Grammatik: Verb, Prädikat, Prädikatsnomen, Nominalsatz

Auch die Definition des allseits bekannten Verbes ist keineswegs so klar wie es immer scheint:

I. Das Verb

"Verb (von lat. verbum (temporale) „Zeitwort“) ist ein fachsprachlicher Ausdruck der traditionellen Grammatik für eine Wortart, die eine Tätigkeit, ein Geschehen oder einen Zustand ausdrückt, und erfasst Wörter wie gehen, denken, segeln und wandern."

So habe ich es auch gelernt, aber die Einwände werden dankenswerterweise gleich auf Wikipedia diskutiert:

Schulseitig heißt es, dass das Verb die veränderbare (flektierbare) Wortart sei, die eine Tätigkeit, ein Geschehen, einen Vorgang oder einen Zustand bezeichne[1]. Mehr oder weniger glücklich übersetzt spricht man daher auch (in Schulgrammatiken) von Tätigkeitswort, Zeitwort[2] oder Tunwort[3] und teilt Verben (unter anderem) in Tätigkeits-/Handlungsverben (weinen, kritisieren, malen), Vorgangsverben (wachsen, fallen) und Zustandsverben (stehen, leben, bleiben)[4] ein.

Da auch Substantive Tätigkeiten, Geschehen, Vorgänge und Zustände bezeichnen können (Beispiele: das Gehen, das Denken, das Leben, das Verblühen), ist die obige Definition offensichtlich unzureichend.

Als Differenzierungsmerkmal wird auch hervorgehoben, dass das Verb „die einzige konjugierbare Wortart”[5] sei. Diese Definition ist jedoch zirkulär, wenn/da Konjugation als die Beugung (Flexion) des Verbs definiert wird.

Als spezifisch für die Wortart Verb werden daher auch die grammatischen Kategorien „Genus Verbi, Modus, Tempus und (in Übereinstimmung mit dem Subjekt) durch Person und Numerus (sowie in manchen Sprachen zusätzlich durch Aktionsart und Aspekt)” genannt[6]. Da Person und Numerus des Verbs durch das Nomen bestimmt werden und Aktionsart und Aspekt im Deutschen nicht morphologisch zum Ausdruck kommen, bleiben als für das Verb spezifische grammatische Merkmale das Genus Verbi (Aktiv/Passiv), der Modus und das Tempus. Deshalb heißt es auch: „Die Tempus-Modus-Flexion, die das beschriebene Geschehen u. a. zeitlich einordnet, unterscheidet die Wortart Verb von allen anderen”[7].

Aus Sicht der (extensionalen) Logik erscheint das Moment der zeitlichen Einordnung als sekundär, steht die prädikative Funktion im Vordergrund und sind Verben schlicht ein- oder mehrstellige Prädikate im logischen Sinn.[8].
Beispiele:
(1) Peter geht = Peter ist gehend = GEHEN (Peter) = G (p)
(2) Peter und Tina gehen zusammen = ZUSAMMENGEHEN (Peter, Tina) = Z (p, t)

Die logische Sicht findet ihre Parallele in der Lehre von der Verbvalenz.

Dies lässt das Verb als die Wortart hervorheben, die das Prädikat - nunmehr im grammatischen Sinn - bildet und zusammen mit dem Subjekt den Satz konstituiert[8].

"Da auch Substantive Tätigkeiten, Geschehen, Vorgänge und Zustände bezeichnen können (Beispiele: das Gehen, das Denken, das Leben, das Verblühen), ist die obige Definition offensichtlich unzureichend."

Dieser Einwand scheint berechtigt zu sein. Deshalb schlage ich die folgende Definition vor:

Ein Werb ist ein Wort, das kein Substantiv ist. Das Werb beschreibt "Tätigkeiten, Geschehen, Vorgänge und Zustände", die in der Zeit stattfinden bzw. eintreffen. Zeitwort ist daher ein schöner Begriff. Die Funktion des Verbs ist die zeitlich Einordnung des Satzgegenstandes.

Was ist dann aber der Unterschied zwischen: "Die Kinder malen ein Comic" und "Das Malen von Comics gefällt den Kindern". Ist "malen" nicht dasselbe Wort wie "Malen"? Da kann ich mir nur so behelfen: Das "Malen" ist eine Substantivierung des Verbs "malen". Es ist aber nicht das gleiche Wort. Das Malen kann zwar Gegenstand eines Satzes ein, es kann aber nicht die Funktion eines Verbes übernehmen. Nämlich den Satzgegenstand zeitlich einzuordnen.

Es ist ein Drama. Aber wir werden hier ja gleich zu dem Begriff "Prädikat" verwiesen. Auch hierfür gibt es unterschiedliche Bedeutungen.

II. Prädikat (Logik)

Prädikat (von lat. praedicare = zusprechen) nennt man in der modernen Logik den Teil einer atomaren Aussage, durch den eine Eigenschaft von einem Gegenstand ausgesagt wird. Vom Verständnis der modernen Logik unterscheidet sich der Prädikatbegriff in der traditionellen Logik. Der traditionelle Prädikatsbegriff wurde von Aristoteles begründet und herrschte bis ins 19. Jahrhundert vor. Danach ist logisches Prädikat allgemein das, was von einem Subjekt ausgesagt wird. In der modernen Logik ist das logische Prädikat seit Frege das, was von einem oder mehreren Gegenständen ausgesagt wird.

1. Beispiel:

"Der Fisch stinkt."

Der Fisch = Subjekt

stinkt = Prädikat

Wieso? Weil "stinkt" eine Eigenschaft des Fisches beschreibt. Bei "stinkt" handelt es sich also um ein Prädikat im traditionellen Sinne und um ein Prädikat im modernen Sinne. Der moderne Begriff schließt den traditionellen Begriff ein; er erweitert ihn allerdings.

2. Beispiel:

"Der Fisch stinkt fürchterlich."

Hier ist "stinkt fürchterlich" das Prädikat von Fisch, im herkömmlichen und modernen Sinne. Denn der Fisch ist das Subjekt des Satzes. Zusätzlich ist "fürchterlich" ein Prädikat von "stinkt". Wieso? Weil "fürchterlich" beschreibt, wie gestunken wird. Es wird also eine Eigenschaft des Stinkens beschrieben. Es handelt sich dabei allerdings nur um ein Prädikat im modernen und nicht im traditionellen Sinne. Denn "fürchterlich prädiziert kein Subjekt sondern ein nachgeordnetes Verb.

3. Beispiel

"Ein Fisch existiert."

"existiert" ist in der modernen Logik kein Prädikat. Denn es beschreibt keine Eigenschaft des Fisches. Wie der Fisch ist, d.h. welche Eigenschaften er hat, das ist vollkommen unabhängig davon, ob der Fisch existiert oder nicht. Existenz ist daher in der modernen Logik kein Prädikat sondern ein sogenannter Quantor. In der formellen Sprache der Logik ausgedrückt, heißt ein Fisch existiert:



Zu lesen als:

Umgekehrtes E = Es gibt

x= Fisch

Es gibt einen Fisch. Ein Fisch existiert.

Aber "Ein Fisch stinkt"

S(x)

S= Stinken ist eine Eigenschaft des Fisches x. Noch genauer:

S(x)

Es existiert ein Fisch mit der Eigenschaft, dass er stinkt.

Diese Unterscheidung zwischen Prädikat und Quantor geht letztlich auf die Widerlegung des ontologischen Gottesbeweises durch Kant zurück. Der Beweis geht Folgendermaßen:

Gott ist vollkommen. Vollkommen ist nur das, was existiert. Also existiert Gott.

Der entscheidende Fehler liegt im zweiten Satz. Es wird so getan, also ob Existenz eine Eigenschaft der Vollkommenheit wäre. Existenz wird als Prädikat verstanden. Kant hat erkannt, dass die Eigenschaften eines Begriffes vollkommen unabhängig davon sind, ob er existiert oder nicht existiert. Es wird dem Begriff von Gott nichts hinzugefügt oder weggenommen, wenn er existiert oder nicht existiert. Ein Drache hat gewisse Eigenschaften, wie dass er Feuer speit und fliegt. Ob Drachen jetzt existieren oder nicht, ändert nichts am Begriff des Drachens. Existenz ist also kein Prädikat.

Das hat zur Entwicklung der modernen Prädikatenlogik durch Frege geführt. Damit solche Fehlschlüsse nicht passieren können, hat er eine formelle Sprache der Logik entwickelt, in der streng zwischen Quantoren, Subjekten und Prädikaten unterschieden wird.

III. Prädikat (Grammatik)

Das Prädikat (auch Satzaussage) ist das zentrale Satzglied natürlichsprachlicher Sätze. Als Satzglieder (auch Satzkonstituenten) bezeichnet man in der Grammatik die Bestandteile (Konstituenten) des Satzes, die nur als ganze verschoben werden können (Überprüfung durch Umstell- bzw. Verschiebeprobe).

Durch Änderung der Wortreihenfolge in einem Satz ist zu erkennen, welche Wortfolgen darin nicht zu ändern sind, ohne dass der Sinngehalt des Originalsatzes verlorengeht. Die so erkannten Wortfolgen sind die Satzglieder. Beispiel:

"Hans baut im Wald mit seinem Freund eine riesige Baumhütte."
"Im Wald baut Hans mit seinem Freund eine riesige Baumhütte."
...

Die möglichen Satzglieder der deutschen Syntax heißen:
Subjekt (Satzgegenstand) = Hans
Prädikat (Satzaussage, verbale Glieder) = baut
Objekt (Satzergänzung, Akkusativ-, Genitiv-, Dativ- und Präpositionalobjekt), = eine riesige Baumhütte
Adverbialbestimmung (adverbialer Akkusativ, Genitiv), = im Wald mit seinen Freunden.

Was ist also der Unterschied zur logischen Definition des Prädikates? Nun, gemäß der logischen Definition ist "baut im Wald mit seinem Freund eine riesige Baumhütte." das Prädikat, während die grammatische Definition lediglich in "baut" das Prädikat sieht. Aber offenbar haben die Grammatiker sich noch eine Ausnahme einfallen lassen, nämlich diese:

Bei mehrteiligen Prädikaten mit Prädikativ nennt man das Verb Kopulaverb. Satzbeispiel:

"Mohammed ist Knecht Allahs."

Nur in diesem Fall ist "ist Knecht Allahs" als Ganzes das Prädikat und nicht nur das Wörtchen "ist". Hier stimmt also plötzlich die grammatische Definition mit der logischen Definition des Prädikates überein. Das ist natürlich kein Zufall, sondern von der Logik inspiriert.

Eine Anmerkung zu den sogenannten Kopulaverben. Das Wörtchen "ist" besagt in obigem Satz nur, dass Mohammed eine bestimmte Eigenschaft zukommt. Es bezeichnet kein zeitliches Geschehen. Es handelt sich folglich gar nicht um ein Verb im eigentlichen Sinne. "Kopula" heißt einfach nur Verbinden. Das Wort "ist" hat also nur die Funktion eine Verbindung zwischen Subjekt (Satzgegenstand) und Prädikat herzustellen. Wenn allerdings "ist" im Sinne von "existiert" verwendet wird, ist es ein normales Verb.

IV. Prädikativum / Prädikatsnomen

Als Prädikativum (auch: Prädikativ) bezeichnet man eine Ergänzung des Prädikats, die nicht die Art und Weise der Tätigkeit oder des Vorgangs charakterisiert (dann handelte es sich um ein Adverbial), sondern die eine Eigenschaft des Subjekts oder des Objekts bezeichnet.

"Ergänzung" ist wahrscheinlich unglücklich gewählt und rührt von der verwirrenden und uneinheitlichen Verwendung des Begriffes Prädikat. Beim Satz mit "Kopulaverb" wird ja kein zeitlicher Vorgang beschrieben sondern nur eine Eigenschaft des Subjektes bezeichnet. Aber in diesem Fall besteht das Prädikat sowohl aus Kopulaverb (ist) als auch aus seiner Ergänzung (Knecht Allahs). Statt Ergänzung müsste es also Bestandteil des Prädikates heißen.

Das Subjektsprädikativ (auch Prädikatsnomen) bestimmt das Subjekt des Satzes näher und bildet dabei das Prädikat mit Kopulaverben wie sein, heißen, gelten als und sich erweisen als:[1][2]

Beispiele:

" Mohammed ist groß."

"Mohammed ist Knecht."

Hier haben wir also zwei unterschiedliche Prädikative, nämlich "groß" und "Knecht". Beide Worte bestimmten eine Eigenschaft des Subjektes, nämlich Mohammed. Nach meinem Verständnis handelt es sich aber nur im Falle von "Knecht" um ein Nomen, also ein Prädikatsnomen, während "groß" ein "Prädikatsadjektiv" ist. Das meine ich deshalb, weil ich dem Duden darin folge, Substantiv und Nomen als Synonyme anzusehen. Das Wörtchen "groß" ist nicht subjektfähig, weshalb es kein Substantiv ist.

Was ist also mit einem Satz wie:

"Zu preisen ist der Knecht."

Stellen wir das Subjekt an den Satzanfang:

"Der Knecht ist zu preisen."

Wird "ist" in diesem Satz als "Kopula" verwendet? Also wird dem Knecht eine Eigenschaft zugesprochen? Ich meine nicht, denn hier wird ausgesagt, dass die moralische Verpflichtung jedermanns besteht den Knecht zu preisen. Damit wird direkt überhaupt nichts darüber ausgesagt, wie der Knecht ist!? Wie sieht es bei dem Satz aus:

"Der Knecht sei gepriesen"

Auch hier ist "sei" kein Kopulaverb. Hier wird ein Wunsch ausgesprochen. Jedermann möge den Knecht preisen. Der Knecht selber wird dadurch nicht näher charakterisiert. Vermutlich gibt es einen Grund, weshalb der Knecht zu preisen ist, der in seiner Natur begründet ist. Nur erfahren wir davon nichts in diesem Satz. Deshalb ist "sei" kein Kopulaverb.

V. Nominalsatz

Ein Satz, dessen Prädikat aus dem Hilfsverb "sein" (Kopula) und einem Prädikativ besteht (Kopulasatz).[1]

Ein deutsches Beispiel für diesen Satztyp ist: „Hans ist Arzt.“ – „Arzt“ ist in diesem Fall das Prädikatsnomen. Das Prädikat besteht gemeinsam aus dem Kopulaverb "ist" und dem Prädikativum "Arzt".

Im Arabischen Nominalsatz wird die Kopula nicht ausgesprochen sondern nur gedanklich ergänzt. Das Subjekt steht vor dem Prädikativum. Der Satz enthält im Arabischen also kein "Kopulaverb", sofern man in diesem Fall überhaupt von einem "Verb" sprechen kann.

Ein typischer arabischer Nominalsatz ist also:

"Mohammed (ist) Knecht Allahs"

Kein Nominalsatz ist allerdings:

"Gepriesen (sei) der Knecht Allahs"

Denn "sei" wird nicht im Sinne einer Kopula verwendet wird. "Sei" drückt einen Wunsch gegenüber jedermann aus und keine Eigenschaft des Knechtes. Gepriesen ist also nicht als Eigenschaft des Knechtes zu verstehen. Muhammad = Gepriesen ist kein Prädikativum in diesem Satz. Es handelt sich also nicht um einen Nominalsatz.

Wer allerdings "gepriesen" als ein Prädikativum des Subjektes "Knecht Allahs" (fälschlicherweise) ansieht, der wird eine Umkehrung der Satzstellung fordern: "Der Knecht Allahs (sei) gepriesen." Dann wäre "Gepriesen sei der Knecht Allahs" eine Ausnahme von der Regel im Arabischen, dass das Substantivs Knecht am Anfang Nominalsatzes stehen muss.

Entscheidend ist, dass diese grammatische Verwendung von passiven Partizipien wie muhammad am Satzanfang im Sinne von "gepriesen sei" mehrfach nachgewiesen wurden. Der Nachweis gelang auch nicht in irgendeinem unbedeutenden Text sondern in der Arabischen Bibelübersetzung und Liturgie. Also ein Text, der seit Jahrhunderten immer und immer wieder von Millionen arabischer Christen rezitiert und aufgesagt wird. Deshalb kann man das nicht als Flüchtigkeitsfehler oder "Übersetzungsarabisch" abqualifizieren. Das ist korrektes Arabisch.

Kommentare:

  1. Dr. Dr. Dobberahn3. Februar 2012 um 20:47

    Sie schreiben:

    "Entscheidend ist, dass diese grammatische Verwendung von passiven Partizipien wie muhammad am Satzanfang im Sinne von "gepriesen sei" mehrfach nachgewiesen wurden. Der Nachweis gelang auch nicht in irgendeinem unbedeutenden Text sondern in der Arabischen Bibelübersetzung und Liturgie. Also ein Text, der seit Jahrhunderten immer und immer wieder von Millionen arabischer Christen rezitiert und aufgesagt wird. Deshalb kann man das nicht als Flüchtigkeitsfehler oder "Übersetzungsarabisch" abqualifizieren. Das ist korrektes Arabisch."

    Um Ihnen klar zu machen, was eine "Übersetzungssprache" ist, erinnere ich Sie an Matthäus 6, 9, an das griechische "pater heemoon", das in den meisten deutschen Bibelübersetzungen und auch in der Liturgie 1:1 mit "Vater Unser" übersetzt wird. Zig-Millionen von Deutschen beten das oder sagen das so auf. Trotzdem ist "Vater Unser" kein korrektes Deutsch, sondern liturgisches, biblisches "Übersetzungsdeutsch". In richtigem Deutsch müsste es immer noch "Unser Vater" heißen. Da können Sie jeden deutschen Muttersprachler fragen, ob er außerhalb des biblischen oder liturgischen "Vater Unser"s auch sonst noch "Vater Unser" sagen würde. Analog zum liturgischen "Vater Unser" sagt auch kein Deutscher "Mutter meine" statt "meine Mutter", "Haus dein" statt "dein Haus", etc.

    Dasselbe gilt natürlich auch für die von Ihnen zitierten und von mir als "Übersetzungsarabisch" bezeichneten Belege aus dem arabischen NT und der christlich arabischen Liturgie. Ich komme übrigens mit genügend muttersprachlichen Jordaniern zusammen, die - ganz anders als Sie offenbar - in der Lage sind, zwischen dem lebendig gesprochenen und normalen Schrift-Arabisch auf der einen und dem liturgisch gefassten Arabisch aus dem NT und der Liturgie auf der anderen Seite zu unterscheiden. Mir wurde auf mehrfache Anfrage hin bestätigt, dass mein Kritikpunkt "Übersetzungsarabisch" zutrifft und dass man im normalen Arabisch (mündlich wie schriftlich) nicht die Syntax aus der christlichen Liturgie oder dem arabischen NT benutzt.

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  2. Falsch an diesem Beitrag ist natürlich, dass es sich bei der Übersetzung einer Inschrift des Felsendoms - das ist Gegenstand dieses Disputs - um das Arabisch des späten 7.ten Jahrhunderts handelt. Das Sprachgefühl heutiger Jordanier des 21.ten Jahrhunderts ist insofern belanglos. Denn innerhalb von ca. 1300 bis 1400 Jahren unterliegen Sprachen erheblichen Wandlungen.

    Sein Beispiel "Vater unser" zeigt beispielhaft wie sich die Deutsche Sprache verändert hat. Im frühen 16. Jahrhundert, als die Lutherübersetzung angefertigt wurde, war das nicht zu beanstanden.

    Das Thema wurde hier des Weiteren vertieft.

    http://bhigr.blogspot.com/2012/01/der-felsendom-und-wikipedia.html

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