Abendland vs. Islam

"In Europa sind Gottlose in einen Religionskrieg getreten"

So betitelt der Tagesspiegel einen Kommentar. Bitte hier nachlesen:

http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/abendland-vs-islam-in-europa-sind-gottlose-in-einen-religionskrieg-getreten/6157224.html

 Dass der Prophet Mohammed vor ca. 1400 Jahren der Welt den Krieg erklärt hat, das ficht den Autoren nicht an. 

"Allah 's Apostle said, " I have been ordered to fight with the people till they say, 'None has the right to be worshipped but Allah,' and whoever says, 'None has the right to be worshipped but Allah,' his life and property will be saved by me except for Islamic law, and his accounts will be with Allah, (either to punish him or to forgive him.);  Volume 4, Book 52, Number 196: 

Was ist also die Grundlage seines Urteils? 


"Mit der Scharia kenne ich mich nicht so gut aus."

Das ist bedauerlich.

"Ich weiß nur so viel: Wenn ein Idiot heute weder von Religion noch von Politik und auch sonst gar keine Ahnung hat – von der „Scharia“ quasselt er immer. "

Damit haben Sie sich selbst vorzüglich beschrieben. 

"In jedem Diskussionsforum im Internet gibt es faschistische Hetzer, die Koransuren angeblich aus dem Original zitieren, um zu beweisen, wie schrecklich und gefährlich der Islam sei."

Haben sie denn überprüft, ob die Zitate auch stimmen? Nur dann können sie doch den Vorwurf der Hetze bestätigen? Aber sie scheinen aus der Position des Ignoranten Urteile fällen zu wollen.

"Anzunehmen ist, dass im Koran tatsächlich einige unschöne Regeln stehen...."

Anstatt zu spekulieren, sollten sie den Koran lieber einmal lesen.

"...Aber das ist bei allen monotheistischen Religionen so. ... Und das bedeutet, dass es wie im Bauernkalender zu jeder Regel eine andere gibt, die das genaue Gegenteil besagt. Religionsbücher sind Ratgeber für alle Lebenslagen..."

Das ist eine Theorie, die man überprüfen kann. Dazu muss man aber den Koran und die Bibel lesen. Der Koran erklärt allerdings, wie Widersprüche auszubügeln sind.

Sure 2, Vers 106: "Was wir auch an Versen aufheben oder in Vergessenheit bringen, wir bringen bessere oder gleiche dafür. Weißt du nicht, daß Allah über alle Dinge Macht hat?"

Die "besseren Verse" sind also jene, die zuletzt offenbart wurden. Sure 9 offenbart die letzten Worte Allahs.

Sure 9, Vers 5: "Sind aber die heiligen Monate verflossen, so erschlaget die Götzendiener, wo ihr sie findet, und packet sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf. So sie jedoch bereuen und das Gebet verrichten und die Armensteuer zahlen, so laßt sie ihres Weges ziehen. Siehe, Allah ist verzeihend und barmherzig."

Da kann man sich also nicht einfach die Rosinen herauspicken.

"Wenn man seinen Feind töten kann, nimmt man „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Wenn man sich mit dem Feind lieber nicht anlegen will, weil er stärker ist, nimmt man „Halte die andere Wange auch noch hin“."

Nun, um das zu beurteilen, muss man allerdings die Bibel gelesen haben:

"Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: "Auge um Auge, Zahn um Zahn." 39 Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Übel; sondern, so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar. 40 Und so jemand mit dir rechten will und deinen Rock nehmen, dem laß auch den Mantel. 41 Und so dich jemand nötigt eine Meile, so gehe mit ihm zwei. 42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem, der dir abborgen will." Matthäus 5, Vers 39 ff.

Damit sagt Jesus also eindeutig, dass man keine Vergeltung üben soll. Als Christ kann man sich folglich nicht auf die Regel: "Auge um Auge, Zahn um Zahn" berufen.

Was hat unser Publizist noch so verkündet?

"Ich bin weder bibelfest noch könnte ich die zehn Gebote aufsagen. Mich interessieren diese Religionsbücher nicht...."

Das merkt man. In dem Fall würde ich einfach einmal empfehlen: Schnauze halten!

"Ich will wissen, wie die Leute ticken, und das weiß ich. Nämlich so: Allah ist groß – aber ein Cadillac ist größer."

Woher wissen Sie das?

"Überhaupt zeichnet sich das Entsetzen über die Frömmigkeit der Moslems durch einen Totalausfall jeglicher Selbstwahrnehmung aus. Wenn die Nachrichten melden, in einem islamischen Land habe eine islamische Partei die Wahl gewonnen, dann nicht ohne besorgten Unterton. Ist es hier denn anders?..."

Dieses Argumentationsmuster nennt sich Tu QuoQue. Es ist ein Argumentum ad hominem, weshalb es zu den klassischen logischen Fehlschlüssen zählt. Danach kommt eine Tirade über den bösen Westen, was aber natürlich mit dem Islam nichts zu tun hat.  Der Selbsthass gipfelt dann in dieser Feststellung:

"Deshalb gibt es Krach. Also zurück zum Islam. Ist das eine besonders schlimme Religion? Nein, im Gegenteil. Als Mordmaschine war das Christentum effizienter."

Seltsam, bei ca. 270 Millionen Ermordeten aufgrund islamischer Angriffskriege und Genozide macht sich das Christentum als vergleichsweise harmlos aus. Aber in diesem Pamphlet zählen ja keine Fakten. ;-)

"Und Auschwitz? Waren das die Moslems?"

Ja, das waren auch Moslems. Der Großmufti Jerusalems war enger Verbündeter Hitlers im Vernichtungskrieg gegen die Juden. So wurden eigens islamische SS-Brigaden aufgestellt.

"Tatsache ist, dass der Islam vergleichsweise wenig auf dem Kerbholz hat. Vermutlich aus Mangel an Gelegenheit, ich glaube nicht, dass es zwischen Christen und Moslems riesige Unterschiede gibt."

Beides ist nachweislich falsch. Die erste These ist historisch falsch. Weit mehr Menschen sind im Namen des Islams ermordet und versklavt worden als im Namen des Christentums. Das zweite kann er gar nicht beurteilen, weil er zugegebenermaßen ja keine Ahnung von der Bibel und dem Koran hat. Das Christentum ist vollkommen anders als der Islam.

"Aber ich bin kein Religionsexperte,..."

Da muss ich ihm Recht geben.

"So geht das immer. Man will über den Islam sprechen und landet beim Christentum...."

Auch das stimmt sehr häufig. Grund ist das immer wieder gebrachte Argumentum ad hominem.

"Neuer Versuch: Fangen wir an mit dem 11. 9. 2001, den Anschlägen auf die Twin Towers und auf das Pentagon. Wer war’s? Natürlich Osama bin Laden und seine Crew. Aber das Drehbuch für den Horrorfilm kam aus Amerika. Mit dieser Szene endet Tom Clancys Bestseller „Ehrenschuld“, und sein Bestseller „Befehl von oben“ beginnt damit. Nur ist der Typ, der seine Maschine aufs Kapitol krachen lässt und damit die gesamte politische Spitze einschließlich des Präsidenten ausradiert, bei Clancy ein rachsüchtiger Japaner. Die Thriller erschienen 1994 und 1996, damals hatte man noch andere Feindbilder."

Vielleicht hat Osama einfach gerne amerikanische Thriller gelesen, wer weiß? Wenn Tom Clancy ein Terrorist ist, wieso wird er von den Amerikanern dann nicht juristisch belangt!? Zumindest einsperren sollte man ihn, oder nicht?

"Also: Wo uns der Islamismus am finstersten und archaischsten erscheint, ist die Verwestlichung am weitesten fortgeschritten."

Amen! Wer so faktenfrei Überzeugungen vertritt, der ist wahrlich ein Fundamentalist!

Einschränkung der Relgionsfreiheit!

Einschränkung der Relgionsfreiheit!

https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cms_idIdea=2524

Wir können in einer multikulturellen Gesellschaft nur zusammenleben, wenn die Regeln des Zusammenlebens klar sind. Wir brauchen Leitwerte (nicht Leitkultur) und eine Leitsprache (Deutsch). Diese Leitwerte stehen über allen anderen Werten. Sie sind im Grundgesetz niedergelegt. Genau hier hört die Toleranz auf.

Es kann nicht sein, dass im Namen einer "Religion" diese Leitwerte hintergangen und ausgehölt werden. Selbstverständlich meine ich damit konkret den Islam, der beispielsweise rechtlich Männer über Frauen und Gläubige über Ungläubige stellt. Allerdings besagt das Grundgesetz:

"Art 4
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet."



Die ungestörte Religionsausübung ist zu verbieten, wenn damit in andere Grundrechte eingegriffen wird. Ich schlage daher konkret folgende Änderung for:

"Art 4
...
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet, soweit die Religionsausübung nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt."

Art 18
Wer die Religionsausübung (Art. 4 Abs. 2), ... zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte. ...

Die Formulierung:

"soweit die Religionsausübung nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt."

Stammt aus:

"Artikel 2 GG
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt."

Durch diesen Zusatz wird die allgemeine Handlungsfreiheit des Menschen eingeschränkt. Die Freiheit der Religionsausübung ist letztlich ein Ausfluss der allgemeinen Handlungsfreiheit. Sie sollte daher denselben Schranken unterliegen wie die allgemeine Handlungsfreiheit und keine Privilegien genießen. 

Zur Veränderung in Artikel 18:

Dieser Artikel zählt eine ganze Reihe von Grundrechten auf, die verwirkt werden können, wenn sie zum Kampf gegen die Verfassung missbraucht werden. Die Religionsausübung ist nicht explizit erwähnt, weshalb sich Gerichte mit dem Verbot von verfassungsfeindlichen Religionsvereinigungen wie den Salafisten schwerer tun als bei Nazis oder Kommunisten. Das muss aufhören. Deshalb wird  vorgeschlagen die Verwirkung der Religionsausübung ausdrücklich in Artikel 18 GG aufzunehmen.

Art 18 GG (jetzt)
Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit (Artikel 5 Abs. 1), die Lehrfreiheit (Artikel 5 Abs. 3), die Versammlungsfreiheit (Artikel 8), die Vereinigungsfreiheit (Artikel 9), das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis (Artikel 10), das Eigentum (Artikel 14) oder das Asylrecht (Artikel 16a) zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte. Die Verwirkung und ihr Ausmaß werden durch das Bundesverfassungsgericht ausgesprochen.

Ergänzung:

Art. 18 GG (Vorschlag) Wer die Religionsausübung (Art. 4 Abs. 2), die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere....

Ansonsten soll sich nichts an Artikel 18 ändern.