekommen. Das ist die Interpretation des Orientalisten. Dass man daran berechtigte Zweifel haben darf, ist allzu offensichtlich. -- Zt3hnuio 13:24, 1. Jan. 2012 (CET)
das ist fachlich, islamwissenschaftlich völlig daneben. Bitte die reichhaltige Fachlitertur, wie am Ende des Artikel angegeben, lesen. Sonst wird es wieder mal nix. Bedankt und tschüss.--Orientalist 13:29, 1. Jan. 2012 (CET)
Bitte fangen sie einmal damit an Fachliteratur zu zitieren. Im Gegensatz zu Ihnen habe ich reichlich Fachliteratur zitiert; sie bislang überhaupt nicht. Bisher haben sie hier nur Ihre Meinung kungetan und über alle Fachliteratur gestellt. Auf rationale Einwände gegen Ihre Meinung habe ich bisher lediglich "Unsinn", "Völlig Daneben", usw. als Reaktion vernommen. Letztlich ist es ein rationales Argument gegen Ihre Auslegung, auf dass sie wieder einmal keine rationale Erwiderung kennen. Sie sind zu einem rationalen Diskurs entweder unfähig oder unwillig, ich vermute es ist eine Mischung aus beidem. Letztlich bedeutet es: Orientalist = Schachmatt! -- Zt3hnuio 13:31, 1. Jan. 2012 (CET)
Hier hat einer was geschrieben, dem ich mich nur anschließen kann. -- ⅃ƎƏOV ИITЯAM WW 13:45, 1. Jan. 2012 (CET)
+1 --Marcela Miniauge2.gif 14:03, 1. Jan. 2012 (CET)
Das war eine vernünftige Entscheidung. -- ⅃ƎƏOV ИITЯAM WW 16:55, 1. Jan. 2012 (CET)

Schlussanmerkung von mir: Es gibt zwar Moscheen, die für Nicht-Muslime zugänglich sind. Die Haram des Felsendoms war jedoch unter Muslimischer Herrschaft für Ungläubige verboten. Das heißt Ungläubige durften unter Muslimischer Herrschaft, den Felsendom nicht betreten. Die Frage ist also berechtigt, weshalb die Inschrift der Felsendom die Leute des Buches anruft, wenn sie Felsendom überhaupt nicht betreten dürfen. Das brachte das Fass offenbar vollständig zum Überlaufen, dass der User für diese Frage gesperrt wurde.

Gut, heute habe ich mich dann als User Kloiber in die Diskussion eingemischt. Das Ergebnis sah folgendermaßen aus:

"Laut Wikipedia war Juden und Christen unter islamischer Herrschaft der Zutritt zum Tempelberg verwehrt. http://en.wikipedia.org/wiki/Temple_Mount Es bleibt also die Frage, weshalb die Leute des Buches im Felsendom angerufen werden, obwohl sie ihn überhaupt nicht betreten durften.-- Kloiber 10:53, 2. Jan. 2012 (CET)
die absurde Frage ist schon oben gestellt worden. Es gibt keinen wiss. Beleg, daß die "Schriftbesitzer" den Tempelberg grundsätzlich nicht betreten durften. Die Befestigung stammt aus der osmanischen Zeit. Der Felsendom war in der Gründerzeit ein offener Bau und die Schrift für alle lesbar. Auch im Koran werden die Buchbesitzer x-mal angerufen, selbst wenn sie den Koran nicht lesen konnten. Viele konnten das; in Hira gab es Christen, die im Auftrage der Muslime Koranexemplare angefertigt haben. Laut en:WP - das ist keine Quelle.--Orientalist 11:10, 2. Jan. 2012 (CET)
Nun, ich habe die englischsprachige Wikipedia zitiert. Auch habe ich gelesen, dass Ungläubigen mitterlweile wieder das Betreten des Inneren des Felsendoms verboten ist. Wenn das alles nicht stimmen sollte, dann ist das Anlass dafür die entsprechenden Artikel zu überarbeiten. Die Inschrift im Felsendom richtet sich offenbar an diejenigen Menschen, für die der Felsendom geschaffen wurde. Das sind laut Artikel Muslime. Ferner ist es der heiligste Bezirk nach Mekka und Medina. Auch dort dürfen Ungläubige ihre Füße nicht hinsetzen. Die Frage drängt sich deshalb auf. Ich habe mir jetzt auch den französichsprachigen Artikel zum Felsendom durchgelesen, der auch interessant ist. Dort werden beispielsweise Kontroverse Ansichten über seine Funktion erwähnt. Beispielsweise habe ich folgendes gelesen:
"Il est difficile à l'heure actuelle de connaître précisément les facteurs qui poussèrent le calife omeyyade Abd al-Malik à commander la construction du dôme du Rocher, dont la fonction précise n'est pas déterminée par sa forme ni par ses inscriptions. Plusieurs facteurs, à la fois politiques et symboliques, peuvent être cités."
Auf Deutsch: Es ist derzeit schwierig genau zu erkennen, welche Faktoren den Omayyadenkalifen Abd al-Malik dazu veranlasst haben, den Bau des Felsendoms zu befehlen, dessen genaue Funktion nicht genau bestimmt werden kann, weder anhand seiner Form noch anhand seiner Inschrift. Vielfältige Faktoren, beispielsweise politische, sympolische, könnten angeführt werden.
Das heißt, dass man sich in der Wissenschaft offenbar über die Bedeutung des Baus und seiner Inschrift keinen Reim machen kann. Es erstaunt deshalb nicht, dass hier darüber engagiert diskutiert wird. Die wissenschaftliche Diskussion könnte ja im Deutschsprachigen Artikel auch einen Niederschlag finden. Damit würde ein komplexeres Bild gezeichnet werden als es der Artikel derzeit tut.-- Kloiber 11:40, 2. Jan. 2012 (CET)
ich habe keine Lust mehr, mit einem neuen Diskuaccount zu diskutieren. Im Art. sind die unterschiedlichen Gründe für den Bau wohl erwähnt. Und ein solcher Satz: Die Inschrift im Felsendom richtet sich offenbar an diejenigen Menschen, für die der Felsendom geschaffen wurde. Das sind laut Artikel Muslime. ist wissenschaftlich unterirdisch. In der Inschrift werden klar die Buchbesitzer angesprochen - in diesem Fall die Christen, deren Jesus-Vorstellung vom Koran abweicht. Bedankt und tschüss.--Orientalist 11:55, 2. Jan. 2012 (CET)
Laut Artikel handelt es sich aber um ein muslimisches Gotteshaus. Da scheint es naheliegend davon auszugehen, dass die primären Rezipienten der Inschrift Muslime seien sollen. Aber es ist interessant, dass Sie diese Meinung ablehnen. Ich zitiere deshalb noch mal aus der französischen Wikipedia:
"On peut y voir une affirmation de la grandeur de l'islam à la fois en direction des nouveaux convertis, des musulmans hésitants et des non-musulmans28, mais Myriam Rosen-Ayalon en a montré aussi les tenants eschatologiques afin d'appuyer sa thèse selon laquelle le dôme du Rocher est une préfiguration de la Jérusalem céleste"
Man kann darin (in der Inschrift) eine Affirmation der Großartigkeit des Islams gerichtet an neue Konvertieten, zögernde Muslime und Nicht-Muslime erblicken, aber Myrian Rosen-Ayalon hat gezeigt, dass... Der Felsendom scheint sich also ursprünglich vornehmlich an Nicht-Muslime oder zweifelnde Muslime gewendet zu haben. Das ist etwas seltsam angesichts dessen, dass es sich hier um ein zentrales Heiligtum des Islam handelt.
Der französischsprachige Artikel enthält auch eine sehr interessante Diskussion des Inneren Dekors des Felsendoms. Ich möchte also vorschlagen, das weitgehend zu übernehmen. Ich zitiere:
"Du point de vue de l'iconographie, on note l'absence totale de représentations figurées : ni humains, ni animaux ne sont représentés dans les mosaïques. On trouve par contre de nombreux motifs végétaux (guirlandes, feuilles d'acanthe, rinceaux de vigne, arbres réels et imaginaires, rosettes), et, à l'intérieur des arcades circulaires et octogonales et du tambour du dôme, des bijoux sous la forme de couronnes sassanides et byzantines, de pectoraux et autres joyaux.
La symbolique du décor du dôme a soulevé bien des questions et interprétations ; il semble en effet, étant donné son agencement et son iconographie, que celui-ci n'avait par pour seule vocation d'être ornemental et chatoyant. Oleg Grabar pense que les bijoux peuvent être interprétés comme des symboles de nations défaites suspendus comme des trophées sur les murs (spolia) 24, ainsi qu'on en trouvait à la kaaba, mais beaucoup d'autres lectures, contradictoires ou complémentaires, ont été apportées.
On a souvent rapproché les mosaïques du dôme de mosaïques chrétiennes, comme celles de l'Église de la Nativité à Bethléem, par exemple. En effet, il est assez probable que leurs réalisateurs soient des artistes chrétiens ou musulmans récemment convertis, et formés dans des traditions chrétiennes ou juives."
"Vom Standpunkt der Ikonographie aus betrachtet, bemerkt man das Vollständige Fehlen von figurativen Repräsentationen: Weder Menschen noch Tiere werden auf den Mosaiken dargestellt. Man findet aber viele pflanzliche Motive (Girlanden, Akazienblätter, Weintrauben, echte und imaginäre Bäume, Rosen), und, im Inneren der kreisförmigen Arkaden und Oktagon und am Rand des Doms, Schmuckstücke in der Form von sassanidischen und byzantinischen Kronen, pectorauch(?I und andere Juwelen.
Die Symbolik des Inneren des Domes regt zu vielen Fragen und Interpretationen and; es scheint aufgrund seiner Anordnung und Ikonographie, dass es sich hierbei nicht lediglich um eine ornamentale und schillernde Aufgabe handelt. Oleg Grabar glaubt, dass die Schmuckstücke als Symbole der besiegten Nationen interpretiert werden können, die ...aber viele andere Lesungen, widersprechende oder komplimentierende, sind vorgetragen worden.
Man hat oft die Mosaiken des Doms mit christlichen Mosaiken verglichen, wie jenen aus der Geburtskirche in Bethlehem. Schließlich ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihre Erschaffer entweder christliche Künstler oder frisch konvertierte Muslime waren, die in christlichen und jüdischen Traditionen standen."
Luxenberg hat die Pflanzlichen Motive als Darstellung des Paradiesgartens interpretiert. Wenn niemand Protest erhebt, werde ich das in den Artikel einfügen. -- Kloiber 12:22, 2. Jan. 2012 (CET)
Nur reputable Quellen und ihre genaue Angabe! Grabar, Rosen-Ayalon, Busse sind grundlegend. Vorsicht! Grabar hat seine Ansichten modifiziert. --Orientalist 12:27, 2. Jan. 2012 (CET)
Danach wurde mein Account mit sofortiger Wirkung und folgender Begründung gesperrt:
Hier ist der Benutzer Kloiber. Ich kann mich seit der Ihrer Sperrung nicht anders an sie wenden. Bitte entsperren sie meine Account. Ich habe ein konkrete Ergänzung des Artikels "Felsendom" vorgeschlagen. Es sollten Teile des entsprechenden französischen Artikels übernommen werden. Die entsprechenden Passagen habe ich zum Teil bereits ins Deutsche übersetzt. Ich kann daher nicht erkennen, dass ich gegen irgendwelche Wikipediaregeln verstoßen hätte. Ich verstehe auch nicht den Grund für meine Sperrung. Ich möchte sie daher bitten, die Sperrung aufzuheben, damit der Artikel verbessert werden kann. -- 130.149.194.79 12:55, 2. Jan. 2012 (CET)
WP:VM. mehr gibt es dazu nicht zu sagen. --JD {æ} 12:59, 2. Jan. 2012 (CET)
Der Link enthielt folgenden Abschnitt:

Benutzer:Kloiber (erl.)

Kloiber (Diskussion • Beiträge • Uploads • Sperr-Logbuch • Logbuch) Nachfolgeaccount des gespertten Benutzer:Zt3hnuio. Macht weiter wie gehabt. -- CC 12:25, 2. Jan. 2012 (CET)
Kloiber wurde von JD unbeschränkt gesperrt, Begründung war: Sperrumgehung, keine Besserung erkennbar. –SpBot 12:28, 2. Jan. 2012 (CET)
Nachfolgeaccount soll wohl bedeuten, dass man mich für den User Zt3hnuio hielt, was schlicht nicht stimmt. Die weitere Begründung war: "keine Besserung erkennbar" War für mich allerdings so nicht verständlich. Daraufhin habe ich mir angeschaut, weshalb der Benutzer:ZT3hnuio gesperrt wurde:
Dieser Benutzer ist zurzeit gesperrt. Zur Information folgt ein aktueller Auszug aus dem Benutzersperr-Logbuch:
  • 13:59, 1. Jan. 2012 Septembermorgen (Diskussion | Beiträge) sperrte „Zt3hnuio (Diskussion | Beiträge)“ für den Zeitraum: Unbeschränkt (Erstellung von Benutzerkonten gesperrt, E-Mail-Versand gesperrt, darf eigene Diskussionsseite nicht bearbeiten) ‎ (Kein Wille zur enzyklopädischen Mitarbeit erkennbar: Reiner Diskussionsaccount)
  •  
  • Acha, also kein Wille zur entyklopädischen Mitarbeit erkennbar. Reiner Diskussionsaccount. Zu dem Schluss gelangte der sperrende Admin nach zwei Diskussionsbeiträge von mir, in letzterem habe ich sogar ganz konkrete Verbesserungen am Artikel vorgeschlagen. 
Zwischenzeitlich hatte ich mich an den User Orientalist gewandt, um zu erfahren, was er davon hält. Das war seine Reaktion:

Sperrung Kloiber [Bearbeiten]

Hallo Orientalist, hier spricht der Benutzer Kloiber. Ich kann mich leider nicht anders an Dich wenden. Bitte veranlasse die Aufhebung meiner Sperrung, dammit ich den Abschnitt über das Innendekor im Felsendom wie detailliert vorgeschlagen anfertigen kann. MfG -- 84.38.67.183 13:20, 2. Jan. 2012 (CET)
das kann ich nicht veranlassen. Für Innendekor ist heute die Arbeit von M. Rosen-Ayalon grundlegend. Sie hat erstmals die gesamte Länge des Dekors in Farbe publiziert.--Orientalist 13:23, 2. Jan. 2012 (CET)
Die französiche Wikipedia zitiert auch Rosen-Ayalon. Wir könnten das also übernehmen. Es sind auch zwei sehr schöne Abbildungen dort publiziert. An wen kann ich mich denn hinsichtlich der Sperrung richten? Ich muss hier über einen Proxyserver gehen, weil mir alle Rechte entzogen wurden. Ich kann noch nicht einmal meine eigene Diskussionsseite bearbeiten. Der Gund für meine Sperrung soll sein: (Sperrumgehung, keine Besserung erkennbar) Ich kann die Begründung nicht nachvollziehen. -- 84.38.67.183 13:46, 2. Jan. 2012 (CET)
bei mir bist Du an der falschen Adresse. Du kannst Dich mit dem sperrenden Admin auseinandersetzen.--Orientalist 13:56, 2. Jan. 2012 (CET)
die Übertragung aus der franz. WP wäre ein sehr schlechter Ansatz gewesen. Man benutzt die Originalstudie und nimmt dazu die wiss. Auseinandersetzung durch H. Busse (1991). Jetzt isses echt gut gewesen. --Orientalist 14:08, 2. Jan. 2012 (CET)
Der französiche Artikel ist mit vielen Zitaten belegt. Das kann man übermehen, was man auch sehr häufig bei fransösichsprachigen Artikeln sieht: Dies Abschnitt ist einer Übersetzung aus .... Bislang enthält der Deutsche Artikel überhaupt keine Darstellung des Innendekors. Aber das mal ganz Beiseite: Ist das ein Grund dafür mich zu sperren? Ich werde hier davongejagd und habe gegen keine Wikdipediaregel verstoßen. Ich habe niemanden persönlich Angegriffen. Ich habe keinen Vandalismus betrieben. Ich habe konkrete Verbesserungsvorschläge gemacht. Wenn ich ein Einzelfall bin, dann kann es der Wikipedia egal sein. Aber Werbung macht Ihr so nicht für eine Zusammenarbeit. Ich möchte zumindest wissen, was ich verbrochen habe. Aber selbst das teilt amn mir nicht mit. -- 84.38.67.183 14:22, 2. Jan. 2012 (CET)
siehe diese Seite, ganz oben, im braunen Feld. Hier ist jetzt Ladenschluß.--Orientalist 14:37, 2. Jan. 2012 (CET)
Wie heißt es so schön? Der Ton macht die Musik. Eine Begründung für meine Sperrung gibt es nicht. Ferner ist es in der Wikipedia Usus fremdsprachige Artikel zu übernehmen, wenn es noch keine eigensprachliche Entsprechung gibt. Das war also auch nur vorgeschoben. Eine Begründung dafür, mich zu sperren, war es sicherlich nicht. Schließlich bin ich der Frage nachgegangen, ob "Kein Wille zur enzyklopädischen Mitarbeit erkennbar: Reiner Diskussionsaccount" überhaupt ein Grund zur Sperrung eines Accounts seien kann. Die Wikipedia gibt folgende mögliche Gründe für eine Benutzersperrung an: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Benutzersperrung Ein Administrator kann ohne Antrag sperren, falls Benutzer Also, reiner Diskussionsaccount ist kein ausdrücklicher Sperrgrund. Könnte das ein Verstoß gegen ein Grundprinzip der Wikipedia sein? Was sind die Grundprinzipien:  Unter, was Wikipedia nicht ist wird aufgeführt: 2. Wikipedia dient nicht der Theoriefindung, sondern der Theoriedarstellung. In Artikeln sollen weder neue Theorien, Modelle, Konzepte oder Methoden aufgestellt, noch neue Begriffe etabliert werden. Ebenso unerwünscht sind nicht nachprüfbare Aussagen. Ziel des Enzyklopädieprojektes ist die Zusammenstellung bekannten Wissens. Ich habe keine Theoriefindung betrieben. Ich habe ein bekanntes Problem einer bestehnden Theorie aufgezeigt. Deshalb habe ich angeregt des neutralen Standpunktes wegen unterschiedliche Theorien im Artikel zubenennen und konkret vorgeschlagen, wie der Artikel zu verbessern ist. Ich habe auch nur nachprüfbare Aussagen gemacht.

    Kommentare:

    1. Dr. Dr. Friedrich Erich Dobberahn17. Januar 2012 um 10:43

      Zur Felsendominschrift und zur Auseinandersetzung über die von Chr. Luxenberg (Pseud.) vorgetragene Neudeutung, die in muhammadun nicht den Propheten Muhammad (ca. 570-632) sieht, sondern Jesus, den Sohn der Maria, möchte ich auf meine wissenschaftliche Untersuchung "Muhammad oder Christus?" bei
      hanif.de/?p=519 aufmerksam machen. Nach eingehender Prüfung seiner Argumente bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Luxenberg'sche Argumentation - gleichgültig ob man sie nun als Muslim oder Christ liest - in wissenschaftlicher Hinsicht ganz erhebliche Argumentationslücken aufweist. Mir scheint, dass kaum jemand ernsthaft die einzelnen Behauptungen Luxenbergs nachgeprüft hat; von den einen wird er eher unkritisch nachgeschrieben, von den anderen eher pauschal, ohne genügend auf Einzelheiten einzugehen, abgelehnt. Zur Versachlichung der ganzen Auseinandersetzung, die oft von glaubensmäßigen und / oder ideologischen Voraussetzungen aus gesteuert wird, ist es notwendig, sich minutiös auf den Text der Felsendom-Inschrift selbst zu konzentrieren und seinen Inhalt mit Mitteln der Philologie und der historischen Kritik zu analysieren. Da ergibt sich nach meinen Untersuchungen, dass Luxenberg eine neuartige, provokante Hypothese verficht, die er nur mit vielen Nebenannahmen (bis hin zur Manipulation der arabischen Grammatik) stützen kann.

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    2. Dr. Dr. Friedrich Erich Dobberahn, natürlich ist seine Interpretation umstritten. Aber die Auseinandersetzung darum ist nicht abgeschlossen, denn es gibt ja zahlreiche Wissenschaftler, die seine Position vertreten. Es ging ja auch nicht darum, ausschließlich diese Interpretation in die Wikipedia aufzunehmen sondern sie neben der Standardinterpretation zu diskutieren. Aus Sicht einer Enzyklopädie wie der Wikipedia wäre es also notwendig gewesen.

      Auf der Seite www.hanif.de finde ich zwar eine Wiedergabe der Inschrift. Ihren Beitrag: "Muhammad oder Christus?" konnte ich leider nicht entdecken.

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    3. Dann habe ich Ihren Artikel noch gefunden und versucht zu verstehen, wie sie diesen Einwand begegnen:

      "Hätte Nagel noch einen Fortbildungskurs im Arabischen genommen, hätte er auch gelernt, dass solche gerundivisch zu verstehenden Partizipien durchaus am Anfang eines Satzes stehen können, wenn sie besonders betont sind, z.B. in der arabischen Version des „Gegrüßet seist du, Maria ...“:
      mubārakatun anti baynda n-nisāʾi eine gesegnete (bist) du unter den Frauen"

      Dazu lese ich bei Ihnen das Folgende:

      "Luxenberg rekurriert nun, um muḥammadun nicht als Eigennamen ver-
      stehen zu müssen, auf Beispiele der christlich arabischen Liturgie, deren sprachliche Vorbilder allerdings nicht im Arabischen selbst, sondern in der hebräischen und der griechischen Bibel zu finden sin‫. d.... Die dort an der Spitze des Satzes stehenden passivischen Partizipien deutet er als Verbalformen
      in gerundivischer Funktion. In der Tat werden in den arabischen Wörterbüchern Partizipien und „Quasipartizipien“ wie ḥamīdun, ḥamūdun, ’aḥma- du2, maḥmūdun, muḥammadun aufgrund ihrer Zeitlosigkeit sowohl durch „laudatus“, als auch durch „laudandus, laudabilior, multa laude dignus“wiedergegeben. Es handelt sich hierbei um partizipiale / quasipartizipiale Wortbildungen mit nominalem Status, die – je nach Zusammenhang – auch „gerundivisch“, d. h. als part. fut. pass. übersetzt werden können. Nach Luxenberg leitet nun das part. pass. von √hmd II.: muḥammadun (= „laudandus est“) als Verbalform in gerundivischer Funktion keinen Nominalsatz, sondern einen Verbalsatz ein; d. h. Luxenberg behauptet, muḥammadun entspräche als Verbalform – trotz seines nominalen Status, Nunation und Kasusendungen anzunehmen – in syntaktischer Hinsicht solchen am Satzanfang stehenden finiten Verben wie ‫ = تبارك‬tabāraka (√brk VI.) = „gesegnet sei (Allāh)!“"

      Dazu möchte ich sagen, dass Luxenberg überhaupt nicht auf die Satzform eingeht, ob Nominalsatz oder Verbalsatz ist wurscht. Es ging um die Frage, ob im Arabischen Mohammadun am Satzanfang stehen kann in der Bedeutung "zu preisen ist" oder "gepriesen sei". Das hat er nachgewiesen und das haben sie ja selber bestätigt. Im übrigen ist die Funktion von "mubārakatun anti bayna n-nisāʾi = eine Gesegnete (bist) du unter den Frauen" genau die gleiche wie "muḥammad(un) ʿabd(u) llāh(i) wa-rasūluh(u) = ein Gelobter ist der Knecht Gottes und sein Bote".

      Dann habe ich weitergelesen:

      "Da Luxenberg für den von ihm in den muḥammadun-Zeilen angenommenen
      Verstoß gegen die Regel, dass im einfachen arabischen Nominalsatz das prädikative Adjektiv / Prädikatsnomen im status indeterminatus des Nominativs nachsteht (s. o.), aus dem Arabischen keinen einzigen Beleg, geschweige denn eine repräsentative Anzahl von ihnen anzuführen vermag, legt er sich mithilfe des Syro-Aramäischen ein seiner Hypothesenbildung
      zweckdienliches Regelwerk zurecht."

      Was denn nun, keinen einzigen Beleg? Oder keine repräsentative Anzahl von Belegen? Das Syro-Aramäische wird als Argument überhaupt nicht angeführt. Außerdem ist diese Argumentation herrlich zirkulär.

      Wenn man "muhammadun" nicht als Eigenname sondern als Verbform auffasst, dann ist "muḥammad(un) ʿabd(u) llāh(i) wa-rasūluh(u)" kein Nominalsatz sondern ein Verbalsatz. Na und!? Wieso darf das kein Verbalsatz sein!? Dann lassen sie es halt ein Verbalsatz sein;-) Dann wird auch nicht die Regel gebrochen, dass im Nominalsatz das Prädikat nach dem Subjekt stehen muss, denn es handelt sich gar nicht um einen Nominalsatz!

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    4. Dr. Dr. Friedrich Erich Dobberahn26. Januar 2012 um 10:26

      vielen dank für Ihre antwort. Sie sollten sich allerdings mit der arabischen syntax genauer bekannt machen. literatur dazu habe ich ja genügend in den fußnoten angegeben. auch habe ich den sachverhalt mit hinweis auf reckendorf, wright, brockelmann und fischer eingehend erklärt. notfalls müssten Sie da noch nachschlagen. hier nur soviel: die muhammadun-zeile in der felsendom-inschrift kann deswegen kein verbalsatz sein, weil das partizip muhammadun kein finites verb ist. im arabischen ist ein verbalsatz nur dann ein verbalsatz, wenn er ein finites verb enthält. enthält er kein finites verb, ist er ein nominalsatz. um seine these aufrecht zu erhalten, dass in der muhammadun-zeile mit abdu llahi nicht der prophet muhammad, sondern jesus chrisus gemeint ist, schreibt luxenberg hier seine eigene privatgrammatik des arabischen, indem er das partizip muhammadun trotz seines nominalen status als syntaktisches äquivalent zu einem finiten verb erklärt. ein solches verfahren hat allerdings mit wissenschaft nichts mehr zu tun.

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    5. "muhammadun-zeile in der felsendom-inschrift kann deswegen kein verbalsatz sein, weil das partizip muhammadun kein finites verb ist. im arabischen ist ein verbalsatz nur dann ein verbalsatz, wenn er ein finites verb enthält. enthält er kein finites verb, ist er ein nominalsatz."

      Die allgemeine definition eines Nominalsatzes ist ein Satz, der kein Verb als Prädikat enthält. Alles andere sind Verbalsätze. Ob es sich bei dem Prädikat um ein "finites Verb" handelt ist wurscht. Es ist auch irrelevant, ob sie es als Nominal- oder Verbalsatz klassifizieren, denn dass muhammadun im Sinne von "zu preisen ist" am Satzanfang stehen kann, das haben sie selbst zugegeben. Ansonsten müssten sie auch seine Nachweise dieser Wortverwendung als grammatisch falsch ablehnen. Das tun sie aber nicht. Somit ist Ihre Argumentation in sich widersprüchlich.

      Damit hat Luxenberg nachgewiesen, dass muhammadun im Sinne von "Zu preisen ist" am Satzanfang stehen kann und sie damit widerlegt.

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    6. Dr. Dr. Dobberahn29. Januar 2012 um 18:07

      Sehr geehrte/r Herr(?), Frau(?) "bhigr"
      (Ich habe diese Anonymität nicht nötig):

      Es tut mir leid: Weder haben Sie genau gelesen (oder Sie sind nicht imstande zu verstehen), was Inhalt meiner Kritik an Luxenbergs Auffassung zur muhammadun-Zeile ist, noch sind Ihnen die allgemein anerkannten Grundbegriffe der arabischen Grammatik klar:

      Ihnen ist nicht deutlich (und dazu sollten Sie sich erst gründlich z. B. bei international anerkannten Arabisten wie Brockelmann, Wright, Fischer, Reckendorf, etc. informieren),

      a) was im Semitischen, insbesondere im Arabischen ein Nominalsatz ist,
      b) was ein finites Verb ist,
      c) was eine Nunation, bzw. Determination mit dem bestimmten Artikel al- ist,
      d) warum es nicht "wurscht" sein kann, warum es sich bei muhammadun nicht um ein finites Verb handelt.

      Diese Dinge lernt man spätestens in der zweiten Woche des arabischen Elementarunterrichts (z. B. Harder-Schimmel, Arabische Sprachlehre, Lektion 1, Seite 21ff).

      Daher ist Ihre Argumentation auch durch keinerlei Sachkenntnis qualifiziert und als irrig zurückzuweisen.

      Übrigens habe ich nirgendwo gesagt, dass muhammadun (mit Nunation) in der Bedeutung eines part. fut. pass. "zu preisen (ist)" als Prädikatsnomen im arabischen Nominalsatz am Anfang stehen kann. Wie ich genau ausgeführt habe, wäre dazu nach der arabischen Grammatik die Determination mit dem bestimmten Artikel al- nötig: al-muhammadu. Im Arabischen steht das Subjekt eines Nominalsatzes am Anfang und ist immer determiniert (auf hierzu nicht gehörende Ausnahmen wie salaamun alaykum, waylun li-zaydin, die von Luxenberg u. a. auch nicht eingebracht werden, habe ich in den Fußnoten mit Literaturangaben hingewiesen).

      In den muhammadun-Zeilen der Felsendom-Inschrift steht nun am Anfang des Nominalsatzes in Kufi "mhmd", also das indeterminierte muhammadun (Nunation). Es fehlt da immer der bestimmte Artikel al- (im Kufi wäre das 'lmhmd).

      Da im Arabischen Eigennamen trotz ihrer Nunation als determiniert gelten (vgl. z. B. zaydun), kann in der muhammadun-Zeile das am Anfang des Nominalsatzes stehende "mhmd" nur als ein Eigenname (muhammadun = Mohammed) zu verstehen sein.

      Ich bedauere, Ihnen, sehr geehrter herr? / Frau? "bhigr", mit einer anderen Auskunft nicht dienen zu können. Es bringt letztlich auch nichts, mit Unkenntnis oder (wie es Luxenberg macht) mit Manipulation der elementarsten grammatischen Regeln des Arabischen den Leuten weismachen zu wollen, dass der in der Felsendom-Inschrift genannte muhammadun, bzw. abdu llahi = Jesus, der Sohn der Maria ist. Der hier von Luxenberg und der Saarbrücker Schule aufgewirbelte Staub wird sich sehr bald auch wieder legen.

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    7. "a) was im Semitischen, insbesondere im Arabischen ein Nominalsatz ist,"

      Doch das habe ich verstanden. Das ist nämlich ganz einfach zu verstehen. Ein Nominalsatz hat kein Verb als Prädikat. Im Arabischen wird dann die Kopula "ist" nicht ausgesprochen sondern nur gedanklich ergänzt. Im Nominalsatz steht das Prädikat nach dem zu prädizierenden Nomen. Muhammadun Abdu Allahi heißt wortwörtlich: Muhammad Knecht Allahs. Die Kopula "ist" ist gedanklich zu ergänzen. Also auf Deutsch: Muhammad ist Knecht Allahs.

      "Übrigens habe ich nirgendwo gesagt, dass muhammadun (mit Nunation) in der Bedeutung eines part. fut. pass. "zu preisen (ist)" als Prädikatsnomen im arabischen Nominalsatz am Anfang stehen kann."

      Nein, nicht als Prädikatsnomen, denn "zu preisen ist" ist kein Prädikatsnomen.

      "Wie ich genau ausgeführt habe, wäre dazu nach der arabischen Grammatik die Determination mit dem bestimmten Artikel al- nötig: al-muhammadu."

      Auch falsch. Sie haben lediglich ausgeführt, dass muhammadun als "der Gepriesene" (Prädikatsnomen) am Anfang eines Nominalsatzes einen Artikel benötigt, nämlich "al" Darum geht's aber nicht. Es geht um die Verwendung im Sinne von "zu preisen ist". Das ist kein Prädikatsnomen, denn das ist kein Nomen

      Sie haben aber zugegeben, dass es in diesem Sinne am Satzanfang stehen kann. Fakt! Ich zitiere sie:

      "Die dort an der Spitze des Satzes stehenden passivischen Partizipien deutet er als Verbalformen
      in gerundivischer Funktion. In der Tat werden in den arabischen Wörterbüchern Partizipien und „Quasipartizipien“ wie ḥamīdun, ḥamūdun, ’aḥma- du2, maḥmūdun, muḥammadun aufgrund ihrer Zeitlosigkeit sowohl durch „laudatus“, als auch durch „laudandus, laudabilior, multa laude dignus“wiedergegeben. Es handelt sich hierbei um partizipiale / quasipartizipiale Wortbildungen mit nominalem Status, die – je nach Zusammenhang – auch „gerundivisch“, d. h. als part. fut. pass. übersetzt werden können."

      "mubārakatun anti baynda n-nisāʾi eine gesegnete (bist) du unter den Frauen"

      Hier steht auch kein Al vor mubarakatun! Gleichwohl ist es korrektes Arabisch. Das haben sie nicht bestritten, nein sie haben es offen zugestanden. Bei mubarakatun handelt sich um eine partizip perfekt passiv, was schlicht "gesegnet" heißt. Weil es ein flektiertes Verb ist, ist es im strengen Sinne kein Nominalsatz. Gleichwohl ist die Kopula "ist" wie bei dem Nominalsatz gedanklich zu ergänzen. Das ist bei muhammadun Abdu Allahi ganz genauso. Gepriesen ist der Knecht Allahs.

      Tut mir leid, aber da passt kein Haar dazwischen. Ihre "Nominalsatz"-, "Verbalsatz"- und "Prädikatsnomen"-Gerede geht schlicht am Thema vorbei! Thema verfehlt!

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    8. Thema verfehlt, weil 1. muhammadun gar nicht als Prädikatsnomen von Luxenberg übersetzt wird, 2. weil es schlicht egal ist, ob sie den Satz als Nominal- oder Verbalsatz interpretieren, solange sie diese Satzform als grammatisch zulässig ansehen. Wenn sie der Meinung sind, dass es sich weder um einen Nominal- noch um einen Verbalsatz handelt, dann geben sie dem Kind einen anderen Namen.

      Es ist schlicht wurscht so lange sie die Verwendung eines PPP in dieser Bedeutung am Satzanfang als zulässig ansehen. Das haben sie AUSDRÜCKLICH zugestanden. Damit ist die Übersetzung richtig!

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    9. Übrigens habe ich nirgendwo gesagt, dass muhammadun (mit Nunation) in der Bedeutung eines part. fut. pass. "zu preisen (ist)" als Prädikatsnomen im arabischen Nominalsatz am Anfang stehen kann. Wie ich genau ausgeführt habe, wäre dazu nach der arabischen Grammatik die Determination mit dem bestimmten Artikel al- nötig: al-muhammadu.

      Ach ja, und der Begriff "Prädikatsnomen" ist auch falsch, denn im Satz: "Der Gepriesene ist Knecht Allahs" ist "der Gepriesene" kein Prädikatsnomen. Das Prädikat des Satzes ist: "Knecht Allahs" und nicht "der Gepriesene". Das Subjekt ist "der Gepriesene". Aber da haben sie sich im darauffolgenden Satz scheinbar selber korrigiert:

      "Im Arabischen steht das Subjekt eines Nominalsatzes am Anfang und ist immer determiniert"

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    10. "Ich bedauere, Ihnen, sehr geehrter herr? / Frau? "bhigr", mit einer anderen Auskunft nicht dienen zu können. Es bringt letztlich auch nichts, mit Unkenntnis oder (wie es Luxenberg macht) mit Manipulation der elementarsten grammatischen Regeln des Arabischen den Leuten weismachen zu wollen, dass der in der Felsendom-Inschrift genannte muhammadun, bzw. abdu llahi = Jesus, der Sohn der Maria ist. Der hier von Luxenberg und der Saarbrücker Schule aufgewirbelte Staub wird sich sehr bald auch wieder legen."

      Aha, also ein Argumentum ad hominem, damit fängt es an. Das mit den "elementarsten grammatischen Regeln des Arabischen" ist lächerlich. Das sagen sie mal den Herren "Markus Groß, Karl-Heinz Ohlig, Volker Popp, Gerd-R. Puin". Herr Puin ist der weltweit führende Experte für frühe Koranhandschriften.

      "Auch das nach Ansicht der Autoren ursprünglich als Epitheton für Jesus verwendete Partizip Perfekt bzw. Gerundivum „muḥammad – der zu Lobende, der Gepriesene“ werden von Daniel Birnstiel und Tilman Nagel anders gesehen. Letzterer behauptet13, dass eine Form wie muḥammad niemals am Anfang eines Satzes als Prädikatsnomen stehen könne, wie man es schon „im arabischen Elementarunterricht“ lerne.

      Hätte Nagel noch einen Fortbildungskurs im Arabischen genommen, hätte er auch gelernt, dass solche gerundivisch zu verstehenden Partizipien durchaus am Anfang eines Satzes stehen können, wenn sie besonders betont sind, z.B. in der arabischen Version des „Gegrüßet seist du, Maria ...“:

      mubārakatun anti bayna n-nisāʾi
      eine gesegnete (bist) du unter den Frauen"

      http://www.inarah.de/cms/anmerkungen-zur-kritik-an-inarah.html

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    11. Dr. Dr. Dobberahn29. Januar 2012 um 23:53

      Ich habe meinen Worten zu Ihren mangelhaften Arabisch-Kenntnissen und dem, was ich in meinem Artikel S. 26ff zur abwegigen Luxenberg'schen Neudeutung geschrieben habe, nichts mehr hinzuzufügen.

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    12. "Ich habe meinen Worten zu Ihren mangelhaften Arabisch-Kenntnissen und dem, was ich in meinem Artikel S. 26ff zur abwegigen Luxenberg'schen Neudeutung geschrieben habe, nichts mehr hinzuzufügen."

      Damit haben sie diesen Disput klar verloren und rekurrieren lediglich zu ad hominem Angriffen. Das ist ein logischer Fehlschluss, genauso unlogisch wie Ihr "Artikel". Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Kauderwelsch es in irgendeine Fachpublikation geschafft hat. Hier ist das entscheidende Argument, das sie nicht beantworten können:

      "mubārakatun anti baynda n-nisāʾi
      Gesegnet (seist) du unter den Frauen"

      Und hier sagen sie noch einmal ausdrücklich, dass das passive Partizip im Arabischen am Wortanfang stehen kann:

      "Bei den von Luxenberg beigebrachten Belegen aus der christlich-arabischen Liturgie sowie der artifiziellen Übersetzungssprache des arabischen NTs (...) handelt es sich dagegen um die
      Form eines nominalen Wunschsatzes, wie er im Hebräischen und Ara-
      mäischen üblich ist: vgl. ... Überall dort kann das indeterminierte Adjektiv / Partizip aufgrund des Nachdrucks, den es hat, an die Spitze des Nominalsatzes gestellt werden. Auf ein Übersetzungsarabisch oder auf eine syro-aramäische Mischsprache deutet in der Felsendom-Inschrift aber nichts hin..."

      Aha, also Bibelübersetzungen ins Arabische sind also gar nicht in Arabisch geschrieben, sondern in "Übersetzungsarabisch" ;-) Das sage ich mir auch bei jeder deutschen Bibelübersetzung. Das ist gar kein Deutsch, das ist "Übersetzungsdeutsch", jawoll!

      Zu Ihrer Aufklärung: Die Sprache "Übersetzungsarabisch" gibt es nicht. Eine Übersetzung des neuen Testaments in das Arabische ist Arabisch, genauso wie eine Übersetzung ins Deutsche schlicht Deutsch ist.

      Aha, hier ist es also ein "nominaler Wunschsatz" in "Übersetzungsarabisch". Ist ein "nominaler Wunschsatz" jetzt ein Verbalsatz oder ein Nominalsatz? Hahaha ;-)

      Zu übersetzen ist es mit "gepriesen sei". Das ist korrektes "Übersetzungsarabisch", das haben sie damit offen zugestanden. Bei mubarakatun handelt sich um eine partizip perfekt passiv, was schlicht "gesegnet" heißt. Das ist bei "muhammadun Abdu llahi" ganz genauso. Muhammad ist das partizip perfekt passiv von loben, also "gelobt". Zu übersetzen ist es als: Gelobt (sei) der Knecht Allahs.

      Mal sehen, welche Übersetzung Luxenberg vorgeschlagen hat:

      "...Zu loben ist (gelobt sei) der Knecht Gottes und sein Gesandter..."; aus "Die dunklen Anfänge"; Schiler Verlag; Seite 136.

      Das schöne ist natürlich noch, dass "loben" und "preisen" Synonyme sind. Luxenburg hat nicht nur ein grammatisches Beispiel gefunden sondern sogar die grammatische Verwendung eines Synonyms.

      Dann sind sie sich ja sogar einig! ;-)

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    13. Dr. Dr. Dobberahn30. Januar 2012 um 11:03

      Sie sollten sich unter dem Deckmantel der Anonymität nicht so dermaßen im Ton vergreifen. Das ist unsachlich und ein ganz schlechter Stil. Wenn Sie mir Ihre mail geben, dann sende ich Ihnen meine Telefonnummer und Sie können mich am Telefon beschimpfen. Vielleicht lassen Sie mich dann auch zu Wort kommen und ich setze Ihnen anhand der arabischen Grammatik in ruhigem Ton auseinander, warum ich die Luxenberg'sche Neudeutung schon aus philologischen Gründen nicht akzeptiere. Mein Aufsatz wird übrigens in dem von Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Tamcke herausgegebenen Sammelband "Orientalische Christen und Europa - Syriaca, Bd. 40, Otto Harrassowitz, Wiesbaden, 2012, erscheinen.

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    14. Ach ja noch eins Herr Dr. Dr. Dr. Dr. Dobberhahn. Nachdem ich sie hier so vorgeführt habe, hätte ich noch eine Frage an sie betreffend Ihren Artikel.

      Angenommen sie hätten Recht. Muhammadun ist als Eigenname zu verstehen. Woher wissen sie, welcher Muhammad damit gemeint ist? Wie sie wissen tragen und trugen sehr viele Menschen den Namen Muhammad. Was erfahren wir aus der Inschrift über den Muhammad der Sira, also der islamischen Legende? Nennen sie mir ein einziges Lebensdatum, welches eine eindeutige Identifizierung des Mohammed zuließe?

      Es gibt da eine interessante Parallele. Christus wird ja regelmäßig als Eigenname für Jesus verwendet. Gleichzeitig bedeutet Christus aber schlicht "der Gesalbte". Wir haben hier also bereits ein Beispiel dafür, wie sich der Titel eines Propheten zu einem Eigennamen gewandelt hat. Das scheint also nichts außergewöhnliches zu sein. Bei Mohammmed verhält es sich genauso.

      Auch das fand ich amüsant von Ihnen:

      "Gerade die letzten Belege, bei denen man vom Zusammenhang und vom Wortfeld her auch nicht auf die abgeschwächte Bedeutung „Gefährtinnen“ oder „Jüngerinnen“ (Jesu) ausweichen kann, weisen auf den Propheten Muḥammad hin und schließen aus, dass im Qur’ān und den von ihm abhängigen Traditionen der Ausdruck „Prophet“ (‫ = نبى‬nabī) immer und überall nur den biblischen Jesus meinen könnte. Wer ist dann aber dieser andere Prophet?"

      Ob mit Muhammad im Koran "immer und überall" Jesus gemeint ist, hat mit der Übersetzung des Felsendoms nichts zu tun. Wer mit "Muhammmad" jeweils im Koran gemeint ist, das könnte auch von Fall zu Fall verschieden sein. Der Koran ist offensichtlich ein Flickenteppich verschiedener Schriften, die weder thematisch noch chronologisch geordnet sind; sie werden nur durch den Einband zusammengehalten.

      Es geht hier auch nicht um eine Koranübersetzung, es geht um eine Übersetzung der Inschrift des Felsendoms. Dazu können sie nicht einfach irgendwelche Koranzitate als Beleg für Ihre Interpretation anführen. Im Felsendom ist von den Frauen Mohammeds jedenfalls nirgendwo die Rede. Sie müssen schon beim dem Urtext bleiben!

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    15. "Sie sollten sich unter dem Deckmantel der Anonymität nicht so dermaßen im Ton vergreifen..." Das sagt hier aber der Richtige! ;-)

      Am schönsten war ja doch Ihre Erfindung des Übersetzungsarabisch. Da wird mal so eben eine neue Sprache aus dem Hut gezaubert. Da wollen sie den Arabern tatsächlich erklären, wie sie ihre Sprache richtig zu sprechen haben! Unglaublich ! ;-) Mit diesen Sophismen erleiden sie Schiffbruch.

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    16. "Vielleicht lassen Sie mich dann auch zu Wort kommen..."

      Sie können hier so viel schreiben wie sie wollen;-) Es ist absurd mir zu unterstellen, ich würde sie nicht zu Wort kommen lassen;-) Aber so sind sie die Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dobberhahns! ;-)

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    17. Spaßeshalber habe ich in diesem Artikel die grammatische Einordnung der luxenburgischen Übersetzung vorgenommen. Herr Dr. Dr. Dr. Dr. Dobberhahn hat wahrscheinlich nicht richtig verstanden, was ein Nominalsatz ist. Ist aber auch wurscht. Sein Schweigen spricht Bände.

      http://bhigr.blogspot.com/2012/01/grammatik-verb-pradikat-pradikatsnomen.html

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    18. Dr. Dr. Dobberahn3. Februar 2012 um 20:41

      Bände spricht viel eher Ihr fortgesetzt rüpelhafter, proletenhafter Ton, dem ich mich nicht weiter aussetzen will. Ich habe es nicht nötig, mich von Ihnen anpöbeln zu lassen (auch mit der wohl nicht unbeabsichtigten Verballhornung meines Namens). Was Sie hier aus der Anonymität heraus bieten, ist unterste Schublade.

      Jetzt zu Ihrem schwachen Wikipedia-Oberstufenreferat und zu dem von Ihnen kritisierten "Übersetzungsarabischen":

      Sie schreiben:

      "Entscheidend ist, dass diese grammatische Verwendung von passiven Partizipien wie muhammad am Satzanfang im Sinne von "gepriesen sei" mehrfach nachgewiesen wurden. Der Nachweis gelang auch nicht in irgendeinem unbedeutenden Text sondern in der Arabischen Bibelübersetzung und Liturgie. Also ein Text, der seit Jahrhunderten immer und immer wieder von Millionen arabischer Christen rezitiert und aufgesagt wird. Deshalb kann man das nicht als Flüchtigkeitsfehler oder "Übersetzungsarabisch" abqualifizieren. Das ist korrektes Arabisch."

      Um Ihnen klar zu machen, was eine "Übersetzungssprache" ist, erinnere ich Sie an Matthäus 6, 9, an das griechische "pater heemoon", das in den meisten deutschen Bibelübersetzungen und auch in der Liturgie 1:1 mit "Vater Unser" übersetzt wird. Zig-Millionen von Deutschen beten das oder sagen das so auf. Trotzdem ist "Vater Unser" kein korrektes Deutsch, sondern liturgisches, biblisches "Übersetzungsdeutsch". In richtigem Deutsch müsste es immer noch "Unser Vater" heißen. Da können Sie jeden deutschen Muttersprachler fragen, ob er außerhalb des biblischen oder liturgischen "Vater Unser"s auch sonst noch "Vater Unser" sagen würde. Analog zum liturgischen "Vater Unser" sagt auch kein Deutscher "Mutter meine" statt "meine Mutter", "Haus dein" statt "dein Haus", etc.

      Dasselbe gilt natürlich auch für die von Ihnen zitierten und von mir als "Übersetzungsarabisch" bezeichneten Belege aus dem arabischen NT und der christlich arabischen Liturgie. Ich komme übrigens mit genügend muttersprachlichen Jordaniern zusammen, die ganz - anders als Sie offenbar - in der Lage sind, zwischen dem lebendig gesprochenen und normalen Schrift-Arabisch auf der einen und dem liturgisch gefassten Arabisch aus dem NT und der Liturgie auf der anderen Seite zu unterscheiden. Mir wurde auf mehrfache Anfrage hin bestätigt, dass mein Kritikpunkt "Übersetzungsarabisch" zutrifft und dass man im normalen Arabisch (mündlich wie schriftlich) nicht die Syntax aus der christlichen Liturgie oder dem arabischen NT benutzt.

      Allein schon dass Sie nicht fähig sind, das literarische Genos eines liturgischen Textes, wo aus Pietät oder magischen Rücksichten oft gerade in der Syntax das Original sklavisch kopiert wird, zu unterscheiden vom Genos normaler schriftlichen Texte, die sich dem üblichen Sprachfluss anpassen, spricht für Ihre philologischen Künste Bände.

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    19. Ob sie aus Jordanien stammen ist mir wurscht. Die Ad hominem Angriffe und der rüpelhafte Ton stammen übrigens von Ihnen nicht von mir;-) Wenn Sie sich also von nun an zusammenreißen, dann könne wir weiter reden. Wenn sie so fortfahren, dann werde ich Ihre Beiträge löschen. Weiter lasse ich mir das nicht von Ihnen gefallen.!

      "Vater unser im Himmel" ist aber trotzdem Deutsch. Als Luther die Übersetzung schrieb, hat es niemand beanstandet. Sonst wäre es nicht tausendfach kopiert und rezitiert worden. Es mag zwar aus heutiger sich ungewöhnlich sein, aber es ist gleichwohl Deutsch. Sprachen wandeln sich, das ist ihnen bekannt? Die Grammatik hat dem tatsächlichen Sprachgebrauch zu reflektieren, nicht umgekehrt. Die Grammatik folgt der Sprache. So wurde früher Deutsch gesprochen, weshalb es Luther so übersetzt hat.

      Es geht übrigens auch nicht um das heute gesprochene Arabisch. Es geht um das Arabisch des 7. Jahrhunderts. Man muss sogar davon ausgehen, dass es für heutige Ohren archaisch klingt. Wenn sie den Koran lesen, gibt es unzählige grammatische Absonderlichkeiten, da ist diese Wortumstellung noch die Geringste zumal es sogar mehrere Beispiel dafür gibt.

      Das wird aber immer schön geflissentlich übergangen. Hier werden ganz klar unterschiedliche Maßstäbe an den Übersetzer angelegt. Solange die Übersetzung in die islamische Legende passt, ist jeder Regelbruch erlaubt, sobald es davon abweicht, werden die Araber des 7.ten Jahrhunderts zu Grammatikern der höchsten Schule, die Nominal- von Verbalsätzen unterscheiden konnten.

      "Allein schon dass Sie nicht fähig sind, das literarische Genos eines liturgischen Textes, wo aus Pietät oder magischen Rücksichten oft gerade in der Syntax das Original sklavisch kopiert wird, zu unterscheiden vom Genos normaler schriftlichen Texte, die sich dem üblichen Sprachfluss anpassen, spricht für Ihre philologischen Künste Bände."

      Aha, jetzt wird also "Pietät" und "Magische Rücksicht" als letzte Autorität angerufen. Die Vorstellung, dass man dem Wortlaut der Schrift sklavisch folgen müsse, stammt übrigens aus dem Islam und ist dem Christentum fremd. Für das "Stabat mater", das Bestandteil der katholischen Liturgie ist, gibt es durchaus unterschiedliche Versionen.

      Nein, ich wiederhole es noch einmal: Die Grammatik hat dem tatsächlichen Sprachgebrauch zu reflektieren, nicht umgekehrt. Dieser Sprachgebrauch ist mehrfach nachgewiesen worden und zwar in einem Buch, das tagtäglich gelesen und rezitiert wurde. Somit ist es grammatisch korrekt.

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    20. Dr. Dr. Dobberahn4. Februar 2012 um 10:41

      1) Zu Luthers archaischem Deutsch: Auch hier reden Sie - wie immer völlig substanzlos - an der Sache vorbei. Um Ihnen die Absurdität Ihrer Argumentation klarzumachen: Wenn es zu Luthers archaischem Deutsch und dem damals üblichen deutschen Sprachgebrauch gehört hätte, das Possessivpronomen hinter das dazugehörige Substantiv zu stellen (und etwa "Haus mein" statt "mein Haus" zu sagen), dann hätte Luther diese Nachstellung des Possessivpronomens nicht nur beim "Vater Unser" (Matth. 6, 9) angewandt, sondern auch überall sonst in seiner Bibel-Übersetzung. Das ist aber nicht der Fall, wovon Sie sich leicht überzeugen können. Die Nachstellung des Possessivpronomens in der deutschen Übersetzung von Matth. 6, 9 ist ein ganz isolierter Einzelfall und erklärt sich einzig und allein aus dem griechischen Vorbild, das z. B. auch schon im Gotischen ("atta unsar") imitiert wurde.

      2) Ihnen ist (wie Vieles andere schon) "wurscht", dass auch heutige muttersprachliche Araber das prädikative Adjektiv / Prädikatsnomen im status indeterminatus des Nominativs nachstellen, und reden sich heraus, dass die archaische Sprache des Qur'ans hier eine andere Wortstellung gebrauchen würde. Aber dann müssten Sie hierfür ja in jeder Sura, zumindest in repräsentativer Anzahl eine Menge von qur'anischen Belegen (vor allem außerhalb der vier, auch von Ohlig falsch interpretierten muhammadun-Stellen) dafür anführen können, die Ihre Ansicht über jeden Zweifel erhebt. Aber das gelingt Ihnen für keinen einzigen, geschweige denn überzeugenden Fall.

      Da wir zu keiner Verständigung kommen und ich mir Ihren unverschämten Tonfall auch nicht länger gefallen lasse, möchte ich Sie bitten, unsere Korrespondenz von Ihrer Seite zu löschen. Ich lege keinerlei Wert darauf, mit Ihnen, einem ausfälligen anonymen Skribenten, in irgendeinen Zusammenhang gebracht zu werden.

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    21. "Zu Luthers archaischem Deutsch: Auch hier reden Sie - wie immer völlig substanzlos - an der Sache vorbei.....diese Nachstellung des Possessivpronomens nicht nur beim "Vater Unser" (Matth. 6, 9) angewandt, sondern auch überall sonst in seiner Bibel-Übersetzung. "

      Ach was, kennen sie eigentlich das Kinderlied:

      "Laurentia, liebe Laurentia mein!"

      Oder ist Ihnen die Formulierung "Liebste mein!" unbekannt? Bei der Nachstellung des Possessivpronomens wird übrigens das "Pronomen" nicht gebeugt. Deswegen heißt es nicht "Liebste meine" sondern "Liebste mein". Die Regel kennen sie offenbar auch nicht.

      Hier noch ein aktuelles Beispiel:

      "Liebste mein

      Ach Liebste mein wie sag ich's dir
      du bist so weit und ich bin hier
      es liegt ein Stein auf meiner Brust
      kann nicht atmen - keine Lust... "

      http://gedichte.xbib.de/Mayer,+Alois_gedicht_Liebste+mein.htm

      Das ist archaisches Deutsch. Daran ist nichts auszusetzen.

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    22. "Da wir zu keiner Verständigung kommen und ich mir Ihren unverschämten Tonfall auch nicht länger gefallen lasse, möchte ich Sie bitten, unsere Korrespondenz von Ihrer Seite zu löschen. Ich lege keinerlei Wert darauf, mit Ihnen, einem ausfälligen anonymen Skribenten, in irgendeinen Zusammenhang gebracht zu werden..."

      Das hätten sie wohl gerne, aber den Gefallen werde ich Ihnen nicht tun. Es sollen schon alle Leser erfahren, wie sich der Dr. Dr. Dobberhahn hier aufführt, weil er argumentativ den Kürzeren zieht.

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    23. Dr. Dr. Dobberahn5. Februar 2012 um 11:48

      1) Ihre fortgesetzt pöbelhafte Art und Weise, in feiger Anonymität z. B. meinen Namen zu verballhornen, um mich lächerlich zu machen, lasse ich unkommentiert. Ich kann es mir leisten, auch Subjekte wie Sie gewähren zu lassen. Die Reaktion von Wikipedia auf Ihre verstiegenen "Kommentare" zur Felsendom-Inschrift kann ich allerdings nur voll unterstützen. Sorry.

      2) Zu Ihrer "Laurentia!" Das mir natürlich bekannte Kinderlied, das Sie wohlweislich nicht vollständig zitieren, lautet:
      "Laurentia, liebe Laurentia mein,
      wann wollen wir wieder beisammen sein?
      Am Sonntag!
      Ach, wenn es doch endlich schon Sonntag wär'
      und ich bei meiner Laurentia wär', Laurentia!"
      Aus dem vollständigen Text, den Sie - wie gesagt - bewusst unterdrücken, geht hervor, dass die Nachstellung des Possessivpronomens "mein" aufgrund von Reimzwang zur zweiten Zeile, die mit "sein" endet, erfolgt und nicht aufgrund eines im Deutschen ganz normalen Sprachduktus', das Possessivpronomen dem Leitwort immer auch nachstellen zu können. Die letzte Zeile des Kinderliedes sagt daher auch ganz richtig "meiner Laurentia" statt "Laurentia meiner".

      Ähnlich verhält es sich mit "Liebste mein". Dieses Lied gibt es auch in vielen modernen Variationen wie dieser hier:
      "Liebste mein, komm steig in mein Flugzeug ein. (schalala)
      Und dann flieg ich dich zum Mond, (schalala)
      Wo die Liebe wohnt.
      Und dort wirst du belohnt!"
      Da heißt es ja auch nicht in der Fortsetzung: "Komm' steig in Flugzeug mein ein".

      Wenn Sie nicht so begriffsstutzig wären, würden Sie merken, dass außer dem Reimzwang die Wortfügung "Liebste mein" auch eine traditionelle poetische Lizenz, eine besonders vorgeprägte, dennoch ganz vereinzelte Redeweise ist (wie die Wortfügung "Vater Unser"). Weil es mir zu aufwendig ist, das hier im Einzelnen auseinanderzusetzen, verweise ich Sie vorläufig auf das Buch von Armin Schäfer, Die Intensität der Form - Stefan Georges Lyrik, böhlau, Wien, 2005, S. 162.

      Es gelingt Ihnen nicht, hier irgendjemanden weis zu machen, dass man im Deutschen normalerweise auch immer "Haus mein" statt "mein Haus" sagt. Das entspricht nicht dem im Deutschen gängigen Sprachgebrauch, sondern ist ganz vereinzelt in der Poesie aus Reimzwang und in einer besonderen Wortfügung, die meist dem Reimzwang korreliert, möglich. Aber es hindert Sie natürlich niemand daran, mit Berufung auf "Vater Unser" und "Liebste mein" selbst ein solches Deutsch mit Postposition des Possesivpronomens zu sprechen. Tun Sie's doch einfach! Das würde zu Ihnen passen!

      Einen schönen Sonntag noch.

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    24. Ich kann hier allerdings keinen Reimzwang erkennen:

      "Liebste mein

      Ach Liebste mein wie sag ich's dir
      du bist so weit und ich bin hier
      es liegt ein Stein auf meiner Brust
      kann nicht atmen - keine Lust... "

      Auch beim Vater unser gibt es keinen Reimzwang. Auch die Tatsache, dass das Possessivpronomen in der Nachstellung konsequent nicht gebeugt wird, spricht dafür, dass es keine zufällige Regelabweichung ist. Sie haben sich schlicht vergallopiert.

      "Aber es hindert Sie natürlich niemand daran, mit Berufung auf "Vater Unser" und "Liebste mein" selbst ein solches Deutsch mit Postposition des Possesivpronomens zu sprechen.Tun Sie's doch einfach! Das würde zu Ihnen passen! "

      Liebster Dr. Dr. Dr. Dr. Dobberhahn mein. Ob ich persönlich so spreche, ist vollkommen wurscht. Mit der Bezeichnung "traditionelle poetische Lizenz" haben sie auch in diesem Fall kapituliert.

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    25. Dr. Dr. Dobberahn5. Februar 2012 um 15:48

      1) Beim „Vater Unser“ war von keinem Reimzwang die Rede, sondern von der Imitation des griechischen „Pater heemoon“ (Matth. 6, 9). Schon vergessen? Eine ähnlich imitierende Postposition eines Adjektivs findet sich auch bei dem anglikanischen (auch presbyterianischen und methodistischen) Gottesdienstlied "Holy Holy Holy, Lord God Almighty" (vgl. Jes. 6, 3).

      2) Die Tatsache, dass die Wortfügung „Liebste mein“ auch in Texten zur Zeit Luthers immer im Zusammenhang mit einem Reim zu finden ist (und daher auch in der Nachstellung konsequent nicht gebeugt wird), wird von Ihnen konsequent ignoriert. Noch ein Beispiel: Jörg Grünwald, ein Handwerksgenosse des Meistersingers Hans Sachs (1494-1575) dichtet in dem Lied „Mir liebt im grünen Mayen die fröliche Sommerzeit“ in der elften Strophe:

      „Wil das vertrawen setzen
      Auff Gott den Herren mein.
      Doch kan mein hertz ergetzeu
      Die hertz aller liebste mein,
      Hat mirs Gott änderst aufserkoren,
      So will ich ewig bey jr sein.“

      Auch hier sind die Postpositionen poetische, singuläre Wortfügungen und immer durch den Reim bedingt. In der Forschung wird auch jedesmal der Einfluss des Lateinischen in Rechnung gestellt. Zeile 3 schreibt „mein hertz“ in der gewöhnlichen Wortfolge.

      Vgl. Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Litteraturen. Hg. v. Alois Brandl und Adolf Tobler, 55. Jahrgang, Bd. 107, NS Bd. 7, Druck und Verlag von George Westermann, Braunschweig, 1901, S. 15.

      3) Auch den Begriff „traditionelle poetische Lizenz“ haben Sie weder verstanden noch als Argument würdigen können. In der Literatur können singuläre Wortfügungen als Topoi, die - wie „Liebste mein“ - meist im Reim begegnen, durchaus in Zeilen übernommen werden, in denen sie keinen Reim bilden, so z. B. regelmäßig in vokativischer Verwendung, wo das Possessivpronomen auch nicht dekliniert wird. So in Ihrem Beispiel: „Ach Liebste mein, wie sag ich's dir!“ Vgl. zu dem Vokativgebrauch dieser sonst ungewöhnlichen (zur Zeit Luthers auch durchaus vom Lateinischen beeinflussten) Wortfügung: Christiane Porath, Die Entwicklung der Syntax vom Althochdeutschen bis zum Frühneuhochdeutschen, GRIN Verlag, Norderstedt, 2006, S. 23.

      4) Wie Ihre Antwort auf meine letzte Replik zeigt, sind Sie offenbar nicht imstande oder willens, in der angegebenen Fachliteratur nachzuschlagen. Trotzdem nenne ich Ihnen Literatur zur Nachprüfung.

      5) Mir fällt an Ihren Antworten auf, dass es Ihnen immer seltsam wichtig erscheint, Recht zu behalten, andere mit Ihren Argumenten zu "besiegen", so dass sie "verlieren" und "kapitulieren". Ich vermute, dass ein solches Gefühl der "Schein"-Überlegenheit Ihrer merkwürdig rüpelhaften, kindisch-aggressiven, zugleich feigen Präpotenz Erleichterung verschafft. Sie sollten das behandeln lassen.

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    26. Alles, was sie oben schreiben zeigt, dass die Formulierung "Liebste mein" in altem Deutsch grammatisch erlaubt war. Es ist auch falsch, dass diese Wortstellung immer durch den Reim bedingt ist. Ich habe ja schon zwei Gegenbeispiele genannt. Sie findet selbst heute noch Anwendung.

      Bei "muhammadun" im Sinne von "Gepriesen Sei" am Satzanfang ist der Fall ähnlich gelagert. Diese "traditionelle poetische Lizenz" haben auch die Autoren der Felseninschrift gehabt.

      "Ich vermute, dass ein solches Gefühl der "Schein"-Überlegenheit Ihrer merkwürdig rüpelhaften, kindisch-aggressiven, zugleich feigen Präpotenz Erleichterung verschafft. Sie sollten das behandeln lassen."

      Sie können offenbar keinen Spott vertragen. Das sind alles persönlich Angriffe, die Ihnen nicht zustehen. Sie entlarven sich damit dem Leser.

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    27. hallo, herr luxenberg!

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    28. Recht behält letzlich "Anonym": dazu herzlichen Glückwunsch von Luxenberg!

      22. November 2012 20:59

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    29. Noch einmal zu Dr.Dr. Dobberahn:

      "Auch das nach Ansicht der Autoren ursprünglich als Epitheton für Jesus verwendete Partizip Perfekt bzw. Gerundivum „muḥammad – der zu Lobende, der Gepriesene“ werden von Daniel Birnstiel und Tilman Nagel anders gesehen. Letzterer behauptet, dass eine Form wie muḥammad NIEMALS am Anfang eines Satzes als PRÄDIKARSNOMEN stehen könne, wie man es schon „im arabischen ELEMENTARUNTERRICHT“ lerne."

      Ofennsichtlich haben diese Herren ARABISTEN "im arabischen ELEMENTARUNTERRICHT" nicht einmal gelernt, ein PARTIZIP (mit gerundivischer Bedeutung - demnach eine VERBALFORM) von einem PRÄDIKARSNOMEN zu unterscheiden. Sie merken nicht einmal, dass sie Unsinn reden!

      Das TRAGISCHE dabei ist, dass sie sich so kompetent vorkommen, dass sie sich befugt erachten, ZENSUREN zu verteilen und Luxenbergs Neudeutung als "abwegig" zu verschmähen.

      In der Tat: Nichts ist TRAGISCHER als IGNORANTEN, die nicht einmal merken, dass sie IGNORANTEN sind!

      Bei aller Achtung für die "redliche Mühe" von Dr.Dr. Dobberahn in seiner Suche nach der Wahrheit.

      Mit besten Empfehlungen von
      Anonymus: 1. Adventssonntag, 02. Dezember 2012, 02:02




      Dr.Dr. Dobberahn glaubt im Ernst, das so genannte "klassische Arabisch" zu beherrschen, indem er sich auf westliche Autoritäten

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    30. Fortsetzung:

      Dr.Dr. Dobberahn glaubt im Ernst, das so genannte "klassische Arabisch" zu beherrschen, indem er sich auf westliche Autoritäten beruft. Dabei haben auch diese nichts anderes getan, als die arabischen Grammatiker abgeschrieben, die ihrerseits die Koransprache (die nicht ihre "Muttersprache" war) in weiten Teilen falsch verstanden und grammatisch nicht selten ebsnso falsch dargestellt haben.

      Ein ARABIST täte daher gut daran, etwas bescheidener aufzutreten, um sich nicht "coram publico" zu blamieren.

      Mit ebenso guten Empfehlungen von
      Anonymus (02. Dezember 2012, 02:35)

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      1. Noch ein Detail zu Dr.Dr. Dobberahn:

        In welcher arabischen Grammatik hat Dr.Dr. Dobberahn denn gelesen, dass ein Verbalsatz im Arabischen (wie in den übrigen semitischen Sprachen) nur dann als Verbalsatz gilt, wenn ein "Verbum finitum" da steht, und dass Partizipien nur NOMINALSÄTZE bilden ??? Nicht nur im modernen Arabisch wird das Partizip Präsens "anâ ḏâhib" (= english "I am going" - deutsch wörtlich: "ich bin gehend") wie ein Verbum finitum gebraucht (als Präsens) mit der Bedeutung : "ich gehe", aber, je nach Kontext, auch futurisch: "ich werde gehen", wenn z.B. "ġadan / morgen" hinzugefügt wird.

        Sollte Dr.Dr. Dobberahn diesen Gebrauch des arabischen Partizips für einen "abwegigen" Neologismus halten, so seien ihm unzählige Beispiele aus dem Koran vor Augen geführt, wo solche Partizipien (aktiv und passiv) wie ein Verbum finitum gebraucht werden. Dr.Dr. Dobberahn möge doch die Korankonkordanz zur Hand nehmen und sich z.B. die unter der Wurzel ḪLD aufgeführten Partizipia anschauen. Dort wird er sehen, dass das Partizip Präsens Maskulinum Plural im Nominativ (ḫâlid-ûn) 25 Mal, und im Akkusativ (ḫâlid-în) sogar 44 Mal vorkommt. Ein Beispiel aus Sure 2:39 (wo vom Höllenfeuer die Rede ist) mag dies veranschaulichen. Dort heißt es in Bezug auf die Ungläubigen:

        " hum fî-hâ ḪÂLID-ÛN " (wörtlich: "sie darin weilende").

        Selbst der Arabist und anerkannte Koranübersetzer Rudi Paret übersetzt hier:

        "Diejenigen aber, die ungläubig sind und unsere Zeichen für Lüge erklären, WERDEN Insassen des Höllenfeuers sein und (ewig) darin WEILEN."

        Dr.Dr. Dobberahn möge sich merken: Paret übersetzt das Partizip Präsens (ḪÂLID-ÛN) nicht etwa NOMINAL (wörtlich): "sie (sind) darin WEILENDE", sondern (zutreffend) VERBAL (futurisch - also GERUNDIVISCH): "sie WERDEN darin WEILEN"

        Fortsetzung folgt

        Löschen

    31. Fortsetzung zu Dr.Dr. Dobberahn

      Ein weiteres Beispiel aus Sure 37:33 :

      "fa-inna-hum yawma-iḏ(in) fi l-‛aḏâb(i) mu-štarik-ûn" (wörtlich: "sie (sind) an jenem Tag am (Höllen)Leid TEILHABENDE).

      Auch hier übersetzt Paret das Partizip Präsens (mu-štarik-ûn) futurisch (= GERUNDIVISCH):

      "An jenem Tag WERDEN sie gemeinsam die Srafe (der Hölle) ERLEIDEN" (und nicht etwa: "sie (sind) ERLEIDENDE").

      Dass auch ein Partizip Passiv GERUNDIVISCH gebraucht wird, zeigt folgendes Beispiel aus Sure 7:139 :

      "in(na) hôlê (fälschlich: hâ'ulâ'i) MU-TABBAR(un) mâ hum fî-h(i) wa-bâTil(un) mâ kân-û ya‛mal-ûn"

      Wörtlich: "Fürwahr, diese - ZERSTÖRT (= ZUNICHTEGEMACHT) (ist = wird sein) das, worin sie sich befinden, und nichtig (bâTil), was sie taten."

      Paret: "Das, was die da betreiben, ist dem Untergang geweiht (mutabbar), und zunichte WIRD, was sie (zeitlebens) getan haben."

      Paret übersetzt das Partizip Passiv "mu-tabbar" (wörtlich: ZERSTÖRT) sinngemäß mit "IST dem Untergang geweiht", die hinzugefügte Kopula "ist" ist aber in diesem Kontext futurisch (= GERUNDIVISCH) zu verstehen: "wird sein".

      Eine weitere (elementare) Bemerkung an Dr.Dr. Dobberahn:

      Sofern die ARABISTEN, auf die er sich beruft, in den beiden Partizipien "mu-tabbar" und "bâTil" ein PRÄDIKATSNOMEN sehen (obwohl diese zwar Prädikate, aber keine Nomina sind), so möge sich Dr.Dr. Dobberahn (und mit ihm seine arabistischen GEWAEHRSMÄNNER) gut merken, dass diese prädikativen Partizipia - entgegen ihrem angeblich aus der arabischen ELEMENTAR-Grammatik (fuer ANFÄNGER) erworbenen Wissen - in einem einfachen Aussagesatz (zur Hervorhebung) sehr wohl am ANFANG eines Satzes stehen können. Dergleichen Beispiele gibt es noch mehr im Koran (wenn auch nicht in der arabischen ANFÄNGER-Grammatik).

      Die gegen die Deutung Luxenbergs von MU-HAMMAD(un) als gerundivisches Partizip Passiv im Sinne von "GELOBT (sei)" von (namhaften) ARABISTEN angeführten grammatischen Argumente sind somit AD ABSURDUM geführt. Daraus erweist sich, dass Dr.Dr. Dobberahn (und mit ihm seine „Leidensgenossen“) sich "zu weit aus dem Fenster gelehnt hat"!

      Anonymus: 1. Advent, 2. Sezember 2012, 20:45

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    32. "Auch das nach Ansicht der Autoren ursprünglich als Epitheton für Jesus verwendete Partizip Perfekt bzw. Gerundivum „muḥammad – der zu Lobende, der Gepriesene“ werden von Daniel Birnstiel und Tilman Nagel anders gesehen. Letzterer behauptet, dass eine Form wie muḥammad NIEMALS am Anfang eines Satzes als PRÄDIKARSNOMEN stehen könne, wie man es schon „im arabischen ELEMENTARUNTERRICHT“ lerne."

      "Ofennsichtlich haben diese Herren ARABISTEN "im arabischen ELEMENTARUNTERRICHT" nicht einmal gelernt, ein PARTIZIP (mit gerundivischer Bedeutung - demnach eine VERBALFORM) von einem PRÄDIKARSNOMEN zu unterscheiden. Sie merken nicht einmal, dass sie Unsinn reden!"

      Stimmt, der Satz enthält sehr viele grammatische Absonderlichkeiten.

      1. "Der zu Lobende" und "der Gepriesene" sind weder ein Partizip Perfekt noch ein Gerundivum. Beim Partizip und Gerundivum handelt es sich jeweils um Verbaladjektive während "Der zu Lobende" und "der Gepriesene" jeweils Substantive sind. Es sind also substantivierte Verben - ähnlich dem Gerundium (nicht Gerundivum!!)

      2. Das Partizip Perfekt von "loben" ist schlicht "gelobt". Das Gerundivum von "loben" existiert im Deutschen nicht. Am nächsten kommt die Formulierung "zu loben" wie in: Der Mensch ist zu loben bzw. der zu lobende Mensch. Hier wird "zu loben" gerundivisch verwendet. d.h. eine Notwendigkeit wird ausgedrückt oder etwas das zukünftig geschehen soll.

      3. Bei der luxenburgischen Übersetzung wird Muhammad nicht als Prädikatsnomen übersetzt. "Gelobt ist/sei" oder "Zu loben ist" sind jeweils Verbaladjektive und keine Prädikatsnomen. Einfacher gesagt: Ein Adjektiv ist kein Nomen.

      Egal von welcher Sprache die Autoren sprechen mögen, das ist grammatikalischer Unsinn.

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    33. Zurück zu Dr.Dr. Dobberahns arab. Grammatik für ANFÄNGER.
      Dr.Dr. Dobberahn (und mit ihm Prof. Dr. Tilman Nagel, auf den er sich als AUTORITÄT beruft) möge sich merken:

      In der arabischen Nationalgrammatik für ERSTSEMESTER stehen nicht alle syntaktischen Gebrauchsmöglichkeiten des Partizips (aktiv und passiv). In der arabischen Literatur (wie im arabischen Sprachgebrauch) lassen sich aber DREI semantische Aspekte des Partizips feststellen:

      1) als Verbalform (mit der Bedeutung eines Verbum finitum), wie in: "mu-hammad 'abd Allâh wa-rasûl(u)h(u)" = "gelobt (sei) der Knecht und Gesandte Gottes". Parallele: "mu-barâk al-âti b-ism al-Rabb" = "gesegnet (sei), der da kommt im Namen des Herrn" (und nicht etwa: "der da kommt im Namen des Herrn, gesegnet (sei)!". Im Arabischen würde eine solche Stellung des gerundivischen Partizips genauso "verquer" klingen. Ferner: "mu-bârak(un) ism al-Rabb" = "gesegnet (sei) der Name des Herrn" (und nicht etwa: "der Name des Herrn gesegnet sei!). Das Partizip "mu-bârak" kann hier durch das Verbum finitum "ta-bârak(a) ism al-Rabb" (mit gleicher Bedeutung) ersetzt werden. Insofern entspricht die Stellung des Verbums am Anfang eines Aussagesatzes der normalen grammatischen Regel des klassischen Arabisch.

      Dieser verbale Gebrauch des arabischen Partizips scheint den Herren Dr.Dr. Dobberahn und Prof. Dr. Tilman Nagel völlig abzugehen! Man kann sich wirklich fragen, was für ein Arabisch diese prominenten Hochschullehrer ihren wissbegierigen Studenten beibringen!

      Zum 2. Gebrauch des Partizips (aktiv und passiv) als a) attributives und b) prädikatives Adjektiv sowie (3.) zum Gebrauch des Partizips als Substantiv - in der nächsten Folge.

      Anonymus i.A. von Lux.

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    34. N.B.: Wer hat den soeben aufgeladenen Beitrag (vom 07.12.2012, 00.45) plötzlich gelöscht?

      Sehr bezeichnend für die Gesinnung mancher "wahrheitssuchender" Wissenschaftler!!!

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      1. Dr. Dr. Dobberahn2. Juni 2013 um 14:07

        Meine Antworten sind auch schon oft gelöscht worden, ohne dass meiner Bitte auf Wiedeherstellung entsprochen wurde.

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    35. Pardon: der Beitrag ist wieder da - es war wohl nur technisch bedingt.

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    36. Anonymus i.A. von Lux.

      Danke für die tollen Kommentare Anonymus. Darf ich i.A von Lux als im Auftrage des Lichtes bzw. der Aufklärung interpretieren oder verbirgt sich dahinter ein Herr Luxenberg?

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    37. Zu Dr.Dr. Dobberahn:

      "Aufklärung" ist richtig. À propos:

      Selbst wenn Dr.Dr. Dobberahn von einem "Prädikatsnomen" ausgeht (was aber bei "muhammad" als VERBALFORM im Kontext der Inschrift vom Felsendom nicht zutrifft), so hat Dr.Dr. Dobberahn wohl nie davon gehört, dass AUCH ein "Prädikatsnomen" in einem einfachen Aussagesatz zur HERVORHEBUNG vorangestellt werden kann. Diese syntaktische Besonderheit wird in der arabischen Nationalgrammatik als "mu-qaddam" (= "vorangestellt") bzw. umgekehrt "mu-akhkhar" (= "nachgestellt") bezeichnet. Ist diese syntaktische Regel Dr.Dr. Dobberahn (wie auch Prof. Dr. Rilman Nagel) in der von Arabisten verfassten arabischen Grammatik für "akademische" ERSTSEMESTER nie begegnet, so steht sie in jeder elementaren "arabischen" SCHULGRAMMATIK. Mit anderen Worten: Das bekommen schon arabische SCHULKINDER beigebracht!!!

      Fazit: Die Aufhäufung von akademischen "Würdenamen" (bzw. Titeln) kann zu dem süffisanten Anspruch verleiten, auf allen Wissensgebieten "kompetent" zu sein. "Tragisch" ist es indessen, dass die betreffenden (akademischen) Kritiker nicht einmal merken, dass sie sich damit selbst blamieren! Zumal wenn sie sich dazu noch in einem unsachlichen, verächtlichen und diskriminierenden Ton über denjenigen äußern, den sie als ihren "Gegner" empfinden.

      Dem amüsierten Beobachter fällt dabei ein zu dieser Situation passendes orientalisches Sprichwort ein, das da heißt (ohne damit irgend jemanden beleidigen zu wollen):

      "Und sollte auch ein Esel seidene Kleider tragen, so würden die Menschen weiterhin zu ihm sagen: 'Was bist du doch für ein ...'!"

      Anonymus

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    38. Dr. Dr. Dobberahn24. Mai 2013 um 15:21

      Nach langer Zeit habe ich mir diese seltsame Internetseite wieder einmal angeschaut. Die Art und Weise, wie hier argumentiert wird, wirft wahrlich kein günstiges Licht auf die philologische Kompetenz der Saarbrücker Forschungsrichtung. Da macht mich z. B. einer der anonymen Korrespondenten zum Nominalsatz im Arabischen auf Konstruktionen des modernen Arabisch aufmerksam wie "anâ ḏâhib". Bemerkenswert ist, dass der anonyme Korrespondent solche Nominalsatz-Konstruktionen, die sich zahlreich auch im Qur’ān finden (wie: "hum fî-hâ ḪÂLID-ÛN"), in seiner eigenen wörtlichen Übersetzung selbst – sogar mit Einklammerung der Copula [bin], [sind]! – philologisch völlig korrekt als Nominalsätze wiedergibt; er schreibt: „anâ ḏâhib" = wörtlich: "ich [bin] gehend", bzw: „hum fî-hâ ḪÂLID-ÛN" = wörtlich: "sie [sind] darin Weilende". Derselbe anonyme Korrespondent meint nun aber, mir im oberlehrerhaften Stil weismachen zu müssen, dass diese Sätze im Arabischen dennoch syntaktisch als Verbalsätze anzusehen seien, weil Rudi Paret sie in seiner deutschen Qur’ānübersetzung als Verbalsätze wiedergibt. Dem anonymen Korrespondenten entgeht offensichtlich, dass Paret hier frei und nicht wörtlich übersetzt, „um das arabische Original in ein lesbares Deutsch umzusetzen“ (so Paret, Der Koran – Übersetzung, Stuttgart / Berlin / Köln / Mainz, 1962, S. 2). Der anonyme Korrespondent möge sich klarmachen: Eine freie und nicht wortwörtliche Übertragung gibt eo ipso noch lange keine Auskunft über die sich im Original findende ursprüngliche Konstruktion. Paret schreibt, ebda., S. 2 ausdrücklich, dass er Nominalsätze wie „Gott ist vergebend“ (vgl. hier zum Nominalsatz WD. Fischer, Grammatik des Klassischen Arabisch, Wiesbaden; 1972, § 361, S. 167) nicht wortwörtlich als Nominalsatz übersetzt. Ein analoger Fehlschluss ist es, wenn derselbe anonyme Korrespondent in unverändert arroganter Tonlage ausführt, dass das passivische Partizip "mu-bârak" (…) alternativ auch durch das Verbum finitum "ta-bârak(a) ism al-Rabb" (mit gleicher Bedeutung) wiedergegeben werden kann“ (vgl. Sura 7, 54; 23, 14; 25, 1.10.61; 40, 64; 43, 85; 55, 78; 67, 1; vgl. auch „sabbaḥa“ in Sura 57, 1; 59, 1; 61, 1). Dass man im Arabischen – und natürlich auch in anderen Sprachen – ein Partizip sinngemäß mit einem finiten Verb umschreiben kann, ist unstrittig; aber das bedeutet doch keinesfalls, dass deshalb im Arabischen Partizipien und finite Verben in grammatikalischer, syntaktischer Hinsicht identisch wären und es daher keinen syntaktischen Unterschied zwischen Nominal- und Verbalsatz gäbe.

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    39. Dr. Dr. Dobberahn24. Mai 2013 um 15:26

      Derselbe anonyme Korrespondent glaubt auch, mir in seinem fortwährend hochfahrenden Stil empfehlen zu müssen, dass ich mich im Hinblick auf den arabischen Nominalsatz nicht nur auf die Elementargrammatiken beschränken sollte. Er fragt: „In welcher arabischen Grammatik hat Dr. Dr. Dobberahn denn gelesen, dass ein Verbalsatz im Arabischen (wie in den übrigen semitischen Sprachen) nur dann als Verbalsatz gilt, wenn ein "Verbum finitum" da steht, und dass Partizipien nur NOMINALSÄTZE bilden ???“ Der anonyme Korrespondent scheint wichtige Standardwerke zur arabischen Syntax nicht zu kennen: z. B. die Arabische Syntax von H. Reckendorf, Heidelberg, 1921, § 1, S. 1: „Enthält der Satz ein Verbum finitum, so heißt er Verbalsatz …; andernfalls Nominalsatz.“ Ebenso W. Wright, A Grammar of the Arabic Language, Vol. II, Cambridge, 1971, § 113, S. 251: „What caracterises a nominal sentence … is the absence of a logical copula expressed by or contained in a finite verb.“ Vgl. hierzu auch H. Reckendorf, Die syntaktischen Verhältnisse des Arabischen, Nachdruck Leiden, 1967, § 4, 2, S. 4; C. Brockelmann, Arabische Grammatik, Leipzig, 1969, § 100, S. 131f; WD. Fischer, Grammatik des Klassischen Arabisch, Wiesbaden, 1972, § 361, S. 167. Auch dort steht nirgendwo, dass aktive wie passive Partizipien in syntaktischer Hinsicht Verbalsätze bilden. Der anonyme Korrespondent zeigt mit seiner Vermutung, dass ich mich hinsichtlich der muḥammadun-Zeilen der Felsendom-Inschrift z. B. nur in der Elementargrammatik von Harder-Schimmel, Arabische Sprachlehre, Heidelberg, 1968, informieren würde (vgl. dort Lektion 1, § 5, S. 23), dass er wohl keine einzige meiner Untersuchungen zur „Felsendominschrift“ ernsthaft zur Kenntnis genommen hat (vgl. zuletzt „Die Kūfī-Inschriften von 72h (= 691/2 n. Chr.) an der Außen- und Innenseite des oktagonalen Arkadenumlaufs im Felsendom zu Jerusalem“, in: Friedrich E. Dobberahn / Peter Schierz (Hgg.), Raum der Begegnung, Strukturen der Wirklichkeit, Schriftenreihe der Deutschen Universität in Armenien, Bd. 7, Taufkirchen, 2013, S. 171-225; die Wikipedia-Seite zum Felsendom listet noch weitere Publikationen von mir zum Thema auf).

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    40. Dr. Dr. Dobberahn24. Mai 2013 um 15:27

      Man fragt sich dann umgekehrt, warum der anonyme Korrespondent selbst keine ausführliche arabische Grammatik oder Untersuchung zur arabischen Syntax zitiert, um daraus seine gegenteiligen Ansichten zum Nominalsatz im Arabischen mit genauer Angabe von Paragraphen und Seitenzahlen zu belegen. Die von den Saarbrückern gescholtene Fachwelt wartet noch immer vergeblich darauf, dass ihr irgendwann einmal die von den Saarbrückern schon so oft angekündigten, eindeutigen und überzeugenden Belege vorgeführt werden. Normalerweise hält man ja die „schlagendsten“ Beweise nicht gerade zurück. Was jedoch bisher von Luxenberg u. a. an Belegen präsentiert wurde, beruht eindeutig auf Trugschlüssen, die dadurch zustande kommen, dass der anonyme Korrespondent (wie auch Luxenberg u. a.) ganz unterschiedliche sprachhistorische Entwicklungsphasen des Arabischen anachronistisch in einen Topf wirft, um sich dadurch eine seiner Hypothesenbildung zweckdienliche arabische Privatgrammatik zusammenschreiben zu können. Wer sich tatsächlich einmal in die semitistische Fachliteratur vertieft hat, weiß natürlich, dass es im Neuarabischen durchaus Berührungen mit dem Hebräischen und Aramäischen gibt; vgl. G. Bergsträsser, Einführung in die semitischen Sprachen, Darmstadt, 1972, S. 156; s. dazu meinen oben zitierten Aufsatz, S. 201f mit Anm. 89; auf S. 200 verweise ich z. B. darauf, dass sich im Aramäischen (ebenso schon im biblischen Hebräisch) das Partizip im syntaktischen Gebrauch dem finiten Verb annähert (vgl. hierzu G. Dalman, Grammatik des jüdisch-palästinischen Aramäisch, Darmstadt, 1960, § 64, 5, S. 284, wo sogar Partizipien mit Endungen des Verbum finitum aufgezählt werden). Damit sind jedoch im Hinblick auf die sechs muḥammadun-Zeilen der Felsendom-Inschrift auch die z. B. bei WD. Fischer, Grammatik des Klassischen Arabisch, aaO., § 202, S. 99f u. a. schon für das klassische Arabisch genannten Verwendungsweisen des aktiven Partizips als nominales Prädikat im Arabischen nicht vereinbar. Man kann sich nur darüber wundern, dass sich keiner der „Arabisten“ der Saarbrücker Schule die Mühe macht, die hier notwendigen sprachgeschichtlichen Entwicklungen des Arabischen in Rechnung zu stellen, was mit einem Blick in die sprachhistorischen Grammatiken des Arabischen und des Aramäischen leicht zu bewerkstelligen wäre.

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    41. Dr. Dr. Dobberahn24. Mai 2013 um 15:30

      Mit höchst mangelhafter grammatikalischer und sprachhistorischer Recherche, aber in der ihm eigenen, fortgesetzt arroganten Tonlage präsentiert sich der anonyme Rezensent auch in der hier wesentlichen Frage der betonten Voranstellung eines indeterminierten Adjektivs oder Partizips im arabischen Nominalsatz. Diese Voranstellung ist – wie er hätte bemerken müssen, wenn er die entsprechende Literatur konsultiert hätte – allerdings an ganz bestimmte, gut belegte syntaktische Ausnahmeregelungen gebunden, die aber gerade auf die Konstruktion der muḥammadun-Zeilen in der Felsendominschrift nicht zutreffen; vgl. meinen oben zitierten Aufsatz, S. 197, Anm. 76 (Lit.); S. 201, Anm. 88 (Lit.); S. 203, Anm. 93 (Lit.), wo ich eben auch nicht bloß auf arabische Anfängergrammatiken rekurriere, sondern wie oben schon auf Reckendorf, Brockelmann, Nöldeke, Fischer, etc.. Es führt zu nichts, wenn Luxenberg u. a. „Arabisten“ der Saarbrücker Richtung, um ihre anti-islamische Deutung der Felsendominschrift zu inthronisieren, auch hier wieder in sprachhistorisch anachronistischer Weise auf das artifizielle Übersetzungsarabisch der christlichen-arabischen Liturgie zurückgreifen; sie erwähnen z. B. das "mu-barâk al-âti b-ism al-Rabb" = "gesegnet (sei), der da kommt im Namen des Herrn" etc., das aber bloß Wort für Wort den im Hebräischen und Aramäischen üblichen, aber im Arabischen selbst in dieser inversiven Form unbelegten nominalen Wunschsatz abbildet; vgl. Ps. 118, 26; Matth. 21, 9; Mark 11, 9; Luk. 1, 28.68; vgl. noch Gen. 3, 14; 14, 19; Dan. 3, 28; s. den oben zitierten Aufsatz, S. 199f. Wie künstlich das neutestamentliche Übersetzungsarabisch ist, das auch auf die christlich-arabische Liturgie eingewirkt hat, sieht man z. B. an Joh. 1, 1.14f, wo das fem. sg. ﺍﻠﻜﻠﻤﺔ ’al-kalimatu aufgrund des masc. griechischen ho logos mehrfach mit der 3. m. (!) sg. pf. konstruiert wird (z. B. ﻜﺎﻦ kāna, etc.), obgleich es in korrektem Arabisch immer ﻜﺎﻨﺖ kānat, 3. f. (!) sg. pf., etc., heißen müsste (s. meinen oben zitierten Aufsatz, S. 201, Anm. 89).

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    42. Dr. Dr. Dobberahn24. Mai 2013 um 15:34

      Ein anderer anonym bleibender Korrespondent (bhigr), der mir gegenüber genau denselben oberlehrerhaften Tonfall anschlägt, kann z. B. noch nicht einmal den Terminus „Prädikatsnomen“ korrekt wiedergeben; er schreibt mehrfach – und das sogar in Großbuchstaben – „PRÄDIKARSNOMEN“ (!). Wenn sich jemand intensiv und gründlich mit dem Prädikatsnomen und seinen syntaktischen Verwendungsweisen beschäftigt hat, dann weiß er natürlich auch, wie man einen solchen Ausdruck orthographisch richtig wiedergibt. Weil er darüber hinaus die Möglichkeit, die an sich zeitlosen semitischen (Passiv-)Partizipien auch als Futur Passiv zu übersetzen, mit dem ausgeprägten Latinismus einer Gerundivkonstruktion ineins setzt, trägt er die lateinische Syntax in das Arabische ein. Auch dieser anonyme Korrespondent möge zur Kenntnis nehmen: Mithilfe der lateinischen Gerundivform „interficiendus“ qualifiziert z. B. C. Brockelmann, Arabische Grammatik, aaO., § 52c, S. 64 ﻣﻘﺘﻮﻞ maqtūlun nicht als Gerundivkonstruktion, sondern lediglich als Partizip Futur Passiv, das das Gerundivum im Lateinischen ja ebenso vertritt. Damit ist natürlich noch lange nicht die Existenz eines so hochspeziellen Latinismus, wie ihn die Gerundivkonstruktion im Lateinischen darstellt, für das Arabische bewiesen. Auch bei diesem anonymen Korrespondenten trifft man das schon oben kritisierte philologisch dubiose Verfahren an, nach gusto sprachhistorisch alles in einen Topf zu werfen und so zu tun, als würden sich die semitischen Sprachen weder untereinander noch in verschiedenen sprachgeschichtlichen Stufen, noch von anderen Sprachen in wesentlichen Dingen unterscheiden.

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    43. Dr. Dr. Dobberahn24. Mai 2013 um 15:37

      Diese Verbindung von einerseits oberlehrerhaftem Stil und andererseits mangelhaften arabistischen Fachkenntnissen zeigt sich auch bei einem weiteren „Anonymus“, der sogar „i. A. von Lux[enberg]“ höchstselbst den semitischen Adjektiven ihren nominalen Status in der Syntax abspricht. Auch diesem anonymen Korrespondenten scheint C. Brockelmann, Arabische Grammatik, aaO., § 47a, S. 60: „Die Nomina im engeren Sinne sind Substantiva und Adjektiva“ unbekannt geblieben zu sein; vgl. a. W. Wright, A Grammar of the Arabic Language, Vol. I, Cambridge, 1971, § 191, S. 106; WD. Fischer, Grammatik des Klassischen Arabisch, aaO., § 61, S. 35; vgl. §§ 201f, S. 99f.

      Insgesamt kann ich das gegen Herrn Nagel und mich – immer nur aus der offenbar als „mutig“ und „fair“ empfundenen Anonymität heraus – ausgesprochene Urteil an unsere anonymen Kritiker zurückgeben: Tragisch ist, dass diese betreffenden Kritiker nicht einmal merken, wie sehr sie sich selbst blamieren, zumal wenn sie sich dazu noch in einem unsachlichen, verächtlichen und diskriminierenden Ton über diejenigen äußern, die sie als ihre Gegner empfinden.

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      1. Ein typisches steriles "Taubstummengespräch" -

        Der amüsierte Beobachter

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    44. Dr. Dr. Dobberahn17. Juni 2013 um 23:39

      ﻗﻠﺐ ﺍﻻﺤﻤﻖ ﻓﻰ ﻓﻴﻪ

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    45. Da scheint einer eine Anfängerlektion der arabischen Grammatik von Harder-Schimmel (unkritisch) sich gut gemerkt zu haben. Von ihm ist daher eine etymologische Erläuterung des "arabischen" Wortes "FÎHi" nicht zu erwarten. Auch ist ihm kein Vorwurf dafür zu machen, dass er sich auf Arabisten (ersten Grades) wie Reckendorf und Brockelmann beruft, da auch diese die Koransprache (den arabischen Grammatikern ebenso unkritisch folgend) für "Klassisch-Arabisch" hielten.
      Ein Blick in Brockelmanns Standardwerk "Vergleichende Grammatik der semitischen Sprachen" genügt, um dieses sprachhistorische Irrtum zu illustrieren. Jedes Mal nämlich, wenn Brockelmann ein Beispiel aus dem Koran anführt, sagt er dazu: "im ALTARABISCHEN" (was deutlich zeigt, dass auch Brockelmann das Wesen der Koransprache nicht erkannt hat).

      Ein interessierter Leser

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    46. Nachtrag:

      Dr. Dr, Dobberahn hat es versäumt, das arabische Zitat aus Harder-Schimmels "arabische Grammatik" für den Laien zu übersetzen. Transkribiert lautet dieses Zitat:
      "qalb(u) al-aHmaq(i) fî fîh(i)",
      was wörtlich heißt:
      "Das Herz des Toren in seinem Munde",
      sinngemäß aber (frei übersetzt) bedeutet:
      "Des Toren Sinnen äußert sich durch die Worte seines Mundes".

      Frage: Meint der Urheber dieses Zitats (möglicher Weise) sich selbst damit?

      Dies ist eine rein rhetorische Frage.

      Für den interessierten Leser.

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    47. Das nennt man: "Fröhliche Wissenschaft" - wider den "tierischen Ernst" mancher, mit "arabistischen Scheuklappen" daherredenden "Arabisten".

      Der fröhliche Beobachter.

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      1. Dr. Dr. Dobberahn28. Juli 2013 um 13:07

        Immerhin ist zu registrieren, dass der anonyme Schreiberling namens „Der interessierte Leser“ im Arabischen einige Fortschritte gemacht hat und in der Arabischen Sprachlehre von Harder/Schimmel zumindest bis Seite 59 gekommen ist. Die völlig einfallslose Retourkutsche, ob der „Urheber dieses Zitats (möglicher Weise) sich selbst damit meint“, wird als „rein rhetorische Frage“ deklariert, so als ob rhetorische Fragen nicht genau das unterstellen wollten, was sie erfragten. Offenbar wissen manche gar nicht, was eine rhetorische Frage ist.
        Im Übrigen haben C. Brockelmann und H. Reckendorf – wie Th. Nöldeke, A. Neuwirth, u. v. a. – eine präzis belegte Vorstellung davon, dass das Qur’ān-Arabisch auch vom sog. Klassischen Arabisch abweicht. Wenn die qur’ānische Sprache Besonderheiten gegenüber dem sonstigen, damaligen Arabisch aufweist, haben diese jedoch nichts mit dem von Chr. Luxenberg und der Saarbrücker Schule unterstellten Syro-Aramäisch-Arabischen Sprach-Makkaroni zu tun (vgl. z. B. St. Wild, Lost in Philology? The Virgins of Paradise and the Luxenberg Hypothesis”, in: Angelika Neuwirth / Nicolai Sinai / Michael Marx (Hg.), The Qur’ān in Context. Historical and Literary Investigations into the Qur’ānic Milieu, Leiden / Boston, 2010, S. 637.643), sondern gehen vor allem auf das Konto der prophetischen Sprechweise Muḥammads, der darin manchen alttestamentlichen Propheten ähnelt, die auch ein etwas anderes Hebräisch sprachen als das Jerusalemer. Der „interessierte Leser“ würde sicher nicht mit diesem argumentativem Totalausfall daher schwadronieren, wenn er sich mit der wissenschaftlichen Literatur Punkt für Punkt auseinandersetzte. „Arabistische Scheuklappen“ (so der andere anonyme Skribent namens „Der fröhliche Beobachter“) scheinen ja eher diejenigen zu haben, die sich von fundierter Wissenschaft eher belästigt fühlen und sich daher die Lektüre von z. B. Nöldeke oder Neuwirth eher gar nicht zumuten (vgl. Th. Nöldeke, Neue Beiträge zur semitischen Sprachwissenschaft, Straßburg, 1910, S. 5ff; vgl. auch A. Neuwirth, Der Koran als Text der Spätantike, Berlin, 2010, S. 595ff.599ff.706ff.724.738). Auch wenn hinsichtlich der ‛Arabīya umstritten ist, ob alle ihre Feinheiten – wie der ’I‛rāb – zur gesprochenen Sprache gehörten (vgl. Th. Nöldeke, Neue Beiträge zur semitischen Sprachwissenschaft, aaO., S. 1ff; Johann Fück, Arabiya – Untersuchungen zur arabischen Sprach- und Stilgeschichte, Abh. d. Sächs. Akad. d. Wiss., phil.-hist. Kl. 45, 1, Berlin, 1950, S. 1ff; s. dazu H. Wehr, in: ZDMG 102, 1952, S. 179ff (Rez.); Anton Spitaler, Biblioteca Orientalis X [3/4], 1953, S. 144ff (Rez.)), etc., darf doch angenommen werden, dass – trotz z. T. unterschiedlicher Stammesdialekte – das Klassische Arabisch, wie es die Grammatiker darstellen und wie es in den alten Gedichten und trotz mancher Besonderheiten auch im Qur’ān vorliegt, eine wirklich gesprochene und überall verstandene Sprache war; so schon Th. Nöldeke, Zur Grammatik des Classischen Arabisch, Nachdruck Darmstadt, 1963, S. 2; ders., in: ZDMG 59, 1905, S. 412ff (Rez.); vgl. James T. Monroe, Oral Composition in Pre-islamic Poetry, in: Journal of Arabic Literature 3, 1972, S. 1-53; Navid Kermani, Sprache als Wunder – Der Koran als Grundtext der arabischen Kultur, Schriftenreihe der Vontobel-Stiftung, Zürich, 2009, S. 11; etc.

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      2. So viel ist sicher, wie auch Dr. Dobberahn, bestätigt, daß das "Qur’ān-Arabisch auch vom sog. Klassischen Arabisch abweicht". Wieso sollen das aber "Besonderheiten gegenüber dem sonstigen, damaligen Arabisch" sein. Woher will denn Dr. Dobberahn wissen, was das "sonstige, damalige Arabisch" war. Es gibt doch m.W. außer dem Koran und einigen wenigen Inschriften (deren korrekte Lesung, wie man sieht, ebenso streitig ist) keine Dokumente des "damaligen Arabisch". Und die Grammatik des Klassischen Arabisch - ist sie mehr als eine Konstruktion nachkoranischer Grammatiker, die den Koran schon unbedingt im späteren islamischen Verständnis lesen wollten und von denen mindestens Sibawaih Perser war? Von daher ist mir auch Dr. Dobberahns Geringschätzung des Arabischen in der christlich-liturgischen Verwendung nicht einsichtig.

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    48. Dr. Dobberahn hält die "Existenz eines so hochspeziellen Latinismus, wie ihn die Gerundivkonstruktion im Lateinischen darstellt, für das Arabische" nicht für gegeben. "Hochspeziell" ist aber lediglich die Existenz einer eigenen Verbalform Gerundivum. Davon unabhängig hat aber auch im Lateinischen das Partizip mitunter immer noch gerundivische Bedeutung - wie es Luxenberg für das arabische Partizip behauptet. Beispiele sind: "invictus" sowohl "unbesiegt" als auch "unbesieglich" oder "invisus" "ungesehen" als auch "nicht anzusehen" im Sinne von "verhaßt". Ähnlich im alten Griechisch. Im Ergebnis halte ich Luxenbergs Verständis des arabischen Partizips "muhammad(un)" für naheliegend.
      Den Ausruf "Benedictus qui venit in nomine Domini" in der katholischen Messe versteht man natürlich auch als "Gesegnet ist/sei, der kommt im Namen des Herrn!"und nicht "Benedikt, der im Namen des Herrn kommt/gekommen ist".

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      1. Dr. Dr. Dobberahn28. Juli 2013 um 13:13

        I) Über die Bedeutungsentwicklung von invictus = „unbesiegt“ zu „unbesieglich“ und die „altgriechischen“ Verbaladjektive auf -tos und -teos lässt sich reden (die Beispiele, die Herr Dr. Heger erwähnt, stammen aus: H. Rubenbauer / J. B. Hofmann / R. Heine, Lateinische Grammatik, München, 1995, S. 202, Anm. 3). Auf gleichartige Anwendungen im Arabischen hatte ich auf dieser Internetseite schon selbst hingewiesen, aber für Herrn Dr. Heger wiederhole ich das hier gerne noch einmal: Carl Brockelmann, Arabische Grammatik, aaO., § 52c, S. 64 verweist darauf, dass die arabischen Partizipien „an sich keinen Tempusbegriff“ enthalten, wonach dann z. B. maqtūlun im Lateinischen auch als „interficiendus“ (part. fut. pass.), im Deutschen als „einer, der getötet werden wird oder soll“ wiedergegeben werden kann; vgl. dasselbe Beispiel übrigens schon in der „Elementargrammatik“ von E. Harder / A. Schimmel, Arabische Sprachlehre, Tübingen, 18. unv. Aufl., 2011, Lektion 14, § 5b, S. 99; vgl. a. WD. Fischer, Grammatik des Klassischen Arabisch, Wiesbaden, 1972, § 201, S. 99: mašrūbun „was getrunken wird, getrunken werden kann, trinkbar“. Weiteres in den Wörterbüchern, wo Partizipien und „Quasipartizipien“ wie ḥamīdun, ḥamūdun, ’aḥmadu, maḥmūdun, muḥammadun aufgrund ihrer Zeitlosigkeit sowohl durch „laudatus“, als auch durch „laudandus, laudabilior, multa laude dignus“ wiedergegeben werden; vgl. G. W. Freytag, Lexicon Arabico-Latinum, aaO., Tom. I, Beirut, 1975, S. 424a; H. Wehr, Arabisches Wörterbuch für die Schriftsprache der Gegenwart, Wiesbaden, 1968, S. 185b „gepriesen, gelobt, lobenswert, preiswürdig, löblicher, löblich“.
        Von hier aus ist allerdings fraglich, ob mit der Interpretation des zeitlosen arabischen part. pass. als part. fut. pass. – das in diesem Fall dem lateinischen Gerundivum nahekommt, ohne jedoch ein lateinisches Gerundivum zu sein – dann auch schon alle anderen gerundivischen Anwendungen für das Arabische gelten, wie sie z. B. Rubenbauer / Hofmann / Heine, aaO., S. 204ff, für die spezielle, lateinische Gerundiv-Konstruktion anführen. Das hatte ich bestritten. Herrn Dr. Heger, der in Hinsicht auf das Lateinische für „hochspeziell … lediglich die Existenz einer eigenen Verbalform Gerundivum“ hält, steht es frei, alle diese von Rubenbauer / Hofmann / Heine genannten speziell lateinischen Anwendungen des Gerundivums vom arabischen Partizipiengebrauch her aus arabischen Texten zu belegen.

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      2. Ich darf festhalten: »maqtūlun [kann] im Lateinischen auch als „interficiendus“ (part. fut. pass.), im Deutschen als „einer, der getötet werden wird oder soll“ wiedergegeben werden» und ebenso »mašrūbun „was getrunken wird, getrunken werden kann, trinkbar“«. Mit anderen Worten, diese und zweifellos viele andere arabische Passivpartizipien haben (auch) eine Bedeutung, die im Lateinischen gewöhnlich mit dem "Gerundivum" genannten Verbaladjektiv ausgedrückt wird und die ich darum gerundivische Bedeutung genannt habe.
        Ob »alle anderen gerundivischen Anwendungen für das Arabische gelten, wie sie z. B. Rubenbauer / Hofmann / Heine, aaO., S. 204ff, für die spezielle, lateinische Gerundiv-Konstruktion anführen«, ist für die vorliegende Frage unerheblich. Daß jedoch in einem arabischen Satz "muhammad rasul allah ..." das Passivpartizip "muhammad(un)" die sonst zugegebene gerundivische Bedeutung nicht haben, sondern unbedingt ein Eigenname sein soll, ist nicht einzusehen.

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      3. Dr. Dr. Dobberahn29. Juli 2013 um 03:14

        Sehr geehrter Herr Heger, Sie schreiben: "Daß jedoch in einem arabischen Satz "muhammad rasul allah ..." das Passivpartizip "muhammad(un)" die sonst zugegebene gerundivische Bedeutung nicht haben, sondern unbedingt ein Eigenname sein soll, ist nicht einzusehen." Entweder haben Sie meine folgenden Beiträge, die Ihnen zum Zeitpunkt Ihrer Einlassung vorlagen, nicht gelesen oder einfach ignoriert. Es findet sich Ihrerseits kein einziges philologisches Gegenargument mit Hinweis auf eine arabische Grammatik oder einen arabischen Belegtext. Leider muss ich daher auch bei Ihnen den hier auf dieser Internetseite oft zu beobachtenden argumentativen Totalausfall feststellen. Können Sie denn Ihre Behauptung nicht philologisch exakt begründen, warum in den muḥammadun-Zeilen der Felsendom-Inschrift das pt. pass. von ḥmd II k e i n Eigenname ist? Wenn Sie in b e g r ü n d e t e r Weise anderer Meinung als ich wären, dann hätten Sie doch alle meine Argumente (s. u. II, III, IVb) mit nachvollziehbaren Gegenargumenten entkräften können.

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    49. Dr. Dr. Dobberahn28. Juli 2013 um 14:02

      II) Der Dissens mit der Saarbrücker Schule geht natürlich viel tiefer in die arabische Syntax hinein, wozu ich mich auf dieser Internetseite ebenfalls seit Januar 2012 (s. dort) schon mehrfach geäußert habe. Luxenberg und die Saarbrücker Schule wollen muḥammadun in den muḥammadun–Zeilen der Felsendom-Inschrift (muḥammadun ‛abdu llāhi wa-rasūluhū = Mohammed ist der Knecht Gottes und sein Gesandter“) nicht als Eigenname verstehen, sondern als „zu preisen ist“ oder alternativ als christologisches Epitheton „der zu Preisende [ist]“. Dagegen sprechen zwei gewichtige Gründe:

      a) Die muḥammadun–Zeilen der Felsendominschrift sind Nominalsätze, in denen gemäß der arabischen Syntax das Prädikatsnomen am Satzende steht. (vgl. z. B. al-baytu kabīrun = das Haus [ist] ein großes, [ist] groß“; E. Harder / A. Schimmel, Arabische Sprachlehre, aaO., Lektion 1, § 4, S. 23; WD. Fischer, Grammatik des Klassischen Arabisch, aaO., § 362, S. 167; vgl. § 366, S. 168). Außer von Luxenberg und der Saarbrücker Schule, die muḥammadun als finites Verb (! dazu s. u.) und daher die muḥammadun-Zeilen als Verbalsätze ansehen wollen, werden die muḥammadun–Zeilen von allen anderen Arabisten als Nominalsätze angesehen, für deren Syntax die Nachstellung des Prädikatsnomens gilt.

      b) Zur alternativen These, dass muḥammadun ein christologisches Epitheton „zu Preisender“ sei, ist zu sagen, dass das an der Spitze eines arabischen Nominalsatzes stehende Subjekt nur determiniert sein kann (vgl. W. Wright, A Grammar of the Arabic Language, Vol. II, Cambridge, 1971, § 127, S. 260f), d. h. es muss den bestimmten Artikel –al haben. Eine wichtige Ausnahme hiervon, die in den muḥammadun-Zeilen vorliegt, bilden Eigennamen wie zaydun oder muḥammadun, die trotz ihrer Nunation dem Sinn nach determiniert sind (vgl. C. Brockelmann, Arabische Grammatik, Leipzig, 1969, § 73a mit Anm. 3, S. 88f) und daher trotz Nunation einen Nominalsatz als Subjekt einleiten können. Will man muḥammadun nun nicht als Eigenname, als Epitheton „zu Preisender“ verstehen, muss man erklären, warum dem Epitheton der bestimmte Artikel fehlt. Nicht zufällig schmuggelt Luxenberg ja in seiner alternativ angebotenen Epitheton-Deutung „Der zu Preisende“ auch im Deutschen den bestimmten Artikel ein. Außer von Luxenberg und der Saarbrücker Schule wird das Wort muḥammadun in den muḥammadun–Zeilen von allen anderen Arabisten als Eigenname verstanden.

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      1. Ich habe nach langer Zeit einmal wieder diesen Themenstrang durchgelesen. Hier hat Herr Dobberhahn versucht, die wesentlichen Inhalte der Diskussion in seinem Sinne zusammenzufassen. Zu Missverständnissen hat möglicherweise geführt, dass der Begriff "Nomen" in zwei verschiedenen Bedeutungen verwendet wird. Zum Einen als Oberbegriff für Subjektive und Adjektive (Definition 1). Zum Anderen als Synonym für Substantive (Definition 2). Wenn man die erste Definition verwendet, dann ist das Gerundivum "zu preisen" ein Verbaladjektiv und damit auch ein Vebalnomen. Laut der zweiten Definition ist es kein Verbalnomen, weil nur Substantive Nomen sind.

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    50. Dr. Dr. Dobberahn28. Juli 2013 um 14:18

      Luxenberg und die Saarbrücker Schule versuchen nun, diesen einfachen, in den arabischen Texten tausendfach zu belegenden syntaktischen Regeln dadurch zu entkommen, dass sie ganz einfach das gerundivisch verstandene muḥammadun „zu preisen ist“ einem finiten Verb gleichsetzen, das im Arabischen regelmäßig einen Verbalsatz einleitet (vgl. H. Reckendorf, Arabische Syntax, Heidelberg, 1921, § 1, S. 1; W. Wright, A Grammar of the Arabic Language, Vol. II, Cambridge, 1971, § 113, S. 251; vgl. hierzu auch H. Reckendorf, Die syntaktischen Verhältnisse des Arabischen, Nachdruck Leiden, 1967, § 4, S. 4; C. Brockelmann, Arabische Grammatik, Leipzig, 1969, § 100, 131f; WD. Fischer, Grammatik des Klassischen Arabisch, aaO., § 361, S. 167). Muḥammadun wäre damit – trotz seines nominalen Status, Kasusendungen und Nunation anzunehmen – finiten Verben wie tabāraka („gesegnet sei …“; vgl. Sura 7, 54; 23, 14; 25, 1.10.61; 40, 64; 43, 85; 55, 78; 67, 1) oder sabbaḥa („es verherrliche …“; vgl. Sura 57, 1; 59, 1; 61, 1) syntaktisch gleich.
      Um diesen Gewaltakt zu rechtfertigen, machen Luxenberg und sein Saarbrücker Gefolge allerdings eine zusätzliche Annahme, die außer von ihnen weltweit von keinem Arabisten geteilt wird: dass nämlich die Sprache des Korans – weil dieser angeblich auf (bisher unbelegten) syro-aramäischen Subtexten christlicher Provenienz beruhe – eine „Mischung“ („Interferenz“) aus Arabisch und Syro-Aramäisch darstelle. Im Aramäischen nähert sich ja tatsächlich das Partizip im syntaktischen Gebrauch einem finiten Verb an (vgl. Th. Nöldeke, Syrische Grammatik, aaO., § 309, S. 235; C. Brockelmann, Syrische Grammatik, aaO., § 214, S. 114f; so auch im Biblisch-, Jüdisch- und Christlich-Palästinisch Aramäischen sowie im Mandäischen; C. Brockelmann, Grundriss der vergleichenden Grammatik der semitischen Sprachen, Bd. II, Nachdruck Darmstadt, 1966, §§ 81ff, S. 159ff). Wenn dem aber wirklich so wäre, dass im Arabischen Partizipien syntaktisch wie finite Verben gebraucht würden, müssten Luxenberg und die Saarbrücker Schule eine repräsentative Fülle von eindeutigen Belegen aus dem Koran-Arabischen bringen können, wo ein Prädikatsnomen im Nominalsatz indeterminiert am Anfang steht und sich wie im Aramäischen einem finiten Verb annähert, so dass man – wie im jüdisch-palästinischen Aramäisch, wo Partizipien bisweilen sogar mit den Konjugationsendungen versehen werden (vgl. G. Dalman, Grammatik des jüdisch-palästinischen Aramäisch, Darmstadt, 1960, § 64, 5, S. 284) – auch von einem Verbalsatz sprechen darf. Das können sie jedoch nicht.

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    51. Dr. Dr. Dobberahn28. Juli 2013 um 14:24

      III) Die einzigen – trügerischen – Belege, die sie bisher erbracht haben, sind die „benedictus“-Beispiele aus der hebräischen und griechischen Bibel, die unter artifizieller Beibehaltung der Wortstellung in die christlich-arabische Liturgie eingedrungen sind (vgl. Ps. 118, 26; Matth. 21, 9; Mark. 11, 9; vgl. a. Luk. 1, 28.68; dort steht übrigens auch nicht das Gerundivum, sondern immer das part. pf. pass.: „benedictus, qui venit …“, „benedicta tu …“, „benedictus Dominus …“). Im Hebräischen und Aramäischen (und auch darauf habe ich auf dieser Internetseite schon mehrfach hingewiesen) kann man – im Gegensatz zum Arabischen – einen nominalen Wunschsatz bilden mit Voranstellung des Prädikatsnomens (vgl. Ps. 118, 26: bārūḵ hab-bā’ bešēm yhwh; vgl. Gen. 14, 19; Dan. 3, 28; etc.; C. Brockelmann, Grundriss der vergleichenden Grammatik der semitischen Sprachen, Bd. II, aaO., § 15b, S. 27; ders., Hebräische Syntax, aaO., § 7bc, S. 5f). Das ntl. Griechisch imitiert diese Wortstellung (Matth. 21, 9; Mark. 11, 9), worauf auch die Vulgata-Übersetzung und die von Herrn Dr. Heger angeführte katholische Messe basiert. Aus der Bibel ist dieser Vers dann in die christlich-arabische Liturgie eingedrungen, wobei schon das artifizielle Übersetzungsarabisch des NTs die Wortstellung (d. h. die Voranstellung des Prädikatsnomens im Nominalsatz) nachahmt; vgl. a. Luk. 1, 28.68. Auch wenn Luxenberg und sein Saarbrücker Gefolge immer wieder auf diesen absolut spärlichen Belegen insistieren (weil sie vermutlich die einzigen sind), kommen sie als tragfähige und eindeutig gültige Beweise nicht in Frage. Und zwar aus mehreren Gründen:

      a) Literaturgeschichtlich ist es ein durchweg bekanntes Phänomen, dass gerade bei „heiligen“ und liturgischen Texten aus Gründen der Pietät und / oder aus „magischen“ Rücksichten „sklavisch“ übersetzt wird. Wie artifiziell u. a. auch das ntl. Übersetzungsarabisch mit seiner theologisierenden Grammatik ist, scheint von Luxenberg und den Saarbrückern geflissentlich ignoriert zu werden. Hier nur ein Beispiel von vielen: in Joh. 1, 1f.14 wird das fem. sg. al-kalimatu aufgrund des masc. ho logos mehrfach mit der 3. m. (!) sg. pf. konstruiert (z. B. kāna, etc.), obgleich es in korrektem Arabisch immer kānat, 3. f. sg. pf., etc., heißen müsste. Wenn wir in christlich-arabischen Liturgie-Texten die künstliche Nachahmung von sprachlichen Vorbildern vorliegen haben, die der klassisch-arabischen Syntax widersprechen, ist das nichts Ungewöhnliches, eher etwas Normales. Nur sollte man diese sprachlichen Phänomene nicht in einen Topf z. B. mit dem Arabischen der Felsendom-Inschrift werfen.

      b) Weder der Koran noch die die Felsendom-Inschrift machen als solche den Eindruck, in einer „Mischsprache“ mit dem Syro-Aramäischen abgefasst zu sein; auch hier stehen Luxenberg und sein Saarbrücker Gefolge völlig allein (vgl. St. Wild, Lost in Philology? The Virgins of Paradise and the Luxenberg Hypothesis”, in: Angelika Neuwirth / Nicolai Sinai / Michael Marx (Hg.), The Qur’ān in Context. Historical and Literary Investigations into the Qur’ānic Milieu, Leiden / Boston, 2010, S. 637.643). Gerade im Hinblick auf die arabische Syntax ist Luxenberg und der Saarbrücker Schule die Beobachtung von Theodor Nöldeke entgegenzuhalten, dass in arabischen Übersetzungen syrischer Texte „der Araber […] unaufhörlich die Wortstellung ändern (muss), während der Syrer fast überall auch die für den Araber nothwendige Wortstellung hätte wählen können.“ (Th. Nöldeke, Kurzgefasste syrische Grammatik, Darmstadt, 1966, § 324, S. 248, Anm. 1). Das heißt: Die arabische Syntax, verfügt sogar bei der Übersetzung syrischer Texte noch über eine solche Stabilität, dass sie sich gegen die Syntax direkter aramäischer Vorlagen durchsetzen kann. Wäre der Einfluss des Aramäischen derart stark, wie von Luxenberg und der Saarbrücker Schule behauptet wird, würde man diese generelle Kohärenz syntaktischer Regeln in den aus dem Syrischen ins Arabische übersetzten Texten nicht konstatieren können.

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    52. Dr. Dr. Dobberahn28. Juli 2013 um 14:30

      c) Überhaupt nicht berücksichtigen Luxenberg und die Saarbrücker Schule die durch die spätere Sprachentwicklung bedingten Berührungen des Neuarabischen mit dem Hebräischen und Aramäischen (vgl. schon G. Bergsträsser, Einführung in die semitischen Sprachen, Darmstadt, 1972, S. 156) auch im Syntaktischen, wenn sie aus der heutigen christlich-arabischen Liturgie Belege zitieren oder auf heutige arabische Bibelübersetzungen rekurrieren.

      IV) Noch zwei Nachträge:
      a) Eine Bemerkung zum Gerundivum als Verbum infinitum und nicht, wie Luxenberg meint, verbum finitum: Herr Dr. Heger, der offenbar die lateinische Grammatik von Rubenbauer / Hofmann / Heine zur Hand hat, kann sich, aaO., § 70, S. 65, davon überzeugen, dass schon das lateinische Gerundivum nicht als finites Verbum gilt, sondern – weil es eine adjektivische Nominalform des Verbums ist – als „verbum infinitum“ (vgl. auch E. Habenstein / H. Zimmermann, Lateinische Sprachlehre, Stuttgart, 1962, § 79, S. 90). Auch niemand sonst in der Arabistik – außer Luxenberg und der Saarbrücker Schule – würde muḥammadun, das als Nominalform Nunation und Kasusendung annimmt, als ein finites Verb bezeichnen. Es ist offensichtlich, dass sich Luxenberg hier vom terminologischen Konsens sowohl der Arabistik, als auch der Latinistik wegbewegt und sich nicht scheut, eine seiner Hypothesenbildung zweckdienliche, private Grammatik des Arabischen zu schreiben.

      b) Herr Dr. Heger verweist darauf, dass man „den Ausruf „Benedictus qui venit in nomine Domini“ in der katholischen Messe (…) natürlich auch als „Gesegnet ist/sei, der kommt im Namen des Herrn!“ und nicht als „Benedict, der im Namen des Herrn kommt/gekommen ist“ versteht – ein Argument, das sich zu muḥammadun wortwörtlich schon bei Luxenberg findet. Angesichts dessen, was ich oben unter III ausgeführt habe, wird deutlich, dass Herr Dr. Heger mit seinem einfachen Hinweis auf „Benedict“ die Komplexität des ganzen Sachverhalts völlig unterschätzt. – Bestritten wird von den Saarbrückern außerdem, dass muḥammadun zu Beginn des 7. Jahrhunderts kein Eigenname sein könne, weil das pt. pass. von √ḥmd II als Eigenname erst gegen Ende des 7. Jahrhunderts zu belegen sei. Hierzu weist T. Nagel, Mohammed – Leben und Legende, München, 2005, S. 100, auf folgende Tatsache hin: „Dass Beinamen zu Eigennamen mutieren – und dann auch grammatisch als solche behandelt werden – ist nicht eben selten.“ Vgl. a. A. Neuwirth, Der Koran als Text der Spätantike, Berlin, 2011, S. 101f: Für Südarabien wurden „Parallelfälle für die Übertragung von göttlichen Ehrentiteln auf privilegierte Personen aus ihrem Anbeterkreis nachgewiesen.“ Im Übrigen geht der Gebrauch des Wortes „Muḥammad“ als Eigenname wohl auch aus verschiedenen Aḥādīṯ zu Mohammeds Siegelring hervor; vgl. Dieter Ferchl (Hg.), Al-Buḫārī, Die Sammlung der Hadithe, Reclam 18844, Stuttgart, 2010, S. 311.417f. Ein Parallelfall aus dem NT ist das artikellose christos in 1. Kor. 15, 3, das ebenso als eine vom Beinamen zum Eigennamen mutierte Bezeichnung zu verstehen ist – ganz wie das ebenfalls artikellose māšiaḥ im babylonischen Talmud und in Sifrē § 1 zu Deut. 1, 1; vgl. Ph. Vielhauer, Aufsätze zum NT, ThB 31, München, 1965, aaO., S. 180f.

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    53. Dr. Dr. Dobberahn28. Juli 2013 um 14:32

      c) Es wäre schön, wenn sich die anonymen Skribenten („bhigr“, „Anonymus“, „Anonymus i. A. von Lux[enberg]“, „Amüsierter Beobachter“, „Ein interessierter Leser“, „Der fröhliche Beobachter“), aber auch andere, die sich wie Herr Dr. Heger dankenswerterweise eines sachlichen Tons befleißigen und sich nicht unter Pseudonym melden, intensiver mit der Literatur ihrer Kontrahenten auseinandersetzen würden, damit man nicht in zeitraubender Weise alles wiederholen muss. Nach vorheriger Lektüre und genauem Nachdenken erledigen sich vielleicht viele unqualifizierte Einwürfe wie dieser vom 16. Juni 2013: „Ein typisches steriles Taubstummengespräch‘“, wo der „amüsierte Beobachter“ offenbar mit seinem Latein am Ende ist und sich nicht anders helfen kann, als mich anzupöbeln. Auch überflüssige Missverständnisse würden sich von selbst beheben. Ich verweise hier auf drei meiner Publikationen zur Interpretation der Felsendom-Inschrift, in denen ich jedenfalls die Argumentation Luxenbergs und der Saarbrücker Schule aufzunehmen versucht habe. Außerdem wird auch genügend Literatur auf der Wikipedia-Seite zur Felsendominschrift aufgeführt:
      Friedrich E. Dobberahn: Muḥammad oder Christus? Zur Luxenberg'schen Neudeutung der Kufi-Inschriften von 72h (= 691/692 n. Chr.) im Felsendom zu Jerusalem. In: Martin Tamcke (Hg.): Orientalische Christen und Europa - Kulturbegegnung zwischen Interferenz, Partizipation und Antizipation. Göttinger Orientforschungen, Syriaca, Band 41, Wiesbaden, 2012, S. 123-157.
      Friedrich E. Dobberahn / Harald Faber, Die Frühgeschichte des Islams - Ein gigantisches Fälschungswerk?, in: Hikma - Journal of Islamic and Religious Education, Volume III, Number 4, Freiburg i Brsg., 2012, S. 30-58, inbes. S. 48ff.
      Friedrich Erich Dobberahn: Die Kufi-Inschriften von 72h (= 691/692 n. Chr.) an der Außen- und Innenseite des oktagonalen Arkadenumlaufs im Felsendom zu Jerusalem - Ein Beitrag zur neueren Diskussion in der Islamwissenschaft, in: Friedrich E. Dobberahn / Peter Schierz (Hgg.), Raum der Begegnung - Perspektiven der Bildung, Forschung und Lehre im Spannungsfeld multikultureller und multireligiöser Gesellschaft, Festschrift für Kurt Willibald Schönherr, Schriftenreihe der Deutschen Universität in Armenien, Taufkirchen, 2013, S. 171-225.

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      1. Wer auch immer diese Diskussion begonnen hat - er möchte sicher höchstens hilfsweise auf umfangreiche Veröffentlichungen hingewiesen werden, statt die entscheidenden Argumente in konzentrierter Form in der Diskussion vorgebracht zu finden. Wem es zu lästig ist, seine Argumente vorzubringen, braucht nicht an der Diskussion teilzunehmen.

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      2. Dr. Dr. Dobberahn29. Juli 2013 um 03:40

        Sehr geehrter Herr Dr. Heger! Sie schreiben: "Wem es zu lästig ist, seine Argumente vorzubringen, braucht nicht an der Diskussion teilzunehmen." Ich gebe dieses Ihr Urteil gerne an Sie zurück. Im Unterschied zu mir, der ich hier in vier Abschnitten (I-IV) mit zahlreichen Hinweisen auf die semitistische und arabistische Fachliteratur eine Reihe von konzentrierten Einzelargumenten vorgetragen habe, findet sich Ihrerseits kein einziges philologisches Gegenargument mit Hinweis auf eine arabische Grammatik oder einen arabischen Belegtext. Auf die Gefahr hin, mich hier zu wiederholen: Auch bei Ihnen, Herr Dr. Heger, befremdet der auf dieser Internetseite oft festzustellende argumentative Totalausfall. Offenbar sehen auch Sie sich außerstande, Ihre Behauptung logisch und nachvollziehbar zu begründen, warum in den muḥammadun-Zeilen der Felsendom-Inschrift das indeterminierte, am Anfang des Nominalsatzes stehende pt. pass. von ḥmd II kein Eigenname ist. Wenn es Ihnen "zu lästig ist", Ihre Argumente vorzubringen, "brauchen Sie nicht an der Diskussion teilzunehmen". Im Übrigen gehört zu einer gründlichen wissenschaftlichen Diskussion sehr wohl auch der Literaturhinweis zum Nachschlagen, falls trotz aller konzentrierter Formulierungen Rückfragen bleiben. Das ist nicht nur in der Geisteswissenschaft, sondern auch in der Naturwissenschaft so.

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    54. Dr. Dr. Dobberahn dürfte folgendes arabisches Sprichwort bekannt sein:

      "Haut man aufs Wasser, bleibt es Wasser!"

      (Zu Deutsch - sinngemäß = "Taubstummengespräch"...).

      Der amüsierte Beobachter

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      1. Dr. Dr. Dobberahn2. August 2013 um 21:19

        Ich kam, um des Paschas Pferd zu beschlagen, aber der Käfer streckte sein Bein aus.

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    55. "Wikipedia weigert sich den Forschungsstand über dessen Bedeutung auch nur zu diskutieren..."
      Dieses ideologische Verhalten von Wikipedia ist durchaus typisch. Ich habe vor einiger Zeit darauf aufmerksam gemacht, daß die Transliteration, die Wikipedia von der Felsendom-Inschrift bietet, fehlerhaft ist - und zwar aus einem ideologischen Vorurteil: Man wollte unbedingt, den Text der Inschrift an die (spätere) Schreibweise einer Parallele im Koran angleichen.

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      1. Dr. Dr. Dobberahn7. August 2013 um 17:02

        In diesem Fall finde ich die Kritik Herrn Dr. Hegers auch nur teilweise berechtigt. Zu Sure 19, 34 gibt der „Orientalist“ in der Anmerkung 82 auf meine Intervention vom Februar 2012 hin zwar richtig an, dass die Felsendominschrift tamtarūna (2. m. pl.) liest, er zitiert aber neben der Textabbildung weiterhin den Qur’ān-Text (yamtarūna) und übersetzt da auch gegen (!) den Wortlaut der Felsendom-Inschrift mit der 3. m. pl.! Nach üblicher, historisch-kritischer Editionspraxis müsste das Editionsverfahren genau umgekehrt laufen, wie der „Orientalist“ das ja auch zu Sure 19, 33 (s. Anm. 81) macht! (Übrigens: die gleichartige Formulierung in der 3. m. sg. von Sure 19, 15, die sich auf Johannes, den Täufer bezieht, könnte bei der Umformulierung der Sure 19, 33 durch den Felsendom-Text, Innenseite, Nordwest, als Versatzstück gedient haben). Da hier der Text der Felsendom-Inschrift ediert werden soll (und nicht der des Qur’āns), ist es erforderlich, neben der Abbildung der Inschrift auch exakt die Lesart der Felsendom-Inschrift zu bieten und sie nicht in eine Fußnote zu verbannen. D. h.: Der Hinweis auf die von der Felsendom-Inschrift abweichende qur’ānische Lesung yamtarūna gehört in die Anmerkung 82. Es widerspricht gängiger historisch-kritischer Editionspraxis, in eine Textausgabe „purgierte“ Lesarten aus einer anderen Textfassung einzutragen. Jeder Text ist grundsätzlich so herauszugeben, wie er sich präsentiert, und nicht in einem inkonsequenten Mischmasch von Lesarten, aus dem der Leser nicht schlau wird.

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      2. Dr. Dr. Dobberahn7. August 2013 um 17:05

        Desgleichen gehören in den Umschrifttext der Felsendom-Inschrift auch die von der Qur’ānorthographie mehrfach abweichenden Schreibungen der Felsendom-Inschrift wie z. B. bei malāyikatu, wo auf der Innenseite Nord unter das yā die diakritischen Punkte gesetzt werden, weswegen das yā hier kein hamza-Träger sein kann (vgl. WD Fischer, Grammatik des Klassischen Arabisch, Wiesbaden, 1972, § 14, S. 10). In einer historisch-kritischen Ausgabe müssten auch andere vom Qur’āntext abweichende Schreibweisen registriert werden wie etwa mehrfach die Vermeidung des zweimaligen Alifs (vgl. C. Brockelmann, Arabische Grammatik, Leipzig 1969, § 5c, S. 11f; § 8, S. 16). Bei der Innenseite, Nord, wäre ebenso bei allāhumma ṣallī (!) darauf aufmerksam zu machen gewesen, dass hier die nach dem Vokativ erforderte Imperativform eigentlich ṣalli lauten müsste (T. Nagel, Die Inschriften im Felsendom und das islamische Glaubensbekenntnis – Der Koran und die Anfänge des Ḥadīṯ, in: Arabica, Brill, Leiden, 2000, S. 334, Anm. 9, der wie ich die Differenzschreibung der Felsendominschrift mit „ṣ-l-j“ angibt). Der „Orientalist“ schreibt in seiner Edition einfach die stillschweigend verbesserte Imperativform ṣalli, statt ṣallī (!). Bei der Außenseite, West, sollte man bei ’illā llāhu darauf aufmerksam machen, dass der Kūfī-Text bei llāhu ein Lām auslässt. Auf der anderen Seite weist der „Orientalist“ selbst auf die Schreibung ﺮﺤﻤﺖ statt ﺮﺤﻤﺔ hin (C. Brockelmann, Arabische Grammatik, aaO., § 66a, Anm., S. 81; Sure 2, 231; 3, 103; 5, 11.20; 16, 114; etc.). Man kann zu den Differenzschreibungen (Varianten) der Felsendom-Inschrift im Hinblick auf den Qur’āntext Fußnoten anbringen, in welchen der Leser darauf aufmerksam gemacht wird, wie an dieser Stelle die Qur’ānorthographie (G. Fluegel und / oder Kairiner Text) aussieht; so habe ich das bei meiner Edition der Felsendom-Inschrift gemacht (Friedrich E. Dobberahn / Peter Schierz (Hgg.), Raum der Begegnung - Perspektiven der Bildung, Forschung und Lehre im Spannungsfeld multikultureller und multireligiöser Gesellschaft, Festschrift für Kurt Willibald Schönherr, Schriftenreihe der Deutschen Universität in Armenien, Taufkirchen, 2013, S. 171-225).
        Trotz all‘ dieser Kritikpunkte kann ich nicht sehen, dass sich der „Orientalist“ aus ideologischen Gründen weigert, den originalen Text der Felsendom-Inschrift wissenschaftlich exakt herauszugeben. Einleitend zum Text der Felsendom-Inschrift informiert der „Orientalist“ den Leser darüber, dass die Felsendom-Inschrift Qur’ānzitate in paraphrasierter Form bringt. Monatelang bestand trotz meiner Intervention in der Transskription und Übersetzung auf der Innenseite, West, eine Textlücke: qāyiman (!) bi-l-qisṭi (Sure 3, 18: „Er sorgt für Gerechtigkeit“ – so Paret) wurde nicht übersetzt. Würde der „Orientalist“ aus ideologischen Gründen den Text der Felsendominschrift nach dem Qur’āntext manipulieren wollen, dann hätte er nicht darauf hingewiesen, dass Qur’ānzitate in paraphrasierter Form zitiert werden, und er hätte nachgewiesene Textlücken sofort geschlossen. Was man dem „Orientalisten“ höchstens vorwerfen kann, ist, dass er eine fehlerhafte Edition – trotz berechtigter Kritik – nur reichlich schleppend nachbessert.

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    56. Richtig. Und noch ein Detail dazu: Eine prominente Vertreterin von "Corpus Coranicum" (Berlin-Brandenmburg) hat einmal die Meinung geäußert, diese Inschrift vom Felsendom sei aus einzelnen Versen des Koran zusammengestellt worden. Dabei ist es gerade umgekehrt. Die Inschrift vom Felsendom stellt einen kohärenten, theologisch durchdachten Text dar, während einzelne Verse daraus im Koran willkürlich verstreut und aus ihrem ursprünglichen Kontext herausgerissen erscheinen. Außerdem belegt gerade das Datum der Errichtung des Felsendoms (Jahr 72 der Araber = ca. 91/92 n.Chr.), dass diese Inschrift chronologisch älter ist als die frühesten, uns bekannten Koranhandschriften.

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    57. Dr. Dr. Dobberahn7. August 2013 um 17:47

      Es war u. a. K.-H. Ohlig, Von Ostiran nach Jerusalem und Damaskus, in: M. Groß / K.-H. Ohlig (Hgg.), Schlaglichter, Berlin, 2008, S. 27, der die völlig aus der Luft gegriffene Behauptung aufgestellt hat, dass der Qur’ān aus der Felsendom-Inschrift zitiere, d. h. dass die Felsendom-Inschrift älter sei als der Qur’ān. Dagegen spricht in der Felsendom-Inschrift die Umformulierung der Sura 19, 33 (von der 1. p. in die 3. p.) als sekundäre Angleichung an den Sprachfluss der Inschrift. Dass der Text des Felsendoms dem Qur’ānwortlaut gegenüber sekundär ist, erweist sich daran, dass Jesus in seinem Selbstzeugnis (Sura 19, 33) noch seinen natürlichen Tod erwartet (’amūtu = „… da ich sterben werde“; vgl. Sura 3, 55; 4, 155), während bei Ursprünglichkeit der Felsendom-Inschrift die Formulierung in der 3. p. nicht futurisch (yamūtu = „da er sterben wird“, Innenseite, Nordwest), sondern in der Vergangenheitsform hätte erfolgen müssen. In der Umpunktierung von yamtarūna, 3. m. pl. zu tamtarūna, 2. m. pl. in Sura 19, 34 werden auch die christlichen und jüdischen Leser der Felsendom-Inschrift direkt angesprochen (Friedrich E. Dobberahn / Peter Schierz (Hgg.), Raum der Begegnung - Perspektiven der Bildung, Forschung und Lehre im Spannungsfeld multikultureller und multireligiöser Gesellschaft, Festschrift für Kurt Willibald Schönherr, Schriftenreihe der Deutschen Universität in Armenien, Taufkirchen, 2013, S. 207, Anm. 107). Die Behauptung, dass die betreffenden Verse der Felsendom-Inschrift im Qur’āntext auseinandergerissen worden seien, müsste im Einzelnen literarkritisch genau belegt werden, was sich Ohlig u. a. ersparen; vgl. hierzu die "prominente Vertreterin des Corpus Coranicums" A. Neuwirth, Der Koran als Text der Spätantike, Berlin, 2010, S. 251ff.
      Aktuelle Forschungen legen im Übrigen durch neueste Technologie der Analyse ältester Qur’ānhandschriften als auch vermittels textkritisch-philologischer und systematischer Vergleiche der ältesten Textzeugen des Qur’āns eindrücklich nahe, dass wir mit der (allerdings deduktiv erschlossenen) „‘uṯmānischen Textform“ nicht einen mit anderen Überlieferungen konkurrierenden hybriden Text vor uns haben, sondern wohl den direkten Abkommen eines vom Propheten selbst diktierten Archetyps des Qur’āns; vgl. A. Neuwirth, Der Koran, Bd. 1: Frühmekkanische Suren, Berlin, 2011, S. 24f (hier gibt Neuwirth wichtige Literatur an, die man nicht so einfach ignorieren sollte). Angelika Neuwirth stellt fest: „Damit haben alle noch in Umlauf befindlichen Spekulationen über eine erst sukzessive Entwicklung des Korantextes oder die nicht gesicherte ‚Echtheit‘ von Einzeltexten, die erst von der späteren Gemeinde umgeschrieben oder überhaupt erst in einer späteren Zeit um einen imaginierten Propheten herum konstruiert worden seien, ihre Grundlage verloren.“ (A. Neuwirth, ebda., S. 24; vgl. a. dies., Der Koran als Text der Spätantike, Berlin 2010, S. 267ff).

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    58. Die Berufung auf Angelika Neuwirths Thesen hat mehr mit "Ideologie" denn mit "Wissenschaft" zu tun. Dr.Dr. Dobberahn steht es frei zu "glauben", "dass wir mit der "'uthmanischen Textform" ... wohl den direkten Abkommen eines vom Propheten selbst DIKTIERTEN ARCHETYPS des Qur'âns" zu tun hätten.
      Der Laie müsste wahrlich so einfältig sein, um an solche "Thesen" zu glauben. Für Dr. Dr. Dobberahn stellt sich die Frage des "historischen Mohammed" gar nicht. Ist er doch fest davon überzeugt, dass mit dem GELOBTEN (muhammd) in der Hauptinschrift des Felsendoms der Ur-Eigenname des erst im 9. Jahrhundert (in der Biographie des Ibn Hischâm) so genannten Propheten des (späteren) Islam gemeint sei, und nicht der in selbiger Inschrift beim richtigen Namen genannte "Jesus, Sohn der Maria" ('Isa ibn Mariam)!!! Man muss wahrlich "blind" sein, um solche schriftlich dokumentierte Aussagen zu ignorieren und stattdessen an märchenhafte - wie die von Angelika Neuwirths vertretene - "Thesen" zu "glauben". Dies gehört in der Tat in den Bereich der "Ideologie". Und solche "obskurantistische Thesen" will Dr. Dr. Dobberahn als "Wissenschaft" an den "ahnungslosen" Laien verkaufen. Demgegenüber zeigen redliche Muslime mehr Einsicht als solche "Ideologen", die ihre voreingenommenen Ansichten an den mit einem gesunden Menschenverstand begabten Laien als "Wissenschaft" (d.h.: "Pseudo-Wissenschaft") verkaufen wollen.

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    59. Dr. Dr. Dobberahn9. August 2013 um 18:27

      Frau Neuwirth ist m. W. eine vielfach ausgezeichnete, international anerkannte Wissenschaftlerin, deren Publikationen auch hervorragenden Ruf genießen. Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, dass der bibliographische Verweis auf sie sozusagen nichts mit Wissenschaft zu tun habe. Der anonyme Skribent sollte sich bei seinem schnellfingrig hingetippten Ideologie-Vorwurf fragen, ob nicht umgekehrt er selbst einer Ideologie verhaftet ist, die den Islam religiös zu enteignen versucht.
      Für die Vertreter einer Ideologie ist typisch, dass sie sich der konkreten Argumentation mit der Tautologie von bloßen Schlagworten entziehen und die Argumentation durch Diffamierung des Gegners ersetzen. Bezeichnend ist ja, dass der anonyme Skribent auf keines meiner vorherigen Argumente (z. B. zu Sure 19, 33f) eingeht, aber umso gereizter und aggressiver reagiert, je mehr er sich mit begründetem Widerspruch konfrontiert sieht. Ein anderer anonymer Ideologe dieser Internetseite kaschiert seine Emotionen wenigstens damit, dass er sich wie die Queen fortwährend als „amüsiert“ („amused“) geriert. Ein anderer nennt sich „fröhlich“. Man muss sich einmal vor Augen halten, wie viele Invektiven der anonyme Skribent mir und Frau Neuwirth in nur wenigen Zeilen unter reichlichem Gebrauch von Ausrufezeichen („!!!“) direkt und indirekt an den Kopf wirft: „Voreingenommenheit“, „Pseudowissenschaft“, „Obskurantismus“, „ungesunder Menschenverstand“, „Märchen“, „Blindheit“ oder „Einfalt“. Schon diese beklagenswert unseriöse, unsachliche und hilflose Art und Weise, in welcher der anonyme Skribent (ähnlich wie ein Herr „Ibn Chaldun“ auf dem Amazon-Rezensionsforum) beständig gegen Frau Neuwirth hetzt, zeigt, wie es um ihn bestellt ist; er kann sachlich vorgetragenen Widerspruch, der immer wieder Literatur, Belegstellen und Grammatiken zitiert, nicht ertragen, ohne wütend auszurasten.
      Nur um das für den evtl. „ahnungslosen Laien mit gesundem Menschenverstand“ und den „redlichen Muslim“ ein weiteres Mal klarzustellen: Der anonyme Skribent will uns weismachen, dass in der Felsendom-Inschrift sogar schon „schriftlich dokumentiert“ wäre, dass mit Mohammed, dem „Gelobten“, der „mit richtigem Namen genannte Isa ibn Mariam“ gemeint sei. Das ist er nicht – und dass er es nicht ist, ist schon vielfach exakt begründet worden, ohne dass von der Saarbrücker-Seite aus ein einziges konkret antwortendes Gegenargument gekommen wäre. Zu den abwegigen Behauptungen Luxenbergs und der Saarbrücker Schule kann man nur gelangen, wenn man – wie das für eine ideologische Argumentationsweise charakteristisch ist – manipulativ und mit einer Häufung von unbewiesenen Zusatzannahmen und außerordentlich zweifelhaften Hypothesen an die Sache heran geht. Wie ich auf dieser Internetseite schon mehrfach dargelegt und im Einzelnen konkret auch in mehreren Publikationen begründet habe – manipuliert Luxenberg die arabische Grammatik drastisch (er schreibt sich eine seiner Hypothesenbildung zweckdienliche Privatgrammatik des Arabischen zusammen) und hantiert mit extensiv angewandten Postulaten, deren mangelhafte Definitionsschärfe auffallend ist: wie der syro-aramäisch-arabischen Sprachmischung im Koran sowie der Felsendom-Inschrift und der liturgischen, syro-aramäischen Subtexte zum Koran, deren Existenz völlig unbewiesen ist; vgl. a. Gerhard Böwering, Recent Research on the Construction of the Qur’ān, in: G. S. Reynolds (Hg.), The Qur’ān in Its Historical Context, London / New York, 2008, S. 83: „Not a single written source, whether scriptural or liturgical (…) has been identified that would satisfy the search for an underlying Ur-Qur’ān, whether postulated as Christian hymnal or a Syro-Aramaic lectionary, that served as a written source book for the Qur’ān”).

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    60. Der wahrheitssuchende Leser ist bemüht, die "sachliche" Argumentation des Felsendom-Kritikers nachzuvollziehen. Zu Angelika Neuwirth, auf die er sich erneut beruft und um deren "vielfach ausgezeichnete, international anerkannte Wissenschaftlerin, deren Publikationen auch hervorragenden Ruf genießen" er sich rühmt: Dem Leser liegt A. Neuwirths Habilschrift vor, die ihr zum "Lehrstuhl für Arabistik und Islamwissenschaft" verholfen hat, mit dem Titel: "Studien zur Komposition der mekkanischen Suren" (Walter de Gruyter, Berlin, New York 1981). Diese ansehnliche Arbeit (433 Seiten) befasst sich ausschließlich mit der rein "formalen Struktur" der besprochenen (sog.) "mekkanischen Suren". Als solche mag die Arbeit einen spezifischen Beitrag zur allgemeinen Literaturwissenschft geleistet haben. Man vermisst aber darin jeglichen Beitrag nicht nur zur koranischen, sondern auch (und insbesondere) zur arabischen Philologie. Nicht einmal den Begriff "QÂFIYA) (= Reim), der einen wesentlichen Bestandteil ihrer Untersuchung darstellt, vermag sie etymologisch zu erklären. Im Kapitel 2 "Der Reim in den mekkanischen Suren - 2.0 Vorbemerkung" (S. 65) räumt sie ihre diesbezügliche Inkompetenz durch den Verweis auf S.A. Bonebakker in Anm. 1 ein: "Die ursprüngliche Bedeutung (von qâfiya) ist unsicher."
      Obwohl nun anzunehmen ist, dass A. Neuwirth bei ihrem münchner Lehrer Anton Spitaler (Semitist) etwas Aramäisch mitbekommen hat, war sie dennoch nicht imstande, den aramäischen Hintergrund dieses (vordergründig "arabischen") Begriffs zu erkennen.
      Dieses Defizit in einer Habilschrift für "Arabistik" macht deutlich: Eine Sache ist es, dank einer exzentrischen Begabung es zu verstehen, sich (u.a. über die Medien) einen (relativen) "Weltruhm" zu machen, eine andere in der Geborgenheit einer Gelehrtenstube stillschweigend seriöse philologische Arbeit zu leisten.
      Ein weiteres Defizit, das diesmal für die "Redlichkeit" eines Wissenschaftlers besonders bezeichnend ist, offenbart sich in dieser Habilschrift, und zwar: das Fehlen jeglichen Hinweises auf Günter Lülings Dissertation "Über den Ur-Koran" (Erlangen 1974), obwohl diese Arbeit nicht nur für die koranische Philologie wesentlich mehr geleistet hat, sondern auch - und insbesondere - weil sie sich eingehend mit der "strophischen Struktur" (insonderheit) der "mekkanischen Suren" auseinandersetzt - d.h.: das Thema der Habilschrift der Neuwirth unmittelbar betrifft. Besonders "geschickt" unterdrückt A. Neuwirth (bewusst) diese Arbeit, indem sie (u.a.) Begriffe wie "Strophe" (bei Günter Lüling) durch "Kola" und "Kolon" ersetzt, um nur nicht in den Verdacht zu geraten, dass sie ihn im Grunde "kopiere". Dass diese "Machenschaften" auf ihren "verehrten Lehrer" zurückgehen, hat A. Neuwirth einmal höchst persönlich in einem vertraulichen Gespräch gestanden: sie habe den Auftrag gehabt, durch ihre Arbeit Günter Lüling zu "zerstören" (d.h. "auszutricksen")- wessen sie sich auch rühmte. Im Grunde aber hätte Günter Lüling viel eher den Lehrstuhl verdient, auf den A. Neuwirth letztlich "gehievt" wurde.
      Soweit zur "redlichen Wahrheitssuche" in bestimmten Kreisen, die sich "Wissenschaftler" nennen.
      Ebenso verfehlt ist das Gerhard Böwering zugewiesene Zitat:

      „Not a single written source, whether scriptural or liturgical (…) has been identified that would satisfy the search for an underlying Ur-Qur’ān, whether postulated as Christian hymnal or a Syro-Aramaic lectionary, that served as a written source book for the Qur’ān”.

      (Fortsetzung folgt)

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    61. (Fortsetzung des vorhergehenden Beitrages):

      Zu Böwerings Zitat zwei Bemerkungen:
      a) G. Böwering ist "Islamwissenschaftler", kein Semitist (oder Aramaist).
      b) Er scheint "die syro-aramäische Lesart des Koran" nicht aufmerksam gelesen zu haben. Er hätte sonst hierzu die Belegstelle angeben sollen, woraus die Behauptung hervorgeht, ein christlicher oder syro-aramäischer Ur-Qur'ân habe als "schriftliche Quelle" für den Koran gedient. Soweit ich gelesen habe, beruft sich Luxenberg auf Theodor Nöldeke, der als Erster die syro-aramäische Entlehnung von "Qur'ân" erkannt hat. Daraus hat Luxenberg gefolgert, das Wort "Koran" liefere uns den "Schlüssel" zum Verständnis seiner "Sprache". Davon ausgehend, hat es Luxenberg unternommen, den syro-aramäischen "Hintergrund" der "Koransprache" (wohlgemerkt!) zu untersuchen. Er hat nie behauptet, der Koran sei eine wörtliche Übersetzung eines syro-aramäischen "Ur-Qur'ân"! Was ihn interessiert, sind die (nicht wenigen) Aramaismen in der Koransprache. Dabei hat er deutlich gemacht, dass diese Sprache "SPRACHHISTORISCH", d.h.: nur in ihrem sprachhistorischen Umfeld zu verstehen ist.

      Der (offensichtlich gekränkte) Luxenberg-Kritiker verharrt aber unnachgiebig auf seinem (späten) "klassisch-arabischen" Verständnis der Inschrift vom Felsendom. Dies sei ihm gegönnt. Dafür findet er auch Zuspruch auf islamischen Internetseiten, die erfreut auf seinen diesbezüglichen Aufsatz verweisen (wie toll, dass ein christlicher Theologe uns so verteidigt!). Dies mag auch seinem Interesse am "christlich-islamischen Dialog" zugute kommen. Dass man dieses religiös motivierte Interesse "Ideologie" nennt, ist nicht so abwegig, wie es der Kritiker von sich abweist. Das hat aber mit der wissenschaftlichen "Suche nach der Wahrheit" wenig zu tun. An dieser Wahrheit sind in der Tat mehr "redliche Muslime" interessiert, als manch ein anders denkender Theologe meinen mag.

      (2. Fortsetzung folgt)

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    62. (Fortsetzun II - Schluss):

      Es spricht auch nicht gerade für die "Redlichkeit" des Kritikers, dass er stets darum bemüht ist, sich ausschließlich Luxenbergh-Gegner auszuchen, namhafte Befürworter aber geflissentlich zu "unterschlagen". Zu diesen gehört z.B. Joachim Gnilka, ein Theologe von internationalem Ruf. In seinem 2007 im Herder-Verlag erschienenen Buch "Die Nazarener und der Koran - Eine Spurensuche" geht er zum "Schluss" auf: "Die Inschriften des Jerusalemer Felsendoms ein (S. 132-148). Zitat aus S. 145:

      "Revolutionär ist die Infragestellung der Historizität der Persönlichkeit Muhammads. Wir erleben Ähnliches in der Periode der Leben-Jesu-Forschung in Bezug auf die Historizität der Persönlichkeit Jesu...
      A. Schweitzer hat seinerzeit von den Bestreitern der Historizität Jesu die Berücksichtigung von vier "Hauptfragen" gefordert, aus denen das Problem in seiner Komplexität bestehen würde. Es seien dies eine religionsphilosophische, eine religionsgeschichtliche, eine dogmengeschichtliche und eine literarhistorische Frage. Analoges müsste man von den Bestreitern der Historizität Muhammads einfordern...."

      Der Luxenberg-Kritiker wird sich demnach vergeblich darum bemühen, durch seine "reaktionäre" und "konservative" Interpretation der Inschrift vom Felsendom diese nunmehr angestoßene Debatte aufzuhalten. Dies wäre letztlich auch nicht im Sinne der "redlichen", nach Erkenntnis der Wahrheit strebenden Muslime. Diese würden einem solchen, des Arabischen "beschränkt" mächtigen, und (daher auch) zur Einsicht wenig geneigten Kritiker die Frage des Koran (aus Sure 10,42) entgegenhalten:

      "Willst du denn den Tauben zu Gehör verhelfen, obwohl sie nicht wahrzunehmen vermögen?"...

      Mit anderen Worten. "Wer Ohren hat zu hören, der höre!"...

      Ein gut gemeinter Rat an den "Kritiker", dem der Spruch erspart bleiben möge: "Wer zuletzt lacht, ...".

      Damit nimmt der "interessierte Leser" von diesem Forum (vorläufig) Abschied, nicht ohne sich zuvor beim verdienten Initiator dieser Debatte über das "sprachhistorische Verständnis" der Inschrift vom Felsendom lobend zu bedanken und ihm weiteren regen Zuspruch wünschen!


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    63. Dr. Dr. Dobberahn12. August 2013 um 05:46

      Hallo, „interessierter Leser“! Das ist doch eine erbärmliche Vorstellung, die Sie hier abgeben. Kennen Sie nicht die Regel „Anonyme Briefe gehören in den Papierkorb“? So darf man es auch mit den Diffamierungen (Exzentrik, mangelnde Seriosität, Unredlichkeit, geschickte Unterdrückung, Kopie, u. a. m.) halten, die Sie gegen Frau Neuwirth ausstoßen. Solange Sie – „interessierter Leser“ oder „Ibn Chaldun“ oder Rumpelstilzchen („Ach, wie gut, dass niemand weiß … “) – sich in der Anonymität verkriechen und überhaupt nur aus dem feigen Hinterhalt der Unkenntlichkeit heraus in der Lage sind, Ihre heftigen, persönlichen Animositäten gegen Frau Neuwirth in Umlauf zu setzen, sind Ihre ehrabschneidenden Verleumdungen Müll und gehören auf den Müll. Ganz gleich, wie tief gekränkt ganz offenbar Sie sind (geplatzte Dissertation oder Habilitation?): Wer in unserem Rechtsstaat nicht die Courage aufbringt, mit Offenlegung seiner staatsbürgerlichen Identität für das geradezustehen und zivilrechtlich zu haften, was er an Kritik – berechtigt oder nicht – gegen andere vorbringt, ist per se unglaubwürdig und sollte „ganz einfach mal das Maul halten“. Das müsste Ihnen bei Ihrem Bildungsgrad (trotz orthographischer Mängel) eigentlich klar sein.

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      2. Von wegen "ehrabschneidende Verleumdungen" gegen Frau Prof. Neuwirth:

        Nachdem eine zuverlässige und vertrauenswürdige Quelle mir berichtet hat, daß Frau Neuwirth seinerzeit in Beirut jedem, der ihn wissen wollte, den Klarnamen von "Christoph Luxenberg" verriet, halte ich die "Verleumdung", Frau Neuwirth habe "einmal höchst persönlich in einem vertraulichen Gespräch gestanden: sie habe den Auftrag gehabt, durch ihre Arbeit Günter Lüling zu 'zerstören'", für glaubhaft.

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    64. Es fragt sich, wer hier wütend und gekränkt reagiert.

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    65. "das Maul halten" wäre auch untypisch für ein westfälisches Kaltblutpferd.

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    66. Dem Verfasser von "Hallo, interessierter Leser" ist ein sachlicher und gediegener Stil nicht abzusprechen.

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    67. Dr. Dr. Dobberahn12. August 2013 um 18:53

      Der sich verabschiedende „interessierte Leser“ schreibt: G. Böwering „scheint die syro-aramäische Lesart des Koran nicht aufmerksam gelesen zu haben. Er hätte sonst hierzu die Belegstelle angeben sollen, woraus die Behauptung hervorgeht, ein christlicher oder syro-aramäischer Ur-Qur'ân habe als "schriftliche Quelle" für den Koran gedient. Soweit ich gelesen habe, beruft sich Luxenberg auf Theodor Nöldeke, der als Erster die syro-aramäische Entlehnung von "Qur'ân" erkannt hat. Daraus hat Luxenberg gefolgert, das Wort "Koran" liefere uns den "Schlüssel" zum Verständnis seiner "Sprache". Davon ausgehend, hat es Luxenberg unternommen, den syro-aramäischen "Hintergrund" der "Koransprache" (wohlgemerkt!) zu untersuchen. Er hat nie behauptet, der Koran sei eine wörtliche Übersetzung eines syro-aramäischen "Ur-Qur'ân"! Was ihn interessiert, sind die (nicht wenigen) Aramaismen in der Koransprache.“
      Über diese Darstellung des „interessierten Lesers“ kann ich mich nur wundern; es scheint eher so zu sein, dass der "interessierte Leser" selbst seinen Luxenberg nicht richtig gelesen, geschweige denn verstanden hat. Man muss sich doch nur einmal anschauen, wie sich Luxenberg z. B. Sure 72, 18-20 gewaltsam zurechtstutzt, um von dem überlieferten qur’ānischen Text her auf einen christlichen Subtext zurückzuschließen (in: Neudeutung der arabischen Inschrift im Felsendom zu Jerusalem, in: K.-H. Ohlig / G.-R. Puin (Hgg.), Die dunklen Anfänge, Berlin, 2007, S. 133ff, und ders., Relikte syro-aramäischer Buchstaben in frühen Korankodizes, in: K.-H. Ohlig (Hg.) Der frühe Islam, Berlin, 2007, S. 377f). Fortsetzung folgt …

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    68. Dr. Dr. Dobberahn12. August 2013 um 19:03

      Fortsetzung:
      masāğid („Gebetsstätten“, pl.) wird von Luxenberg in masğid (sg.) geändert (Weglassung eines ’Alifs), damit es als Vorlage für den syro-aramäischen Infinitiv Pe‛al mesgaḏ (arab.: suğūd, „verehren“, inf.) dienen kann. Sura 72, 18 lautet dann: „Die Verehrung gehört nur Gott …“. In Sura 72, 19 wird aus qāma („und da sich Allahs Knecht erhob“) das ungleich bedeutungsvollere: „und als der Knecht Allahs auferstanden (!) war“. Am Versende von 72, 19 vertauscht Luxenberg in ﻠﺒﺪﺍ = libadan (= „[ihm] Anhaftende“ = „[ihn] Umringende“; zur Form vgl. C. Brockelmann, Arabische Grammatik, aaO., § 79, 3, S. 96) das Lām mit ‛Ayn und fügt hinter dem Bā die Pleneschreibung mit ’Alif hinzu, um über das Syrische ‛abadē’ zu ﻋﺒﺎﺪﺍ ‛ibādan (= „Verehrer“) zu kommen. Die Ersetzung des Lām durch ‛Ayn rechtfertigt er mit dem Hinweis, dass das syro-aramäische ‛Ayn des Vorlagetextes im Arabischen graphisch mit Lām verwechselt worden sei. Das qul (imp.) = „sprich!“ in Sura 19, 20 muss dann noch zu qāla („er sprach“, 3. m. sg. pf., Hinzufügung eines ’Alifs zur Pleneschreibung) umgemodelt werden. Nach diesen vier Konjekturen des Qur’āntextes ergebe sich schließlich die viel einleuchtendere Lesung: „sie hätten ihn (= Muḥammad = Christus nach der Auferstehung) beinahe als Gott verehrt (ﻋﺒﺎﺪﺍ)“ statt: „sie hätten ihn (= Muḥammad) beinahe (vor lauter Zudringlichkeit?) erdrückt (ﻠﺒﺪﺍ)“ (Paret; vgl. Mark. 5, 31). Es folgt dann 72, 20 (qāla, statt qul, s. o.), in welchem sich der auferstandene Muḥammad = Christus mit dem Hinweis auf das „Beigesellungsverbot“ gegen seine göttliche Verehrung wehre (dem widersprechen Matth. 28, 9.17 und Luk. 24, 52). An diesen nicht eben sparsam angebrachten Konjekturen erweist sich m. E. eindeutig, dass Böwering mit seiner Darstellung und Kritik an Luxenberg im Recht ist und dass Luxenberg hinter dem überlieferten Qur’āntext einen christlichen syro-aramäischen Subtext zu rekonstruieren versucht, um den im Qur’ān genannten muḥammadun zum (auferstandenen) Jesus Christus (= „Mohammed I“, Neudeutung, aaO., S. 131ff.145f) zu machen.
      Dass sich die Prämisse syro-aramäischer Vorlagetexte zum Qur’ān übrigens nicht ohne Vergewaltigung des Qur’āntextes halten lässt, ist evident. Luxenberg bewegt sich mit seiner Subtext-Theorie in einem ideologischen circulus vitiosus, bei dem die Schlussfolgerung die Argumentation diktiert und das zu Beweisende als Beweisgrund fungiert. Weil an keiner einleuchtenden Stelle die Texte für die Prä-misse sprechen, muss die Prämisse, der Qur’ān sei aufgrund seiner liturgischen syroaramäischen Subtexte eigentlich christlich, immer wieder gegen den überlieferten Qur’āntext „bewiesen“ werden.

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    69. Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter.
      (Les chiens aboient, la caravane passe).

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    70. Ein Theologe sollte besser bei seiner Theologie bleiben. Gibt er sich als "Koranforscher" aus, so riskiert er seinen guten Ruf, sofern er sich als "Arabist 5. Ranges" (nach A. Fischer) erweisen könnte. Denn schon "Arabisten 1. Ranges" erschien die Koransprache vielfach als "Sprache mit sieben Siegeln".

      Daher der gut gemeinte Rat (frei nach Jean de La Fontaine):

      "Wer Wolf ist, der soll sich als Wolf geben, dies ist bei weitem das Sicherste im Leben!"

      (Quiconque est loup agisse en loup, c'est le plus certain de beaucoup!)

      Anders gesagt: "Schuster, bleib bei deinem Leisten!"
      (d.h.: Die Koransprache ist dir eine Nummer zu groß!)

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    71. So was nennt man:

      Ein "Möchtegern-Arabist"...

      Der fröhliche Beobachter

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    72. Dr. Dr. Dobberahn13. August 2013 um 07:31

      Daran, dass Sie hier, statt auf meinen letzten Beitrag hin Gegenargumente zu liefern, alle bloß beleidigende Sprüche klopfen, zeigen Sie doch nur, dass Sie in sachlicher Hinsicht nichts beizutragen haben.

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    73. Der interessierte Leser kann den von Ihnen zitierten Beitrag Luxenbergs selbst lesen und seine begründete Konjektur mit Ihren abwegigen Gegenargumenten vergleichen. Dazu genügt sein "gesunder Menschenverstand" - und nicht unbedingt einen doppelten Doktortitel, der sich in diesem Fall als völlig überflüssig erweist, sofern dieser Sie nicht als kompetenter Kenner der Koransprache ausweist. Damit können Sie Ahnungslose beeindrucken und sie weiterhin irreführen.

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      1. Dr. Dr. Dobberahn13. August 2013 um 18:54

        Dann würde ich an Ihrer Stelle einmal die beiden (!) genannten Beiträge Luxenbergs aufmerksam nachlesen. Allein schon der Titel des genannten zweiten Aufsatzes von Luxenberg "Relikte syro-aramäischer Buchstaben in frühen Korankodizes" spricht schon gegen Ihre "abwegige" Behauptung, Luxenberg vertrete nicht die These, die ältesten literarischen Schichten des Korans basierten auf syro-aramäischen Karšūnī-Texten! Hier der Beleg, aus dem hervorgeht, dass Luxenberg eine christliche Karšūnī-Vorlage für den Koran postuliert, aufgrund welcher er den überlieferten Korantext willkürlich zu einem christlichen Text zurechtkonjiziert: ders., „Relikte syro-aramäischer Buchstaben in frühen Korankodizes im ḥidjā-zī- und kūfī-Duktus“, in: Karl-Heinz Ohlig (Hg.), Der frühe Islam. Eine historisch-kritische Rekonstruktion anhand zeitgenössischer Quellen, Berlin, 2007, S. 380.413.

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    74. Übrigens: Wenn der Inhaber des doppelten Doktortitels (ob zu Recht oder zu Unrecht) seine blinde Wut durch unverblümte Beleidigungen wie: der sollte „ganz einfach mal das Maul halten“ manifestiert, dann hat er sich charakterlich DISQUALIFIZIERT. Als Theologe dürfte ihm insoweit der biblische Spruch bekannt sein:

      "Wer den Wind sät, der erntet den Sturm!"

      Und außerdem: Woher nimmt sich der Doppel-Doktor das Recht, einen anonymen Teilnehmer das Recht zur Teilnahme abzusprechen, wo doch diese Option in diesen Forum zugelassen ist? Und woher nimmt er sich das Recht, ihn als solchen zu beschimpfen und mit ungeziemenden, eines Theologen unwürdigen und nicht gerade "akademischen" Ausdrücken (die eher zur "Gaunersprache" gehören und von Menschenverachtung zeugen) zu beleidigen!? Solche unverhältnismäßige Reaktionen könnte man noch seitens eines "Psychopathen" verstehen. Sie sind aber eher mit den irrationalen Reaktionen bestimmter Islamisten (anlässlich der "Mohammed-Karikaturen" z.B.) zu vergleichen. Will der aufgebrachte "Gesprächsgegner" sich vielleicht bei diesen beliebt machen? Der Verdacht drängt sich geradezu auf.

      Ein Verweis vom Betreiber dieses Forums ist längst fällig.

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    75. Dr. Dr. Dobberahn13. August 2013 um 19:03

      Auch die letzten höchst aggressiven Beiträge zeigen erneut, dass ihre anonym bleibenden Verfasser in der Sache selbst nichts Substantielles beizutragen haben. Außer persönlichen, menschenverachtenden Beschimpfungen - wie z. B. die Rechtmäßigkeit meiner akademischen Titel anzuzweifeln oder mich mit Extremisten in Zusammenhang zu bringen - ist von ihrer Seite nichts zu erwarten. Wut und Frust sitzen bei ihnen viel zu tief, als dass sie wie normale Menschen mit der Tatsache umgehen könnten, dass ihnen einer begründet widerspricht.

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    76. قلب الأحمق في فيه

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    77. Dr. Dr. Dobberahn14. August 2013 um 07:38

      s. o. meine Bemerkung vom 17. Juni 2013.

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    78. Sehr richtig: Diese ("das Herz = die Gesinnung des Toren (liegt) in seinem Munde = offenbart sich durch die (törichten) Worte seines Mundes") fällt auf den Urheber zurück. Damit hat nämlich der Urheber hinreichend deutlich gemacht, wes Geistes Kind er ist.

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    79. Dr. Dr. Dobberahn14. August 2013 um 13:23

      Sie sagten das schon am 8. Juli. Wie wäre es, wenn Sie - statt einfallslos Ihre Pöbeleien wiederzukäuen - sich argumentativ und sachlich mit den strittigen Fragen der Felsendom-Inschrift auseinandersetzten?

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    80. Wer hat überhaupt mit den "Pöbeleien" angefangen? Klare Antwort: der "Urheber" (dem das "Urheberrecht" nicht abzusprechen ist).

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    81. Dadurch, dass Dr. Dobberahn die Koransprache despektierlich "Makkaroni-Sprache" nennt, verspielt er die ihm durch seinen Aufsatz über den Felsendom von Muslimen entgegengebrachte Sympathie.

      Ein Moslembruder

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    82. Dr. Dr. Dobberahn15. August 2013 um 07:28

      Das haben Sie missverstanden: Luxenberg ist es, der so tut, als wäre die Koransprache ein Mischmasch aus Syro-Aramäisch und Arabisch. Gerade dagegen wehre ich mich:

      s. Friedrich Erich Dobberahn: Die Kufi-Inschriften von 72h (=
      691/692 n. Chr.) an der Außen- und Innenseite des oktagonalen Arkadenumlaufs im Felsendom zu Jerusalem, in: Friedrich E. Dobberahn / Peter Schierz (Hgg.), Raum der Begegnung - Perspektiven der Bildung, Forschung und Lehre im Spannungsfeld multikultureller und multireligiöser Gesellschaft, Taufkirchen, 2013, S. 204:
      "An der Vergewaltigung des arabischen Textes durch Chr. Luxenberg u. a. ändert sich auch nichts, wenn dann grundsätzlich in einer petitio principii eingewendet wird, dass ja ohnehin in diesen „arabischen“ Texten (der Felsendom-Inschrift wie des Qur’āns) kein genuines Arabisch, sondern eine syrisch-aramäische „Mischsprache“ vorliege, in der – wie in den aramäischen Dialekten – sich das Partizip im syntaktischen Gebrauch einem finiten Verb annähere. Aber auch dieses blackbox-artige Dogma der Saarbrücker Schule, aus dem immer wieder fehlende Argumente hervorgezaubert werden, überzeugt keineswegs. Die Felsendom-Inschrift wie der Qur’ān erwecken beileibe nicht den Eindruck, in einem stark vom Syro-Aramäischen beeinflussten Arabisch abgefasst zu sein. Darauf deuten weder Lautlehre, Morphologie, Vokabular und Syntax dieser Texte hin.

      Ebenso: Friedrich E. Dobberahn / Harald Faber, "Die Frühgeschichte des Islams - ein gigantisches Fälschungswerk?, in: HIKMA III, Heft 4, Freiburg, 2012, S. 42:
      "Die von Goetze übernommene Mischsprachen- oder Interferenztheorie ist angesichts des Qurʾāntextes auch deshalb zweifelhaft, weil sie im Gegensatz zu den konstanten Strukturen des qurʾānischen Arabischen steht: angefangen vom Lautsystem, über die Nominal- und Verbalflektion (Kasusendungen, Modusendungen, „gebrochene“ Plurale), Anzahl der Verbalstämme (im Aramäischen sechs, im Arabischen aber allein zehn häufige) bis hin zur Syntax, Phraseologie und Idiomatik. Man müsste im Gegenteil darauf hinweisen, dass sich gerade das Arabische generell „vor Überfremdung bewahrt hat, teils vermöge seiner außerordentlichen Fähigkeit der Bildung von Ableitungen zur Bezeichnung neuer Vorstellungen, teils durch sehr energische Eingleichung von Lehngut in den eigenen Lautbestand und Formenbau."

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    83. Eine "Mischsprache" ist noch keine "Makkaroni-Sprache". Es gibt kaum eine Sprache, die gewissermaßen keine "Mischsprache" wäre. Ist Englisch etwa keine "Mischsprache"? Würden Sie sie deswegen "Makkaroni-Sprache" nennen? Was finden Sie denn dabei, wenn der Koran zur Zeit seiner Entstehung auch aramäische Lehnwörter verwendet hat, die im damaligen Arabisch geläufig waren, heute aber nicht mehr geläufig sind? Ist dieses Phänomen sprachgeschichtlich etwas Ungewöhnliches? Warum sollten Sie schockiert sein, wenn viele dunkle Stellen im Koran über das Aramäische sinnvoll geklärt werden können? Würden Sie lieber bei der traditionellen Lesung bleiben und den Korankommentatoren recht geben, die uns den Koran vielfach falsch erklärt haben oder diesbezüglich ihr Unvermögen eingestehen mussten, weil nur Gott diese Sprache verstehe (mit dem Ausdruck: "wa-llâhu a'lam" / "Gott weiß es besser" - oder: "am besten"!)? Wenn nun die Koransprache vom heutigen Wissensstand aus uns wie eine "Mischsprache" erscheint, ist es für Sie ein Grund, sie abschätzig "Makkaroni-Sprache" zu nennen? Sie irren sich, wenn Sie glauben, dass alle Muslime blinde "Fanatiker" seien. Sie sollen wissen, dass es auch reformwillige Muslime gibt (siehe z.B. die Internetseite meine-islam-reform.de). Der "Kampf" (Dschihad), den Sie mit Ihrer "Makkaroni-Sprache" führen, ist "irreführend". Sie befinden sich (bei allem Respekt) auf dem "Holzweg"!

      wa-ssalamu 'ala man ittaba'a l-huda (= Heil dem, der den rechten Weg verfolgt)!

      Ein interessierter Muslim

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    84. Dr. Dr. Dobberahn15. August 2013 um 13:23

      Gegen den sattsam bekannten Anteil an aramäischen Lehnwörtern im Arabischen (und auch im Koran) habe ich gar nichts. Die Saarbrücker Schule macht dagegen übertriebenerweise aus dem Koran-Arabisch und dem Arabisch der Felsendom-Inschrift eine Art von Pidgin- oder Kreol-Sprache und behauptet, das dieses Arabisch eigentlich auf dem Aramäischen basiere, was philologisch nicht haltbar ist. Vgl. zu den Kreol- und Pidgin-Sprachen: Matthias Hartig, Sprache und sozialer Wandel, Urban 327, Stuttgart / Berlin / Köln / Mainz, 1981, S. 74ff; Matthias Hartig / Ursula Kurz, Sprache als soziale Kontrolle – Neue Ansätze zur Soziolinguistik, edition suhrkamp 453, Frankfurt a. M., 1973, S. 189ff.216ff. Das von Luxenberg u. a. behauptete sprachliche Phänomen der "Interferenz" findet man in gewissem Maße auch im osmanischen Türkisch, besonders in der elaborierten Hochsprache (Fasih-türkçe, „feines Türkisch“), wo nicht nur sehr viele arabische (in geringerem Umfang persische) Lehnwörter enthalten sind, sondern auch bestimmte strukturelle Eigentümlichkeiten der arabischen Sprache (z. B. gebrochene Plurale) auftreten. Analoges gilt auch für das Neupersische (Farsi). Das Koran-Arabisch und das Arabische der Felsendominschrift ist davon weit entfernt. So auch St. Wild, Lost in Philology? The Virgins of Paradise and the Luxenberg Hypothesis”, in: Angelika Neuwirth / Nicolai Sinai / Michael Marx (Hg.), The Qur’ān in Context. Historical and Literary Investigations into the Qur’ānic Milieu, Leiden / Boston, 2010, S. 637.643.

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    85. Dr. Dr. Dobberahn15. August 2013 um 13:32

      In seiner Beweisnot klagt Luxenbergs, dass ein etymologisches Wörterbuch des Arabischen fehle, wodurch die aramäischen Grundlagen des Arabischen nicht erkennbar seien (Neudeutung, S. 150). Luxenberg u. a. verkennen, dass – neben einigen Lehnwortschreibungen nach aramäischem Vorbild – die überschaubare Anzahl von 87 Etymologien aus dem Syrisch-Aramäischen, die das inzwischen eingestellte, sehr präzise arbeitende Wörterbuch der klassischen arabischen Sprache (WKAS) zum Buchstaben Kāf gibt, allerdings kaum den Eindruck macht, dass das Arabische auf aramäischem Fundament stehe. Zum Vergleich: An Etymologien aus dem Persischen werden im WKAS für den Buchstaben Kāf 77 angegeben, ohne dass daraus ernsthaft die Folgerung abgeleitet werden könnte, das Arabische (wie z. B. auch das Syrische und Mandäische) beruhe auf persischer Grundlage; vgl. Manfred Ullmann (Hg.), WKAS I (Kāf), Wiesbaden, 1970, S. 584ff. Ich halte die Methode Luxenbergs, mit dem Postulat des hinter dem Koranarabischen massiv wirkenden Aramäischen als lingua franca, d. h. seine Mischsprachen- und In-terferenztheorie, „dunkle Stellen im Qurʾān“ nur durch aramäische Wörter im christologischen Sinn zu erklären, dem Sachverhalt nach völlig verfehlt.

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      2. Das Fehlen eines etymologischen Wörterbuchs des Arabischen ist allerdings eine (bedauerliche) Tatsache; es ist der Überlegung wert, wer dafür verantwortlich sein könnte. Das genannte "Wörterbuch der klassischen arabischen Sprache" ist kein Ersatz dafür. Aufschlußreicher scheint mir ein Blick in das "Lisān al-ʿArab" von Ibn Manzur.

        Ein nicht zu überschätzender Einfluß des Aramäischen und insbesondere des Christlich-Aramäischen ("Syrischen") mit seiner reichen Literatur auf das sich erst zur Schriftsprache entwickelnde (Klassisch-)Arabisch ist allerdings schon prima facie anzunehmen. Das umso mehr als auch für die arabische Halbinsel das Wirken syrisch-sprachiger Missionare und die Existenz solcher Klöster bekannt ist. Spätestens seit den Forschungen von Barbara Finster weiß man ja, daß diese Mission alles andere als erfolglos war - im Gegenteil das "Heidentum" der islamischen Historiographie in der angeblichen Lebenszeit eines Propheten Mohammed dort praktisch keine Rolle mehr spielte.

        Darüber hinaus konnte gezeigt werden (ich glaube es war wieder Christoph Luxenberg), das selbst in einem sog. "uthmanischen" Koran, nämlich dem Samarkand- oder Taschkent-Koran, sich mindestens ein Wort findet, das nur verstanden werden kann, wenn man einen Buchstaben als syrischen Buchstaben erkennt. Also, die gar nicht so wenigen Konjekturen, die Luxenberg für koran-arabische Wörter als Verlesungen syrischer Buchstaben vorschlägt, müssen m.E. ernstgenommen werden.

        Wenn man Luxenbergs weitergehende Methode - nach bitte welchem "Sachverhalt" - ablehnt, nämlich die bekannten "dunklen Stellen" im Koran dadurch zu "erhellen", daß sie auf aramäische Lehnwörter, Lehnsübersetzungen und eine vom Klassisch-Arabischen abweichende Semantik verweist - hat jemand einen anderen Vorschlag, die "dunklen Stellen" aufzuklären?

        Ich verweise in diesem Zusammenhang auf Christoph Luxenbergs Vorschlag zum Verständnis der "geheimnisvollen Buchstaben" im Koran, zu dem sich m.W. seine Gegner nicht einmal geäußert, geschweige denn einen anderen Vorschlag gemacht haben.

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      3. Der Streit um die - etwas flapsig so genannte - Makkaroni-Sprache läßt mich meine Frage wiederholen:
        Dr. Dobberahn, bestätigte, daß das "Qur’ān-Arabisch auch vom sog. Klassischen Arabisch abweicht". Wieso sollen das aber nach Dr. Dobberahn "Besonderheiten gegenüber dem sonstigen, damaligen Arabisch" sein. Woher will man denn wissen, was das "sonstige, damalige Arabisch" war - zumal wenn man das christliche, liturgische Arabisch als untypisch ausschließen möchte?

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    86. Das mag Ihre persönliche Meinung sein. Diese ist aber für die weitere, ergebnisoffene Erforschung der Koransprache nicht verbindlich. Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. Würden Sie etwa meinen, dass altdeutsche Texte sich nach dem Verständnis des Neuhochdeutschen erklären ließen? Die Koransprache ist um 2-3 Jahrhunderte älter als die klassisch-arabische Grammatik und die frühesten klassisch-arabischen Texte. Wie können Sie sich danach einbilden, die Koransprache nach Ihren Kenntnissen des klassischen Arabisch zu verstehen? Das von Ihnen genannte WKAS (das über den Buchstaben K nicht hinausgeht) vermag dies ebenso wenig. Sie merken nicht einmal, dass Sie es sind, der sich in einem Teufelskreis bewegt. In der Wissenschaft ist eine voreingenommene "Rechthaberei" fehl am Platz. Von einem unvoreingenommenen Wissenschaftler ist aber die Bereitschaft zu erwarten, lern- und korrekturfähig zu bleiben.

      wa-ssalamu 'ala man ittaba'a l-huda!

      Ein interessierter Muslim

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    87. Dr. Dr. Dobberahn15. August 2013 um 19:57

      Was Sie schreiben, überzeugt mich nicht. Außerdem missbillige ich Ihren aggressiven Ton, zu dem ich mir nicht bewusst bin, Anlass gegeben zu haben. Übrigens ist Ihnen entgangen, dass das WKAS auch noch einen Band zum Buchstaben Lam geliefert hat (Harrassowitz, Wiesbaden, 1983).

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    88. Dr. Dr. Dobberahn15. August 2013 um 21:43

      Darf ich Ihnen noch eine Frage stellen? Sie bezeichnen sich als "interessierter Muslim". Sind Sie ebenso - wie Luxenberg und die Saarbrücker Schule - der Meinung, dass der Prophet Muḥammad niemals existiert hat, sondern dass der im Qur’ān und in der Felsendom-Inschrift genannte Ausdruck "muḥammadun" in Wirklichkeit Jesus Christus meine? Glauben Sie ferner auch, dass - wie Luxenberg und die Saarbrücker Schule behaupten - der Qur’ān eine erst im Machtinteresse der abbasidischen Dynastie vorgenommene Umarbeitung christlicher Liturgietexte sei, in welcher es zu der geschichtsverfälschenden Fiktion der Gestalt eines Propheten Muḥammad gekommen wäre? Tilman Nagel schreibt dazu: „Wohl nur, wenn man das vor- und frühislamische arabische Schrifttum nicht kennt, kann man auf den Gedanken verfallen, es hätten sich einige Leute zusammengesetzt und gut einhundertundfünfzig Jahre Vergangenheit mit Tausenden von handelnden Personen, mit widereinander streitenden religiösen und politischen Strömungen, mit unterschiedlichen Auslegungen ein und desselben Ereignisses usw. zusammenfabuliert.“ (T. Nagel, Mohammed – Leben und Legende, München, 2008, S. 839). Mich würde Ihre Meinung als "interessierter Muslim" zu diesen Thesen Luxenbergs und der Saarbrücker Schule interessieren.

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      1. Ich bin zwar nicht der befragte "interessierte Muslim", doch liegt eine Antwort nahe: Der Streit über die historische Existenz oder Nicht-Existenz eines Mohammed ist ein Streit um Kaisers Bart.

        Denn wenn auch Tilman Nagel an der Existenz Mohammeds festhalten will, so gibt er doch zugleich zu: Das „Bild Mohammeds ist ein Konstrukt“ (so in dem Interview, das er dem Kölner Stadt-Anzeiger gegeben hat, 18.11.2008), und sagt weiter: "Kalisch [Prof. Kalisch, Münster, der ebenfalls die Historizität bezweifelt; Ch.H.] gibt zu bedenken, dass Mohammed möglicherweise nicht gelebt hat oder dass sein Leben zumindest nicht den Vorstellungen entspricht, die sich der fromme Muslim heute gemeinhin davon macht. Letzteres sollte völlig unstrittig sein."

        Also: Selbst wenn "Mohammed" historisch sollte - sein Bild in der islamischen Vorstellung ist es nicht.

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      2. Ebenso wie die Captains J.T. Kirk und J.L. Picard durchaus real existierende Figuren sind - nur eben keine lebenden Personen!

        Erst wenn Dr.Dr. Dobberahn in der Lage wäre, aus dem reichhaltigen, zeitlich eindeutig den Jahren 600-750 n.C. zuordbaren byzantinischen, römischen und persischen Quellen einen EINZIGEN Nachweis
        • einer neue Religion namens "Islam" bzw.
        • eines Religionsgründers (oder auch nur einer Lokal-Emirs) namens Mohammend Abdullah oder
        • einer neuen Zeitrechnung "HGR" alias "seit der Hidschra"
        hervorzubringen, wäre ich geneigt, seiner grammatikalischen "Rabulistik" weiter zu folgen.
        (Zeitlich) Vor dem abbasidischen Kalifatsputsch um ca. 760 n.C. existiert KEIN Islam, KEIN Mohammed und KEINE neue Zeitrechnung.
        Mir genügt dies als Ausweis einer Ideologie.
        Und ihrer Apologeten als Ideologen!
        q.e.d.

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    89. Zum "historischen Mohammed":

      Die durch die "Saarbrücker Schule" angestoßene Debatte um den "historischen Mohammed" gibt Anlass, auf Tilman Nagels 2012 (09.05.2012) in Frankreich erschienene französische Fassung seiner Mohammed-Biographie hinzuweisen. Diese trägt den aufschlussreichen Titel:

      "MAHOMET - Histoire d'un Arabe, INVENTION d'un prophète"
      ("MOHAMMED - Geschichte eines Arabers, ERFINDUNG eines Propheten")

      Damit unterstützt Tilman Nagel die historisch-kritischen Forschungsergebnisse der "Saarbrücker Schule", die nicht aus der Luft gegriffen sind.

      Dem schließt sich nicht zuletzt der namhafte Islamwissenschaftler Prof. (emer.) Josef van Ess an, der wahrheitsgemäß zugegeben hat, dass die islamische Historiographie sich für die zwei ersten Jahrhunderte des Islam auf keinerlei glaubwürdige Dokumentation stützen kann. Dass man zweihundert Jahre später (mit der Entstehung der Prophetenbiographie des Ibn Hischam) diese erhebliche Lücke mit LEGENDEN auffüllen musste, ist nachvollziehbar.

      Ebenso nachvollziehbar ist es, dass mit "Muhammad" des Felsendoms nicht der (später "erfundene") Prophet des Islam (der übrigens - nach Aloys Sprenger - QUTHAM geheißen haben soll), sondern der daselbst beim richtigen Namen genannte "'Isa ibn Maryam = Jesus, Sohn der Maria" gemeint ist.

      Nicht Luxenberg ist es also, der die "Saarbrücker Schule in die Sackgasse führt", sondern viel eher der, der diese (kühne) These von sich gegeben hat.

      Ein interessierter Leser

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      1. Ich danke dem Anonymus für diesen wertvollen Hinweis auf die bei Labor et Fides erschienene französische Ausgabe "Mahomet - Histoire d'un Arabe, invention d'un prophète" von Tilman Nagels Mohammed-Biographie.
        Der Seite http://www.laboretfides.com/?page_id=3&product_id=687119 entnehme ich die folgende Besprechung (Übersetzung aus dem Französischen Ch.H.):

        »Die Arbeit von Professor Tilman Nagel ist die erste historisch-kritische Biographie Muhammads seit mehr als hundert Jahren. Dazu zieht er den Vorteil aus den bedeutenden Fortschritten, die in den letzten Jahrzehnten die historische Forschung über das vorislamische Arabien gemacht hat, und wertet alle verfügbaren Quellen aus.
        Er kann sowohl das dogmatische Bild des Lebens Muhammads überarbeiten, wie es von der muslimischen Traditionen überliefert wird, als auch eine Biographie des Gründers des Islam vorschlagen, ebenfalls so genau wie möglich eingeschrieben in der politischen, religiösen und sozialen Geschichte seiner Zeit.
        In den letzten Kapiteln des Buches zeigt Nagel auf welchen Wegen und aus welchen Gründen das Leben des Propheten später Gegenstand einer Dogmatisierung war, die die historischen Konturen verwischt hat. Es ist in diesem Sinne, dass man von der Erfindung eines Propheten sprechen kann.
        Dieser zweite Ansatz erklärt nicht nur, wie die gewöhnliche Vorstellung vom Leben Muhammads entstanden ist, er liefert auch den notwendigen Schlüssel, um diese Überlieferungen der historischen Kritik zu unterwerfen und sie zugleich nutzbar zu machen für eine sachliche Debatte über den Islam und seinen Gründer.«

        Also, wie ich schon sagte: Streit um Kaisers Bart! Selbst wenn "Mohammed" historisch sein sollte - sein Bild in der islamischen Vorstellung ist es nicht.

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    90. Zurück zu Dobberahns Erwiderung vom 13. August:

      Dr. Dr. Dobberahn 13. August 2013 18:54

      Dann würde ich an Ihrer Stelle einmal die beiden (!) genannten Beiträge Luxenbergs aufmerksam nachlesen. Allein schon der Titel des genannten zweiten Aufsatzes von Luxenberg "Relikte syro-aramäischer Buchstaben in frühen Korankodizes" spricht schon gegen Ihre "abwegige" Behauptung, Luxenberg vertrete nicht die These, die ältesten literarischen Schichten des Korans basierten auf syro-aramäischen Karšūnī-Texten! Hier der Beleg, aus dem hervorgeht, dass Luxenberg eine christliche Karšūnī-Vorlage für den Koran postuliert, aufgrund welcher er den überlieferten Korantext willkürlich zu einem christlichen Text zurechtkonjiziert: ders., „Relikte syro-aramäischer Buchstaben in frühen Korankodizes im ḥidjā-zī- und kūfī-Duktus“, in: Karl-Heinz Ohlig (Hg.), Der frühe Islam. Eine historisch-kritische Rekonstruktion anhand zeitgenössischer Quellen, Berlin, 2007, S. 380.413

      Richtigstellung:

      Dr.Dr. Dobberahn scheint vom vorzitierten Aufsatz Luxenbergs nur "Bahnhof" verstanden zu haben. Aus Luxenbergs „Relikte syro-aramäischer BUCHSTABEN in frühen Korankodizes" macht er kurzerhand "syro-aramäische Karshuni-TEXTE" (!!!), woraus er folgert, Luxenberg postuliere eine "christliche Karšūnī-Vorlage für den Koran" (!!!). Dabei scheint Dr.Dr. Dobberahn nicht zu wissen, dass mit KARSHUNI ein ARABISCHER Text mit syrischen BUCHSTABEN gemeint ist, und nicht "syro-aramöische Karshuni-TEXTE" (!!!). Daran sieht man, wie SACHLICH Dr.Dr. Dobberahn argumentiert und wie tendenziös er darum bemüht ist, den ahnungslosen "Laien" zu täuschen! Doch der Laie, der über einen "gesunden Mewnschenverstand" verfügt, lässt sich nicht so einfach "lumpen"!

      Ebenso wenig überzeugend ist seine sonstige Kritik Luxenbergs zu Sure 72, 18-20. Das, was Dr.Dr. Dobberahn für "willkürlich" hält, stellt nicht zuletzt Rudi Paret in seiner Übersetzung dieser Stelle in Frage:

      18. "Die Kultstätten (masâgid) sind (ausschließlich) für Gott da. Daher ruft neben Gott niemand (anders) an!
      19. Und: als der Diener Gottes SICH AUFSTELLTE, um ihn anzurufen, hätten sie ihn (vor lauter Zudringlichkeit?) beinahe ERDRÜCKT (kâdû yakûnûna 'alaihi LIBADAN)(!!!).
      20. Sag: Meinen Herrn (allein) rufe ich an und geselle ihm niemand bei."

      (Fortsetzung folgt)

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    91. (Fortsetzung):

      Dr.Dr. Dobberahn scheint diese von Paret selbst als "abstrus" (und verworren) anerkannte Wiedergabe als durchaus "sinnvoll" zu empfinden (dank seinem sicheren "arabischen Sprachempfinden"). "Sinnvoller" jedenfalls als folgende (textkritisch begründete) Wiedergabe Luxenbergs:

      (Die "Ginn", die unsichtbaren Wesen, Geister, berichten):
      18. und dass die Verehrung Gott (allein gebührt), so sollst du neben Gott keinen anderen anrufen;
      19. und dass, als der Knecht Gottes (= Jesus, Sohn der Maria) AUFERSTANDEN war, sie (die Menschen) ihn beinahe (als Gott) verehrt hätten;
      20.(worauf) er (der Knecht Gottes abwehrend) sprach (nicht "sprich"): "Ich rufe doch meinen Herrn an und geselle ihm keinen anderen bei!"

      Diese sinnvolle Rekonstruktion der unzulänglichen traditionellen Fehllesung nennt Dr.Dr. Dobberahn "willkürlich" - als wäre es die traditionelle Lesung demgegenüber nicht (!!!). Dann möge er doch eine "sinnvollere Lesung" vorschlagen!!! Dazu scheint er aber (ideologisch) außerstande zu sein, hält er doch die traditionelle Lesung für "authentisch" (d.h.: getreu der "mündlich" überlieferten Rezitation aus dem höchstpersönlichen Munde des Propheten - dessen Historizität noch nachzuweisen wäre). Zudem scheint Dr.Dr. Dobberahn von der koranischen Orthographie (bezüglich der Defektiv- und Plene-Schreibung) nicht viel Ahnung zu haben.

      Fazit: Dr.Dr. Dobberahn sollte (als "Arabist 5. Grades") die Klärung der Koransprache lieber anderen überlassen. Wie "tendenziös" er übrigens dabei vorgeht, zeigt nicht zuletzt sein Unvermögen (um nicht zu sagen sein "Widerwillen"), Luxenberg auch nur in einem Detail recht zu geben.

      Schlussfolgerung: Der "Laie" hat verstanden: Für Dr.Dr. Dobberahn ist Luxenberg schlichtweg ein "ROTES TUCH". Das ist eben sein Problem. Daher sein "trotziger" und "reaktionärer" Aufsatz gegen Luxenbergs "Neudeutung" der "arabischen" Inschrift des Felsendoms zu Jerusalem.

      Ein kritischer Beobachter.

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    92. Habe soeben dem Eintrag "Felsendom" der deutschen Wikipedia die folgende Literaturangabe hinzugefügt:

      »Christoph Luxenberg: ''Neudeutung der arabischen Inschrift im Felsendom zu Jerusalem.'' In: Karl-Heinz Ohlig / Gerd-R. Puin (Hg.): ''Die dunklen Anfänge. Neue Forschungen zur Entstehung und frühen Geschichte des Islam'', Berlin (Verlag Hans Schiler) 2005, S. 124-147.«.

      Es ist ja ein Unding, daß zwar der Widerspruch von Dr. Dobberahn im Literaturverzeichnis angeführt ist, aber nicht die Arbeit von Christoph Luxenberg, die den Widerspruch von Dr. Dobberahn gefunden hat. Ich bin gespannt, ob diese wichtige Ergänzung dort sichtbar bleibt.


      Ebenso habe ich dem EIntrag "Dome of the Rock" der englischen Wikipedia die ausführlichere "reference" hinzugefügt:

      »Christoph Luxenberg: ''Neudeutung der arabischen Inschrift im Felsendom zu Jerusalem.'' In: Karl-Heinz Ohlig / Gerd-R. Puin (Hg.): ''Die dunklen Anfänge. Neue Forschungen zur Entstehung und frühen Geschichte des Islam'', Berlin (Verlag Hans Schiler) 2005, S. 124-147. English version: ''A New Interpretation of the Arabic Inscription in Jerusalem's Dome of the Rock". In: Karl-Heinz Ohlig / Gerd-R. Puin (eds.): ''The Hidden Origins of Islam: New Research into Its Early History'', Amherst, N.Y. (Prometheus Books) 2010«

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    93. Nach dem zeitweilig recht vehementen "Schlagabtausch" scheint in diesem Forum (seit nunmehr über einem Monat) wieder Ruhe eingekehrt zu sein. Den erhitzten Geistern sei diese Verschnaufpause gegönnt.

      Denkbar ist es, dass der Hinweis auf Tilman Nagels in Frankreich publizierte französische Version seiner Mohammed-Biographie mit dem Titel: "Mahomet - Histoire d'un Arabe, INVENTION d'un prophète" ("Mohammed - Geschichte eines Arabers, ERFINDUNG eines Propheten") dem Hauptkontrahenten in dieser Felsendom-Debatte die "Sprache verschlagen" hat, zumal er sich zur Begründung seiner "Mohammed-These" im Felsendom auf diesen prominenten Arabisten als "Gewährsmann" vertrauensvoll berufen hatte. Man kann sich gut vorstellen, dass er diese unerwartete "Kehrtwendung" seines Gewährsmannes als überaus schmerzlichen "Dolchstoß" empfunden haben muss. Aber wie sagt es der Koran so schön:

      "Ihr möget manche Widerwärtigkeit verabscheuen, wo sie doch zu eurem Heil gereicht, und (umgekehrt): manches gut heißen, während es euch zum Schaden gereicht - Gott weiß es nämlich, ihr aber nicht!".." (frei nach Sure 2 Vers 216, und Sure 4 Vers 19).

      Dies möge den unerschütterlichen Verfechter der "Mohammed-Legende" in der Inschrift des Felsendoms (wo ausdrücklich " 'Isa ibn Mariam" = "Jesus, Sohn der Maria" beim Namen genannt wird") zum Nach- und Umdenken veranlassen und ihn (zu seinem Seelenheil) zur Einsicht bewegen (Amen!)...

      Ein interessierter Beobachter

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    94. Seit geraumer Zeit ist es in diesem Forum in der Tat recht still geworden. Die an sich interessante Diskussion um die Inschrift des Felsendoms in Jerusalem scheint manchen traditionsgetreuen Arabisten gekränkt zu haben. Man wird es ihm daher nicht verdenken, wenn er sich das Sprichwort zur Devise gemacht hat: "Schweigen ist Gold"!

      Dies sollte für die interessierten Teilnehmer dennoch kein Grund sein, die Diskussion zu beenden.

      Ein interessierter Teilnehmer

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      1. Auf diese Empfehlung wird auf eine "sachliche" Diskussion gerne zurückgegriffen, und zwar auf die von Dr.Dr.Dobberahn vom 28. Juli 2013, 14:24, wo er folgendes Nöldeke-Zitat bringt:

        "Gerade im Hinblick auf die arabische Syntax ist Luxenberg und der Saarbrücker Schule die Beobachtung von Theodor Nöldeke entgegenzuhalten, dass in arabischen Übersetzungen syrischer Texte „der Araber […] unaufhörlich die Wortstellung ändern (muss), während der Syrer fast überall auch die für den Araber nothwendige Wortstellung hätte wählen können.“ (Th. Nöldeke, Kurzgefasste syrische Grammatik, Darmstadt, 1966, § 324, S. 248, Anm. 1). Das heißt: Die arabische Syntax, verfügt sogar bei der Übersetzung syrischer Texte noch über eine solche Stabilität, dass sie sich gegen die Syntax direkter aramäischer Vorlagen durchsetzen kann."

        Kommentar: Dr.Dr.Dobberahn gibt dieses Zitat "verzerrt" wieder, sofern er es aus seinem zusammenhang herauslöst. Unter "Wortstellung" (= syrische Syntax), § 324, führt Nöldeke in Wirklichkeit Folgendes aus:

        "Die Stellung der Haupttheile des (syrischen) Satzes zu einander ist sehr frei. Das Subj. steht im Verbal- wie im Nominalsatz bald vor, bald nach, bald werden seine Theile gar durch Theile des Präd(ikats) gesprengt oder umgekehrt." (Hierzu Anm.1):

        (Anm. 1): "Wie frei die Wortstellung des Syr. ist, zeigt sich besonders, wenn man syr. Stücke mit daraus gemachten arab. Übersetzungen vergleicht. Der Araber (gemeint ist der Syrer, der ins Arabische übersetzt) MUSS da unaufhörlich die Wortstellung ändern, während der Syrer (= Verfasser des syrischen Textes) fast überall auch die für den Araber nothwendige Wortstellung hätte wählen können."

        Daraus wird klar, dass Nöldeke die "Flexibilität" der syrischen Syntax gegenüber der vergleichsweise "starren" Syntax des Arabischen hervorheben will.

        Dr.Dr.Dobberahn macht aber mit seinem folgenden Kommentar "aus der Not eine Tugend":

        "Die arabische Syntax, verfügt sogar bei der Übersetzung syrischer Texte noch über eine solche STABILITÄT, dass sie sich gegen die Syntax direkter aramäischer Vorlagen DURCHSETZEN kann."

        Auf die "Perspektive" kommt es eben an: "STARRHEIT" kann man auch lobend "STABILITÄT" nennen...

        (Fortsetzung folgt)


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      2. (Fortsetzung zu Dr.Dr.Dobberahns Kommentar)

        Gerade im Hinblick auf das vorangstellte prädikative Partizip "MUHAMMAD" in der Inschrift vom Felsendom sind die diesbezüglichen Ausführungen Nöldekes aufschlussreich. Unter dem vorzitierten § 324 fährt er nämlich fort:

        "Allerdings ergiebt sich, dass in reinen VERBALSÄTZEN, namentlich bei einfacher Erzählung, das PRÄDIKAT lieber VOR dem Subjekt steht... Auch in Sätzen mit dem PARTIZIP steht das PRÄDIKAT vielleicht öfter VORAN als NACH (= MUHAMMAD 'ABD-ALLAH wa-RASÛLu-Hu.= "GELOBT sei der Knecht Gottes und sein Gesandter"..), während es in reinen Nominalsätzen (wie von Dobberahn angenommen) UMGEKEHRT ist...".

        ERGO: Zum adäquaten Verständnis der Inschrift vom Felsendom täte Dr.Dr.Dobberahn besser daran, sich an Theodor Nöldekes "Kurzgefasste syrische Grammatik" denn an Harder-Schimmels "arabische Grammatik" (für Anfänger) zu halten.

        Dr.Dr.Dobberahn sollte sich danach gewissenhaft fragen, ob er sich mit der Schlussfolgerung seines Felsendom-Artikels, Luxenberg habe mit seiner "Neudeutung der arabischen Inschrift im Felsendom zu Jerusalem" die Saarbrücker Schule "in die Sackgasse geführt", nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt hat...

        Mit freundlichen Empfehlungen

        Ein kritischer Kommilitone (= Mitstreiter)

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      3. Beachtenswert ist ferner folgendes Selbstzitat Dobberahns vom 15. August 2013, 07:28 :

        "Die Felsendom-Inschrift wie der Qur’ān erwecken beileibe nicht den Eindruck, in einem stark vom Syro-Aramäischen beeinflussten Arabisch abgefasst zu sein. Darauf deuten weder Lautlehre, Morphologie, Vokabular und Syntax dieser Texte hin."

        Kommentar: Dr.Dr. Dobberahnm scheint an keinem Koranseminar teilgenommen zu haben. Ebenso scheint er nicht einmal von Rudi Parets Koranübersetzung Notiz genommen zu haben, wo es von Fragezeichen (zu nicht verstandenen Vokabeln, Verben, Redewendungen und syntaktischen Strukturen) geradezu wimmelt...(Ferner):

        "Ebenso: Friedrich E. Dobberahn / Harald Faber, "Die Frühgeschichte des Islams - ein gigantisches Fälschungswerk?, in: HIKMA III, Heft 4, Freiburg, 2012, S. 42:
        "Die von Goetze übernommene Mischsprachen- oder Interferenztheorie ist angesichts des Qurʾāntextes auch deshalb zweifelhaft, weil sie im Gegensatz zu den KONSTANTEN STRUKTUREN des qurʾānischen Arabischen steht: angefangen vom Lautsystem, über die Nominal- und Verbalflektion (Kasusendungen, Modusendungen, „gebrochene“ Plurale), Anzahl der VERBALSTÄMME (im Aramäischen sechs, im Arabischen aber allein zehn häufige) bis hin zur SYNTAX, PHRASEOLOGIE und IDIOMATIK. Man müsste im Gegenteil darauf hinweisen, dass sich gerade das Arabische generell „vor ÜBERFREMDUNG bewahrt hat, teils vermöge seiner außerordentlichen Fähigkeit der Bildung von Ableitungen zur Bezeichnung neuer Vorstellungen, teils durch sehr energische Eingleichung von LEHNGUT in den eigenen Lautbestand und Formenbau."

        Kommentar: Weit mehr als ein Semester Seminararbeit wäre nötig, um Dr. Dobberahn (und seinem Kollegen) klar zu machen, dass er sich bezüglich der Koransprache in wesentlichen Punkten (zu MORPHOLOGIE, SYNTAX, PHRASEOLOGIE und IDIOMATIK) aus offensichtlicher Unwissenheit gründlich irrt.

        Selbst das arabische VERBALSYSTEM hat sich im Wesentlichen auf der Grundlage des aramäischen Verbalsystems (sekundär) weiter entwickelt. Die zehn arabischen Hauptstämme sind nicht "genuin" arabisch. Sie setzen sich zusammen aus dialektalen, "gemeinaramäischen" Varianten.
        Übrigens: auch bei den aramäischen Verbalstämmen käme man auf zehn, wenn man die kausativen Grundstämme SAF'EL und SHAF'EL und ihre reflexiven Entsprechungen ESTAF'AL und ESHTAF'AL (vom PALPEL abgesehen) hinzurechnete. Von Letzteren hat das arabische Verbalsystem nur den zehnten Stamm ISTAF'ALa beibehalten, während die Kausativstämme SAF'AL und SHAF'AL (bis auf wenige aramäische Substrate, die das heutige arabische Sprachgefühl nicht als solche empfindet) verloren gegangen sind. Dass der dritte arabische "Zielstamm" FÂ'ALa und sein reziproker sechster Reflexivstamm TAFÂ'ALa aus dem "Gemeinaramäischen" SEKUNDÄR entstanden sind, hat schon Carl Brockelmann erkannt (siehe seinen "Grundriss der vergleichenden Grammatik der semitischen Sprachen). Aber wie gesagt: um die Entstehung des "klassischen Arabisch" zu untersuchen, bedarf es eines mehrsemestrigen Seminars. Gleiches gilt für die Entstehung der Koransprache, die sich vom "klassischen Arabisch" in mehrfacher Hinsicht unterscheidet. Ein "Unwissender" könnte noch was dazu lernen - allerdings nicht ohne gründliche Kenntnis des Aramäischen. Heißt es doch nach einem HADITH: " Suchet das Wissen, und wäre es auch in China ! "...

        Ein interessierter Kommilitone

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      4. Der bravouröse Verteidiger des "klassischen Arabisch" scheint stillschweigend den Rückzug angetreten zu haben. Er wird eingesehen haben, dass er mit der Manipulation von Zitaten (vorliegend von Theodor Nöldeke) von seinen kühnen Thesen keinen Laien überzeugen kann.

        Ein kritischer Teilnehmer

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    95. Ich freue mich über die rege Teilnahme undinteressanten Beiträge . Leider gab es auch manche Polemik und persönlichen Angriff. Herrn Dobberhahn muss man zu Gute halten,dass er alleingegen mehrere Gegner argumentiert hat. Sollte ihm seine argumetative Munition ausgegangen sein, so steht es ihm frei weitere Mitstreiter einzuladen. Vielleicht gibt es ja noch ein wichtiges Argument für die traditionelle Lesart der Inschrift. MfG Bhigr

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    96. Dem ist zuzustimmen. Die Polemik war in diesem Kreis in der Tat fehl am Platz, Dr. Dr, Dobberahn hat durch seine Einwände immerhin zur Belebung der Diskussion zum Thema wesentlich beigetragen. Denn schließlich kann man erst durch die wissenschaftlich begründete Kontroverse zur Wahrheitsfindung gelangen. Leider scheint es aber nicht immer einfach zu sein, in der Hitze der Debatte einen kühlen Kopf zu bewahren und möglichst sachlich zu bleiben. Es bleibt zu wünschen, dass auf dieser Grundlage eine Fortsetzung der Diskussion doch noch möglich sein könnte.

      Ein interessierter Teilnehmer

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      1. Nach Ablauf von bald drei Monaten scheint Dr. Dr. Dobberahn das Handtuch endgültig geworfen zu haben. Es wird ihm nicht gelungen sein, unterstützende Mitstreiter für seine Thesen ausfindig zu machen. Daher der stillschweigende Rückzug.

        Die Teilnehmer an diesem Forum können nur ihr Bedauern darüber äußern, dass die durchaus interessante Diskussion um die historische Bedeutung des Felsendoms und die (noch) nicht geklärte Entstehung des Islam in diesem Kreis (vorläufig) nicht fortgeführt wird. Es bleibt die Hoffnung, dass sich doch noch Mitstreiter finden, um die Diskussion über dieses Thema neu zu beleben.

        Ein interessierter Teilnehmer

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    97. Kein Dr.Dr. Dobberahn = Keine Diskussion... Schade !

      Ein interessierter Teilnehmer

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      1. Das Warten auf Dr.Dr. Dobberahn erweist sich inzwischen als
        "WARTEN auf GODOT"
        seitdem sein Gewährsmann, Prof. Tilman Nagel, mit seinem Mohammed-Buch (französische Fassung):
        "Mahomet: Histoire d'un Arabe. INVENTION d'un Prophète"
        = "Mohammed: Geschichte eines Arabers, ERFINDUNG eines Propheten"
        auf die (von Dobberahn verhassten) Thesen der "Saarbrücker Schule" eingeschwenkt ist.
        So bewahrheitet sich das Sprichwort, das da heißt:
        "Wer zuletzt lacht, lacht am besten" (steht sogar sinngemäß im Koran...).

        Ein Mitstreiter um die historische WAHRHEIT !

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      2. Vermutlich hat Dr.Dr, Dobberahn inzwischen eingesehen, dass der Felsendom ursprünglich tatsächlich als Grab Christi konzipiert war (in Konkurrenz zur Grabeskirche der Byzantiner). Dafür spricht nicht nur die unter dem Felsen liegende Krypta, sondern auch - und insbesondere - die Inschrift innerhalb des Oktogons, in der der "Gelobte" ("Muhammad") mit folgenden Worten beim Namen genannt wird: "Allahumma salli 'ala rasûlika wa-'abdika 'Isa ibn Mariam" = "Herrgott, segne Deinen Gesandten und Knecht Jesus Sohn der Maria" !

        Nicht umsonst wurde übrigens in der islamischen Tradition der "Freitag" (zur Erinnerung an den "Karfreitag") als wöchentlicher Gebets- und Ruhetag der Muslime auserkoren. "Karfreitag" ist nämlich in einer frühen Koranhandschrift (die des Ubayy ibn Ka'b) schriftlich überliefert (siehe "Kitâb al-masâhif" = "das Buch der (Koran-)Kodizes", herausgegeben 1936-37 von Arthur Jeffery). Dort steht nämlich an der einzigen Stelle in Sure 62, wo in der kanonischen Kairiner Ausgabe "al-Djumu'a" = "der Freitag" vorkommt, die ursprüngliche Bezeichnung "yawm al-'arûba l-kubra" = "der Große Freitag", wie die christlichen Araber vor dem Islam den "Karfreitag" nannten.

        Wer dennoch an das Märchen glauben will, wonach der Prophet des Islam vom Felsendom aus auf einem weißen Pferd namens "Burâq" gen Himmel aufgefahren sei, dem soll dieser Glaube unbenommen bleiben. So romantisch Märchen manchmal auch sein mögen, mit historischen Fakten haben sie allerdings wenig zu tun.
        Ein Grund für gläubige Muslime, nicht nur den "Karfreitag", sondern auch den "Ostersonntag" mit ihren ursprünglich "christlichen Brüdern" zusammen zu feiern. Die Welt wäre dann viel friedlicher, als sie es heute mit dem "radikalen Islam" ist.

        Mag Dr.Dr. Dobberahn nichtsdestotrotz anderer Meinung sein.

        Ein interessierter Mitstreiter

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      3. Zu : "Die Welt wäre dann viel friedlicher, als sie es heuter mit dem "radikalen Islam" ist.

        Kommentar:
        Und damit wäre auch kein Anlass mehr für "Mohammed-Karikaturen".

        Ein mit interessierter "Kommilitone"

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      4. Nach Tilman Nagels These vom "erfundenen" Propheten des Islam wird den "Mohammed-Karikaturen" die Spitze genommen. Die darauf in der islamischen Welt folgende aggressive Reaktion war demnach in gleicher Weise ein "Schlag ins Wasser" wie die Karikaturen selbst. Einem "fiktiven" Propheten konnten diese nämlich nichts anhaben. Also letztlich: Viel Lärm um nichts...

        Ein kritischer Kommilitone

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      5. Von Dr.Dr. Dobberahn nach wie vor keine Rückmeldung.
        Seitdem herrscht auf dieser Seite "Funkstille"...
        Fällt denn niemandem mehr etwas ein?
        Schade!

        Ein interessierter Mitstreiter

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    98. Aktueller Forschungsstand?

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      1. Wird demnächst darüber berichtet.

        Ein früherer Mitstreiter

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